CS Central FA

Die NHL Free Agency 2026 beginnt am 1. Juli. Alle vertragslosen Spieler können ab dann mit beliebigen Teams verhandeln und Verträge abschließen. NHL.com/de wirft einen Blick auf die Free-Agency-Bedürfnisse aller 32 Teams.

In dieser Ausgabe: Central Division 

Chicago Blackhawks

Als Tabellenletzter der Central Division in der Saison 2025/26 gibt es bei den Blackhawks eine Menge Baustellen. Vor allem in der Offensive fehlte es ihnen an Durchschlagskraft. Mit 210 Toren hatten sie, zusammen mit den Vancouver Canucks, die zweitschlechteste Torausbeute ligaweit. Damit einhergehend konnten auch die Überzahlformationen der Blackhawks wenig überzeugen. Mit ihrer Powerplay-Quote von 16,9 Prozent belegten sie den viertletzten Platz. Vergangenen Dienstag holten sie Verteidiger Bowen Byram und Stürmer Jordan Greenway von Buffalo Sabres. Trotz allem fehlt es den Blackhawks noch an Tiefe auf diesen Positionen.

Colorado Avalanche

Wer als punktbestes Team der Liga eine Saison abschließt, hierbei die meisten Tore erzielte (298) und dazu die wenigsten zuließ (197), der dürfte auf dem freien Markt nur schwer eine Verstärkung finden. Unter Berücksichtigung, dass mit Jack Drury, Ross Colton und Valeri Nichushkin drei Stürmer aus dem Stamm zuletzt abgegeben wurden, wäre die Verpflichtung des einen oder anderen Stürmers für die Tiefe, die ebenso bei Überzahl eingesetzt werden können, sinnvoll. Vergangene Saison belegten die Avalanche mit einer Powerplay-Quote von 17,1 Prozent gerade einmal Platz 27.

VGK@COL, WCF, GM1: Nichushkin trifft mit einem sehenswerten Tip-in zwischen den Beinen

Dallas Stars

Die Dallas Stars waren Colorados engster Verfolger auf den Divisionstitel und schlossen die Saison 2025/26 als nach Punkten drittbestes Team der Liga ab. Bei Überzahl waren ligaweit nur die Edmonton Oilers (30,6 Prozent) einen Deut besser als die Texaner mit ihrer Powerplayquote von 28,6 Prozent. Die Stars ließen die zweitwenigsten Gegentore zu (222) und nehmen bei den erzielten Toren Rang neun ein. Von den in Dallas unter Vertrag stehenden Stürmern haben bereits sieben das 30. Lebensjahr vollendet, vier hiervon werden zu Unrestricted Free Agents. Vielleicht sieht auch das Management der Stars an dieser Stelle Handlungsbedarf.

Minnesota Wild

Am Ende souverän mit 18 Punkten Vorsprung, qualifizierten sich die Minnesota Wild für die Stanley Cup Playoffs 2026, in denen sie in der ersten Runde der Western Conference den Divisionsrivalen aus Dallas aus dem Rennen warfen. Die Wild wiesen die viertbeste Defensivabteilung vor (235) und schossen die elftmeisten Tore. Mit Mats Zuccarello und Vladimir Tarasenko werden ihr drittbester Scorer und ihr dritterfolgreichster Torschütze zu Unrestricted Free Agents. Ein erfahrener Stürmer stünde den Wild gut zu Gesicht.

