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Die Calgary Flames sind am Dienstagabend aus dem Playoff-Rennen ausgeschieden. Nach der eigenen 3:4-Niederlage n.V. bei den Dallas Stars und dem gleichzeitigen 5:0-Sieg der Nashville Predators bei den Anaheim Ducks war das mathematische Aus der Flames besiegelt. Fünf Spiele vor dem Ende der regulären Saison steht Calgary mit einer 32-36-9-Bilanz auf Platz acht in der Western Conference und Rang 30 in der gesamten NHL.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Dallas Stars und den Calgary Flames

Die Gründe für das Aus

Die Flames haben allen voran ein Offensivproblem: Die Abteilung Angriff ist mit im Schnitt 2,57 Toren pro Spiel die drittschlechteste in der gesamten Liga, ganz knapp vor den Chicago Blackhakws (2,55 Tore/Spiel) und den Vancouver Canucks (2,56 Tore/Spiel). Bei 5-gegen-5 gelangen die viertwenigsten Tore (136). Das Powerplay ist mit einer Erfolgsquote von 16,6 Prozent das zweitschlechteste in der NHL. Zudem kam wenig Unterstützung von der blauen Linie: 126 Verteidiger-Scorerpunkte sind ebenfalls der zweitschlechteste Wert in der Liga.

Wohl auch deshalb gelang es den Flames zu selten, ein Spiel zu drehen. Insgesamt 13 Comeback-Siege ist ein geteilt achtschlechtester Wert. Nur drei Comebacks gelangen bei einem Rückstand im dritten Drittel, was die zweitschlechteste Statistik in der NHL ist. Überhaupt hat Calgary mit -27 die zweitschlechteste Tordifferenz im dritten Drittel. Auch interessant: In jedem Spielabschnitt (erstes, zweites, drittes Drittel, Overtime) haben die Kanadier eine negative Bilanz.

Individuell kam kein Spieler über 41 Scorerpunkte hinaus: Morgan Frost (21-20-41), Matt Coronato (17-24-41), Mikael Backlund (16-25-41) und der vor der Trade Deadline Anfang März zur Colorado Avalanche getauschte Nazem Kadri (12-29-41) führen die teaminterne Scorerliste an. Es fehlte definitiv und Scoring in der Spitze.

CGY@ANA: Frost gelingt ein Tor

Superstar-Power fehlte auch in der Abwehr, insbesondere nach den Angängen von Rasmus Andersson (Vegas Golden Knights) und MacKenzie Weegar (Utah Mammoth).

Schon der Saisonstart erwies sich als schwere Hypothek für die restliche Spielzeit. In den ersten zwei Monaten (Oktober und November) gelangen den Flames nur neun Siege (9-14-4; 40,7 Prozent der Punkte). Zwischen dem 19. Januar und 19. März gelangen nur sieben Siege in 21 Spielen (7-11-3; 40,5 Prozent der Punkte).

Was für die Zukunft optimistisch stimmt

Die Torhüter Dustin Wolf (24; 54 Spiele, 52 Starts, 22 Siege, 3,09 Gegentore/Spiel, 89,5 Prozent Fangquote, zwei Shutouts) und Devin Cooley (28; 30 Spiele, 25 Siege, zehn Siege, 2,68 Gegentore/Spiel, 91,1 Prozent Fangquote) erwiesen sich als sichere Rückhalte und kommen erst noch ins beste Torwart-Alter.

UTA@CGY: Wolf mit seinem zweiten NHL-Shutout

Mit Coronato (23), William Strömgren (22), Samuel Honzek (21), Aydar Suniev (21), Hunter Brzustewicz (21), Zayne Parekh (20) und Matvei Gridin (20) schnupperten viele Talente bereits NHL-Luft und dürften sich in den nächsten Jahren weiterentwickeln.

Noch nicht abgerufen hat Calgary die Dienste von vielversprechenden Talenten und hoch gedrafteten Spielern wie Cole Reschny (NHL Draft 2025, 1. Runde, 18. Stelle), Cullen Porter (2025, 1. Runde, 32. Stelle) oder Andrew Basha (2024, 2. Runde, 41. Stelle).

Im kommenden NHL Draft 2026 halten die Flames viele hochkarätige Picks, um noch mehr Talente in die Organisation zu spülen. Darunter zwei Erstrunden-, vier Zweitrunden- und zwei Drittrunden-Picks.

General Manager Craig Conroy hat also gute Voraussetzungen, um den Rebuild in Calgary in den nächsten Jahren voranzutreiben. Angesichts der vielen Abgänge und der aktuellen Kaderstruktur aber werden die Fans durchaus Geduld mitbringen müssen, bevor wieder sportlich bessere Zeiten anbrechen.

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