Deutschland hat in der Qualifikationsrunde für die K.o.-Phase bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 mit 5:1 gegen Frankreich gewonnen. Am Dienstag in der Santa Giulia Ice Hockey Arena profitierte die DEB-Auswahl von einem starken Start.
„Wir haben sehr gut angefangen und ein gutes erstes Drittel gespielt“, resümierte Leon Draisaitl. „Danach haben wir die Franzosen ein bisschen zu viel kommen lassen und ein paar individuelle Fehler gemacht, die uns so ein bisschen wehgetan haben, aber alles in allem war es ein verdienter Sieg für uns und ein Schritt in die richtige Richtung.“
Aufstellung: Schütz als 13. Stürmer dabei
Bundestrainer Harold Kreis stellte nach der 1:5-Niederlage zum Abschluss der Gruppenphase gegen die USA einen zusätzlichen Spieler auf und verhalf Justin Schütz zu seinem Olympia-Debüt als 13. Stürmer. Zudem brach Kreis seine Top 6 auf: Lukas Reichel rückte in die erste Reihe neben Leon Draisaitl und Frederik Tiffels. Außerdem komplettierte Josh Samanski das Trio um Tim Stützle und JJ Peterka. Im Tor erhielt erneut Philipp Grubauer (30 Saves, 96,8 Prozent Fangquote) den Start.
Frankreichs Headcoach Yorick Treille musste nach der 2:10-Klatsche gegen Kanada auf den gesperrten Pierre Crinon verzichten und brachte dafür Enzo Catagalla in der Abwehr. Zwischen den Pfosten begann wieder Julian Juca (zehn Saves, 76,2 Prozent Fangquote).
1. Drittel: Starker Start dank Draisaitl
Deutschland holte sich direkt Selbstvertrauen im bislang eher zahnlosen Powerplay und ging mit einem Überzahl-Treffer früh in Fürhung: Stützle spielte von links einen Pass vors Tor auf Samanski, der den Puck kurz annahm und dann mit der Rückhand in den rechten Faceoffkreis weiterleitete, wo Draisaitl per Direktabnahme auf einem Knie zum 1:0 traf (4.).
„Es war ein großartiger Start, was in diesem Turnier eine unserer Stärken ist“, sagte Verteidiger Moritz Seider. „Über die vollen 60 Minuten gab es auch ein paar Tiefs, aber insgesamt haben wir gut gespielt und ein gutes Ergebnis eingefahren.“
Die folgenden Minuten begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, ohne dass dabei hochkarätige Chancen heraussprangen.
Eine Puck-Eroberung von Lukas Kälble machte für Tiffels den Weg frei, ob einen Bogen am linken Flügel zu fahren und den Puck aus spitzem Winkel zum 2:0 ins kurze Kreuzeck zu schießen (11.).
Kurz vor der ersten Pause gewann Stützle einen wichtigen Zweikampf an der Bande und spielte einen Rückhand-Pass in den Slot auf Peterka, der mehrere Stock-Tricks zeigte, ehe Juca auf dem Eis lag, um dann per Rückhand-Heber auf 3:0 zu stellen (19.)
„Ich war ein wenig überrascht, dass ich so viel Zeit hatte“, so Peterka. „Es war ein super Pass von Timmy. Endlich ein Tor geschossen zu haben, fühlt sich gut an.“





















