Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Philadelphia Flyers und den Pittsburgh Penguins

Für die Pittsburgh Penguins war es ein herzzerreißendes Ende. Obwohl sie in Spiel 6 der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 bei den Philadelphia Flyers viel investiert hatten, fiel das einzige Tor an diesem Abend auf der anderen Seite: Cam York ließ mit einem verdeckten Distanzschuss alle Träume von einer erfolgreichen Aufholjagd platzen. Pittsburgh biss sich die Zähne an Philadelphias Torwart Dan Vladar aus. Während der Erzrivale Flyers in die Zweite Runde einzieht, bleiben die Penguins mit dem Gefühl von großer Leere zurück.

Ein herzzerreißendes Ende

„Es ist unglücklich gelaufen“, befand Pittsburghs Kapitän Sidney Crosby. „Ich finde, insbesondere in der zweiten Hälfte des Spiels und in der Overtime hatten wir richtig gute Chancen. Wir waren nur einen Schuss davon entfernt, die Serie für ein Spiel 7 nach Pittsburgh zurückzubringen. Manchmal geht es nur um einen Abpraller.“

Die Penguins gaben mit 42:32 Torschüssen mehr ab als die Flyers, insbesondere im dritten Drittel (13:5) und in der Verlängerung (10:6). Ein Treffer aber wollte Pittsburgh an diesem Abend einfach nicht gelingen.

„Das ist ein Teil der Playoffs, alles ist ein bisschen enger. Die Chancen waren heute für beide Teams da. Beide Torhüter haben unglaublich gespielt, das hat also auch einen Teil beigetragen. Es ist schwer geworden“, resümierte Penguins-Trainer Dan Muse. „Die Jungs haben hart gekämpft. Wir haben Chancen kreiert. Wir hatten Möglichkeiten, sie hatten Paraden. Unsere Jungs haben getan, was sie konnten. Das kann manchmal passieren.“

Nach 77:32 Minuten war es ein recht einfacher Spielzug, der die Entscheidung zu Gunsten von Philadelphia brachte: Nach einem gewonnenen Offensiv-Faceoff von Noah Cates verteilte Matvei Michkov den Puck an der blauen Linie zu Cam York, dessen Distanzschuss sich durch den Verkehr bohrte und über den rechten Innenpfosten im Tor einschlug.

PIT@PHI, GM 6: York schickt die Flyers mit einem Distanzschuss in der Overtime in die Zweite Runde

„Ich fühle mich ein wenig leer. Heute haben wir vielleicht unser bestes Spiel der gesamten Serie gespielt“, sagte Pittsburghs Offensivverteidiger Erik Karlsson. „Sie sind gebogen, aber nicht gebrochen, weshalb sie es sind, die in die Zweite Runde einziehen. Leider hatten wir nicht mehr in uns. Hoffentlich können wir trotzdem darauf aufbauen.“

Hochklassiges Torwart-Duell in Spiel 6

Was sich unmittelbar nach dem Overtime-Gamewinner auf den Eis abspielte, sprach Bände: Siegtorschütze York schleuderte seinen Schläger vor lauter Überschwang in die Zuschauerränge, ehe er unter grenzenlosem Jubel in einer orangefarbenen Spielertraube verschwand.

Penguins-Torwart Arturs Silvos (31 Saves, 96,9 Prozent Fangquote) hatte sich währenddessen keinen Zentimeter bewegt. Der Lette verharrte in der Position, die er eingenommen hatte, als es hinter ihm einschlug und starrte unentwegt mit leerem Blick auf die Eisfläche.

„Mehr kannst du nicht erwarten: ‚Arty‘ hat uns eine Chance gegeben, zu gewinnen und nur ein Gegentor zugelassen“, lobte Karlsson. „Wir haben uns gut gefühlt, aber keinen Weg gefunden, ihren Mann zu überwinden.“

Dieser Mann hieß Dan Vladar und stoppte alle 42 Versuche der Stahlstädter für seinen zweiten Karriere-Shutout in den Stanley Cup Playoffs. Nummer 1 war ihm in Spiel 2 dieser Serie gelungen (3:0).

„Die Jungs haben einfach immer weiter gedrückt. Es stand 0:0, wir wollten etwas generieren und durchbrechen. Wir haben es einfach nicht geschafft, einen Schuss durchzubekommen“, haderte Muse.

PIT@PHI, GM 6: Vladar behält zum zweiten Mal eine Weiße Weste in der Ersten Runde

0:3-Serienrückstand als zu große Hypothek

Pittsburgh war im Verlauf dieser Serie immer besser geworden, musste nach einem schwachen Start aber einem 0:3-Rückstand in der Best-of-7-Serie hinterherrennen.

„Dass wir uns in so eine Situation gebracht hatten, war schwer, aber wir haben alle daran geglaubt, dass wir uns da rausgraben können, was sich auch in unserem Spiel widergespiegelt hat. Es war einfach Pech, dass wir in dieser Serie so weit zurücklagen“, sagte Crosby. „Das war die Identität unserer Mannschaft die gesamte Saison über: Wir konnten mit Widrigkeiten umgehen, haben uns zurückgekämpft und sind drangeblieben, egal, was passiert ist. Wir haben daran geglaubt, auch hier zurückkommen zu können. Es hat nicht viel gefehlt. Wir verstehen, dass die Erwartungen an uns nicht sehr hoch waren, das macht es gerade aber nicht weniger schmerzhaft. Wir werden uns die Zeit nehmen, auf diese Saison zurückzuschauen. Es gab viel Positives. Aber gerade ist das alles noch zu frisch, denn wir waren so nah dran. Wir hatten das Gefühl, dass wir in dieser Serie zurückkommen können, aber es hat einfach nicht geklappt.“

„Wenn wir dieses Level von Spiel 1 an erreicht hätten, wären wir in einer viel besseren Situation gewesen. Leider hat das nicht geklappt“, befand auch Karlsson. „Jeder hat in dieser Saison voll am Limit gespielt. Zu diesem Zeitpunkt muss jeder nochmal ein bisschen was draufpacken, doch wir konnten dieses Level leider nicht erreichen. Manchmal ist es Pech oder fehlende Erfahrung, obwohl wir davon eigentlich genug hatten, um in einen höheren Gang zu schalten. Ich muss Philly loben, sie haben von Anfang an eine unglaubliche Serie gespielt. Wir haben uns am Ende noch eine Chance gegeben, aber es war zu spät.“

PIT@PHI, GM 6: Flyers und Penguins treffen sich nach Spiel 6 zum Handshake

Für eine tiefgehende Fehleranalyse hatte auch Muse noch keine Nerven.

„Im Moment ist es noch sehr frisch“, sagte der Trainer, den das Aus eiskalt erwischte: „Zu keinem Zeitpunkt heute habe ich damit gerechnet, dass unsere Saison schon vorbei sein würde. So denkt diese Mannschaft einfach nicht. So denke ich auch nicht. Deshalb fällt es mir im Moment schwer, zurückzublicken. Ich liebe diese Mannschaft. Sie ist großartig. Von Anfang bis Ende, wenn ich bis zum Training Camp zurückblicke, entsprachen die Erwartungen von außen nie den Erwartungen von innen. Mir war nur wichtig, was diese Mannschaft dachte und wie sehr sie an sich glaubte. Wenn es schwierig wurde, fand sie einen Weg, sich reinzuhängen und weiterzukämpfen. Ich bin stolz auf jeden einzelnen Spieler in diesem Team und auf alles, was wir dieses Jahr erreicht haben.“

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