Ist der Weg von Marco Sturm auch ein Weg für dich, es also mittel- oder langfristig in die NHL zu schaffen?
Ich weiß nicht, ob es ein direktes Ziel ist. Klar träumt man davon, mal eine Chance dort drüben zu bekommen. Als ich Spieler war, hat man auch immer von der NHL geträumt und sich schrittweise seine kleinen Ziele gesetzt und diese auch erreicht. So will ich das jetzt auch mit dem Coaching-Job machen.
Mit Lukas Reichel hat Boston kurz vor der Trade Deadline einen Spieler verpflichtet, den du kürzlich erst bei den Olympischen Spielen trainieren durftest. Was hast du bei Olympia von ihm gesehen und was traust du Lukas bei den Bruins zu?
Lukas hat riesiges Potenzial. Ich denke, dass er noch für sich die richtige Nische finden muss, wo er reinpaßt und muss diese Chance dann auch nutzen. Er ist ein unglaublich intelligenter und schneller Spieler sowohl mit der Scheibe als auch ohne die Scheibe. Er liest das Spiel sehr gut. Ich denke, er braucht nur noch den richtigen Platz, um sein Potenzial ausschöpfen zu können.
Mit deinem Ex-Klub Florida Panthers droht der amtierende Stanley Cup Champion die Stanley Cup Playoffs zu verpassen. Wie konnte das passieren?
Sie hatten natürlich zwei, drei Schlüsselverletzungen mit Spielern, die unglaublich wichtig für sie sind. Sie haben zwei Jahre in Folge sehr lange gespielt bis Ende Juni, was man nie außer Acht lassen darf. Gleichzeitig sieht man das an den Edmonton Oilers auch, dass sie am Kämpfen sind. Es ist körperlich und mental schwierig, das so lange aufrecht zu erhalten. Bei Florida kommen die Verletzungen noch hinzu, die ihnen sehr wehgetan haben.
Ganz anders ist der Trend bei den Buffalo Sabres, einem anderen ehemaligen Team von dir, das wider Erwarten mit Vollgas auf die Stanley Cup Playoffs zusteuert. Was ist an den Niagarafällen passiert?
Was intern passiert ist, weiß ich nicht, da kann ich nicht hinter die Kulissen schauen. Aber was man schon deutlich erkennen kann, ist, dass sie mit viel Leidenschaft und Freude spielen. Jetzt haben sie noch diese unglaubliche Fanbase hinter sich. Das alles zusammen kann so eine Strahlkraft und Wirkung entfalten, bei der das Eishockey wieder Spaß macht.
Wie weit kann das die Buffalo Sabres tragen?
Da kann ich ganz klischeehaft sagen: Erstmal in die Playoffs kommen, danach ist alles möglich. In der NHL gibt es immer ein paar Top-Mannschaften, die sich hervorheben, ansonsten sind die Chancen für jeden, der es in die Playoffs schafft, relativ groß.
Die NHL wird in den nächsten drei Jahren im Rahmen der Global Series nach Deutschland kommen, 2026 nach Düsseldorf. Du hast fünf Jahre dort gespielt, kennst die Stadt und das Umfeld sehr gut. Was dürfen wir also erwarten?
Düsseldorf ist eine Sportstadt. Sie haben leidenschaftliche Fans, eine tolle Hockey-Base und eine tolle Arena. Die Location ist super für alle Fans, um dorthin zu kommen. Die Stadt wird ein tolles Event präsentieren.
Wer wird Stanley Cup Champion 2026?
Colorado.