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Für J.J. Moser von Tampa Bay Lightning und JJ Peterka von Utah Mammoth könnten die Stanley Cup Playoffs bislang kaum unterschiedlicher verlaufen. Während der Verteidiger Moser Effektivität beweist, fehlt genau diese momentan Peterka. 

In der Serie zwischen Tampa und den Montreal Canadiens steht es 2:2, zwischen Utah und den Vegas Golden Knights ebenfalls. Die Pittsburgh Penguins liegen gegen die Philadelphia Flyers mit 2:3 zurück.  Mit fünf Schlagschüssen stimmen wir auf die Spiele am heutigen Mittwoch ein.

J.J. Moser als Unterschiedsspieler einer ausgeglichenen Serie

J.J. Moser spielt herausragende Playoffs. In Spiel 2 erzielte der Schweizer den Siegtreffer in der Verlängerung zum 3:2, in Spiel 4 gelangen ihm bei dem 3:2-Auswärtssieg zwei Assists, unter anderem auch zum Siegtreffer durch Brandon Hagel. Ob nun Zufall oder nicht: Bislang gewann Tampa nur, wenn Moser scorte.

MTL@TBL, GM 2: Mosers erstes Playoff-Tor ist ein Laser für den OT-Winner

Insgesamt ist die Serie sehr ausgeglichen. Alle vier bisherigen Spiele wurden nur mit einem Tor Unterschied gewonnen. Drei Spiele endeten erst in der Verlängerung. Mehr Spannung geht nicht: 98 Prozent der bisher gespielten Zeit (250:42 von 256:19 Minuten) lag maximal ein Tor zwischen den beiden Mannschaften. 

Bei einem Serienstand von 2:2 geht es im fünften Aufeinandertreffen (7 p.m. ET; Do., 1 Uhr MESZ) darum, sich einen Matchball zu erspielen.

Verteidiger beweisen Torjäger-Qualitäten

Moser ist nicht der einzige Verteidiger, der in den entscheidenden Situationen den Unterschied ausmacht. Sieben Verteidiger haben in den laufenden Playoffs bereits einen Siegtreffer erzielt. Gut möglich, dass in dieser Runde noch weitere hinzukommen werden.

Der Blick in die Vergangenheit verrät, was möglich ist. In den Conference Quarterfinals 1994 und den Division Semifinals 1992 gelangen insgesamt zwölf Verteidigern ein Siegtreffer. Ob diese Bestmarke in der diesjährigen Ersten Runde in Gefahr gerät?

Brandon Hagel gegen Nick Suzuki: Torjäger mit unterschiedlichen Vorzeichen

Brandon Hagel von Tampa Bay Lightning und Nick Suzuki von den Montreal Canadiens sind für ihre Treffsicherheit bekannt, gehen allerdings mit komplett unterschiedlichen Vorzeichen in das bevorstehende Spiel 5.

Hagel ist in den laufenden Playoffs der Unterschiedsspieler von Tampa. Sechs Tore hat der 26-Jährige in den ersten vier Begegnungen erzielt. Der Kanadier ist damit der Top-Torjäger der laufenden Playoffs. Sollte er auch im nächsten Spiel treffen, würde er Steven Stamkos (vier Spiele 2024) und Vincent Lecavalier (vier Spiele 2007) mit der längsten Serie von Toren in einer Playoff-Auftaktserie der Franchise-Geschichte übertreffen.

TBL@MTL, Sp 4: Hagel erzielt den Ausgleich und das Siegtor

Ganz anders die Situation von Nick Suzuki: Der 26-Jährige wartet in den laufenden Playoffs noch auf seinen ersten Treffer. Ob im bevorstehenden Spiel der sprichwörtliche Knoten platzt? 

„Ich glaube, dass unsere Reihe und speziell ich in den letzten Spielen viele Chancen hatten, die einfach nicht reingegangen sind. Wir müssen einfach weiter Chancen kreieren. Irgendwann wird sich das Blatt auf unsere Seite wenden“, gibt er sich zuversichtlich. „Wir haben in den vergangenen Spielen gelernt, wie sie gegen uns verteidigen und was funktioniert. Hoffentlich können wir dem Team nun helfen, das Spiel zu gewinnen.“

Ein kleiner Mutmacher: Suzuki hat bereits drei Mal in einem fünften Spiel getroffen, darunter befanden sich seine beiden Playoff-Siegtreffer in der Ersten Runde der Jahre 2020 und 2021.

Penguins stehen vor einem seltenen Comeback

Bei einem Serienrückstand von 0:3 schien es so, als würden die Pittsburgh Penguins einem sicheren Erstrunden-Aus gegen die Philadelphia Flyers entgegenblicken. Doch Sidney Crosby & Co. bewiesen Widerstandsfähigkeit. Spiel 4 gewannen sie mit 4:2 in Philadelphia, Spiel 5 vor heimischer Kulisse mit 3:2. Mit einem weiteren Sieg im bevorstehenden sechsten Spiel (7:30 p.m. ET; Do., 1:30 Uhr MESZ) würden sie zu den wenigen Teams gehören, die nach einem 0:3 Serienrückstand ein Spiel 7 erzwangen.

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Pittsburgh Penguins und den Philadelphia Flyers

Zuletzt gelang dies den Edmonton Oilers im Stanley Cup Finale 2024 gegen die Florida Panthers, ehe das siebte Spiel verloren wurde. Die weiteren Teams in diesem Jahrhundert, die nach einem 0:3 ein Spiel 7 erzwangen, waren die Los Angeles Kings (Sharks, 2014, R1, Win), Detroit Red Wings (Sharks, 2011, CSF, Loss), Chicago Blackhawks (Canucks, 2011, CQF, Loss) und Philadelphia Flyers (Bruins, 2010 CSF, Win). 

Für einen erneuten Sieg spricht vor allem die starke Form der Routiniers. Crosby erzielte in zwei aufeinanderfolgenden Spielen mehrere Punkte (ein Tor, drei Assists), und Letang traf zweimal hintereinander zum Sieg. „Ich denke, die Situation für uns ist ziemlich klar“, sagt Crosby. „Es heißt gewinnen oder nach Hause fahren, daher spielen wir mit einer großen Dringlichkeit. In dieser Situation haben wir einige unserer besten Leistungen erbracht. Wir müssen daran anknüpfen.“

Punktloser JJ Peterka bekommt Ansage vom Trainer

JJ Peterka ist eigentlich als verlässlicher Scorer bekannt. In 320 NHL-Spielen für die Buffalo Sabres und Utah Mammoth gelangen ihm 92 Tore sowie 105 Assists. Doch in den ersten Playoffs seiner Karriere ist der deutsche Flügelstürmer weiterhin punktlos. In Spiel 4 blieb er sogar ohne Torschuss. Besonders bitter: Er bekam lediglich 10:18 Minuten Eiszeit und wurde im Schlussdrittel nicht mehr eingesetzt.

„Das war eine Trainerentscheidung“, sagte der Coach André Tourigny und stellt damit klar, dass keine Verletzung vorlag. Auf die Frage, was der Grund dafür war, antwortete er mit einer gewissen Ironie: „Ich hatte einfach Lust dazu. Nein, natürlich hatte das mit seinem Spiel zu tun. Ich habe das mit JJ besprochen. Aber dieses Gespräch bleibt unter uns.“

Ob nun in Spiel 5 (10 p.m. ET; Do., 4 Uhr MESZ) eine Reaktion von Peterka zu sehen sein wird?

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