Für die Boston Bruins stand am Dienstagabend im KeyBank Center in Spiel 5 bei den Buffalo Sabres die komplette Saison auf dem Spiel. Overtime. Nur ein Gegentor - und Bostons Saison wäre beendet gewesen. Ein eigener Treffer - und die Bruins bleiben am Leben und bringen die Best-of-7-Serie in der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 noch einmal nach Hause.
Ein Held wurde also gesucht und in David Pastrnak gefunden: Der Scharfschütze der Boston Bruins erzielte einen wunderschönen Overtime-Gamewinner und schrieb damit Geschichte.
Klasse Chemie und ein Monster-Move
Verteidiger Hampus Lindholm spielte einen langen Pass Richtung gegnerische Blaue Linie. Dort nahm Pastrnak den Puck gekonnt mit, tauchte frei vor Alex Lyon auf, ließ den Sabres-Torwart mit einem Monster-Move ins Leere rutschen und schob zum 2:1 n.V. ein.
„Nun, wir sind Nachbarn, deshalb nennen wir das immer die ‚Nachbarschaftsverbindung‘“, grinste Pastrnak. „Nein, es war einfach großartiger Pass und ein tolles Auge von ihm. Immer wenn er den Puck hat und ich eine Lücke sehe, vertraue ich darauf, dass er mich findet. In dem Moment, als ich sah, dass Hampus den Puck auf dem Schläger hatte, drehte ich mich mit dem Schlittschuh in Richtung ihres Tores. Ich wusste, dass es eine Chance gab. Wir haben diese Chemie und sind froh, dass es heute geklappt hat. Das Lustige ist, dass wir kaum über diese Spielzüge reden. Wir sind enge Freunde und verbringen viel Zeit miteinander, aber was Eishockey oder das Spiel angeht, reden wir nie wirklich darüber.“
Der deutsche Trainer Marco Sturm war insbesondere vom Laufweg, der Technik und dem Hockey-IQ von Pastrnak angetan.
„Ich sag dir was: Es gibt meiner Meinung nach nur wenige Spieler, die das können“, so Sturm. „Damit meine ich nicht den Abschluss, sondern die Art und Weise, wie er es schafft, nicht ins Abseits zu geraten. Das ist nicht das erste Mal. Was für ein schöner Abschluss von ihm. Ich bin einfach sehr glücklich, denn dieser Kerl setzt sich selbst unter großen Druck und will den Unterschied ausmachen. Heute hat er es geschafft.“
„Das stimmt zu 100 Prozent“, bestätigt Pastrnak. „Ich setze mich tatsächlich stark unter Druck. Ich habe in meiner Karriere schon viel durchgemacht. Ich nutze das als Motivation, aber gleichzeitig kann es manchmal auch ein bisschen schwer sein. Ich habe einige harte Momente durchgemacht. Ich konzentriere mich immer wieder auf die Details und die kleinen Dinge. Letztendlich will ich einfach nur gut spielen.“





















