Die Edmonton Oilers haben im engen Rennen um die Plätze in den Stanley Cup Playoffs in der Western Conference am Sonntag einen wichtigen Sieg eingefahren: Doch über dem 3:1-Erfolg gegen die Nashville Predators im Rogers Place lag ein Schatten. Denn Leon Draisaitl traf zwar früh zur Führung, musste die Partie jedoch nach einem Check in die Bande kurz danach verletzt verlassen. Wie schwer die Blessur des deutschen Superstars ist, blieb zunächst offen.
Für Edmonton war der Erfolg dennoch ein wichtiger Schritt im Kampf um die Plätze in der Pacific Division. Doch der Blick richtet sich nun vor allem auf den Gesundheitszustand eines der wichtigsten Spieler der Mannschaft.
Traumstart durch Draisaitl – und dann der Schreckmoment
Die Oilers erwischten einen perfekten Start. Bereits in der vierten Minute nutzte Edmonton sein erstes Powerplay zur Führung. Connor McDavid spielte einen präzisen Querpass durch die Zone, den Draisaitl im rechten Bullykreis aufnahm und mit einem schnellen Handgelenkschuss verwertete. Der Puck rutschte sowohl Nashville-Stürmer Zachary L’Heureux als auch Torhüter Justus Annunen durch die Beine – das 1:0 nach 3:12 Minuten.
Für Draisaitl war es bereits sein 35. Saisontor. Gegen die Predators hat der deutsche Nationalspieler ohnehin eine beeindruckende Bilanz: In seinen letzten 23 Spielen gegen Nashville kommt er auf 29 Tore und 52 Punkte.
Doch nur etwas mehr als eine Minute nach seinem Treffer folgte der Schreckmoment. Predators-Angreifer Ozzy Wiesblatt checkte Draisaitl entlang der Bande in Höhe der Spielerbank hart in die Bretter. Der Oilers-Stürmer verließ zunächst das Eis und verschwand in der Kabine.
Zwar kehrte Draisaitl noch einmal kurz zurück und absolvierte zwei weitere Wechsel im ersten Drittel, doch zum Beginn des zweiten Abschnitts kam er nicht mehr auf die Bank zurück. Damit war das Spiel für ihn frühzeitig beendet.
Entwarnung mit Vorbehalt aus dem Trainerstab
Nach dem Spiel äußerte sich Oilers-Trainer Kris Knoblauch vorsichtig optimistisch zur Situation seines Topstürmers.
„Er wurde untersucht. Er fühlte sich nicht richtig und ist deshalb vom Eis gegangen“, erklärte Knoblauch. „Die Ärzte haben ihn sich angeschaut, und sie waren damit einverstanden, dass er es noch einmal versucht. Er ging wieder raus, aber es fühlte sich einfach nicht ganz richtig an.“ Er betonte jedoch, dass die ersten Untersuchungen keine unmittelbaren Alarmzeichen ergeben hätten.
„Die medizinische Abteilung sagt, dass es nicht allzu schlimm aussieht und es keine unmittelbaren Warnsignale gibt. Das lässt mich glauben, dass es keine sehr lange Verletzung sein sollte“, sagte Knoblauch. „Vielleicht wird er etwas Zeit brauchen, aber wir werden später mehr erfahren.“
Für Edmonton wäre ein längerer Ausfall des Deutschen ein herber Rückschlag. Draisaitl zählt seit Jahren zu den konstantesten Punktesammlern der NHL und ist gemeinsam mit Kapitän McDavid das Herzstück der Offensive.




