Nashville Predators

Zwei Jahre in Folge konnten sich die Nashville Predators nicht für die Playoffs qualifizieren. Die vergangene Saison schlossen sie als Divisions-Sechster ab, vier Punkte hinter der zweiten Wildcard. Weder bei den geschossenen Toren (242, Platz 20), noch bei den Gegentreffern (267, Platz 26) reichte es für die Predators einen Platz unter den Top 16 einzunehmen. Ihre Special Teams konnten dagegen durchaus mit den Besten mithalten: Powerplay (23,1 Prozent; geteilter Platz 10), Penalty Killing (81,7 Prozent; Platz 5). Die Predators verfügen noch über einen Cap-Space von rund 25 Millionen Dollar und haben dadurch einen gehörigen Handlungsspielraum, um sich zu verstärken. Zu Unrestricted Free Agents werden die Stürmer Erik Haula und Tyson Jost sowie Verteidiger Kevin Gravel. Juuse Saros geht in seine elfte volle Saison als Torwart der Predators. Im vergangenen Jahr kam er auf eine Fangquote von 89,4 Prozent und auf einen Gegentorschnitt von 3,16. Beides waren seine schlechtesten Werte seit der Saison 2016/17. Ein weiterer guter Backup zur Entlastung von Saros und zur Unterstützung von Justus Annunen wäre sicherlich nicht schlecht.

MIN@NSH: Stamkos erzielt per Bauerntrick sein 40. Tor in dieser Saison

St. Louis Blues

Punktgleich mit den Predators landeten die St. Louis Blues auf Divisionsrang fünf, nachdem sie zum Abschluss der Saison noch vier Siege hintereinander einfahren konnten. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Stanley Cup Champion von 2019 hinter den Erwartungen geblieben ist. Sowohl bei den erzielten Toren (230, Platz 24), wie auch bei den Gegentreffern (254, geteilter Platz 19) wurden sie nicht ihren Ansprüchen gerecht. Mit einer Powerplayquote von 17,6 Prozent (Platz 26) und einem Penalty Killing von 76,7 Prozent (Platz 25) sind sie sogar im unteren Drittel aller Teams zu finden. Die Blues werden sich auf die Suche nach einem Stürmer für die Top 6 sowie nach einem erfahrenen Verteidiger machen, da nicht damit zu rechnen ist, dass der weiterhin verletzte Torey Krug in die NHL zurückkehren wird.

Utah Mammoth

Bereits im zweiten Jahr ihres Bestehens zogen die Utah Mammoth, als Inhaber der ersten Wildcard, in die Playoffs ein. Mit ihrer Torausbeute (268, geteilter Platz 10) und bei den Gegentoren (240, geteilter Platz 10) landeten sie unter den besten 16. Beim Powerplay (20,0 Prozent; Platz 18) und im Penalty Killing (78,1 Prozent; Platz 19) reichte es immerhin für einen Rang unter den Top 20. Auf GM Bill Armstrong kommt im Sommer dennoch eine Menge Arbeit zu, denn vier Stürmer, zwei Verteidiger und mit Vitek Vanecek ein Torwart werden zu Unrestricted Free Agents und auch der überraschende Abgang von JJ Peterka (nach Boston gegen Draft-Picks) muss kompensiert werden. Sollte es zu keiner Einigung mit Vanecek kommen, muss auf jeden Fall ein weiterer Backup verpflichtet werden. Auch ein Center dürfte auf der Wunschliste von Armstrong stehen.

Winnipeg Jets

Nur ein Jahr, nachdem sie die Western Conference als punktbestes Team abgeschlossen haben, scheiterten die Winnipeg Jets deutlich an der Playoff-Qualifikation. Ligaweit hatten sie nach Punkten nur noch Platz 26 inne. Angesichts von 229 Toren (geteilter Platz 25), von 256 Gegentreffern (geteilter Platz 21), einer lauen Powerplay-Quote von 18,5 Prozent (Platz 24) und einem Unterzahl-Effizienz von 77,6 Prozent (geteilter Platz 21) war dies nicht weiter verwunderlich. Im Angriff lastete zu vieles auf den Schultern von Kyle Connor und Mark Scheifele, so dass sie hinter ihren beiden Topscorern noch ein oder zwei Stürmer benötigen, um in der Tiefe ihren Kader zu verstärken. Auch Schlussmann Connor Hellebuyck wurde des Öfteren allein gelassen, so dass ein erfahrener Blueliner in Frage kommen könnte. Ihr momentaner Cap Space von gut 20 Millionen Dollar würde eine solche Investition hergeben.

WPG@DAL, Sp6: Hellebuyck stoppt Rantanen im dritten Drittel

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