Über ihre ersten Treffer durften sich Nugent-Hopkins und McLeod nach dem erneuten Ausgleich der Blues freuen. Binnen acht Sekunden schraubten sie den Spielstand auf 4:2. Es waren die drittschnellsten Tore in der Klub-Geschichte nach jenen von Sheldon Souray und Ales Hemsky am 23. November 2009 und von Dean McAmmond und Andrei Kovalenko am 23. Dezember 1996, die jeweils innerhalb von sieben Sekunden getroffen hatten.
"Es war ein ziemlich surrealer Moment", beschrieb McLeod sein erstes NHL-Tor. "Der Puck war auf dem Weg ins Netz, und ich kam irgendwie durch die Mitte. Er sprang heraus, und ich nahm ihn mit der Rückhand, und die Jungs streckten die Arme hoch. Ehrlich gesagt konnte ich nicht einmal sehen, wie er reinging." Kurz zuvor hatte Nugent-Hopkins sein erstes Saisontor erzielt.
Die Oilers ließen es jedoch im Schlussdrittel noch einmal spannend werden, indem sie den Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand gaben. Als jedoch die letzte Minute der Partie lief, hatte Draisaitl noch einen Pfeil, in Form einer genialen Idee, im Köcher. Der Kölner ließ an der rechten Bande Blues-Verteidiger Calle Rosen ins Leere laufen und bediente in der Mitte Yamamoto. Der Sieg war unter Dach und Fach gebracht.
"Es war schon ein guter Pass von [Darnell Nurse] auf 'Leo' gewesen und wir alle haben den Rest gemacht. Ich habe versucht, mich freizulaufen und er hat mich gefunden. Zum Glück ging er rein", schilderte Yamamoto seinen Treffer zum Sieg.
"Er hat einen absoluten Lauf", zollte McDavid der Leistung seines deutschen Sturmpartners Respekt. Draisaitl baute mit einem Tor und zwei Assists seine Führung in der Scorerwertung der NHL auf 31 Punkte (15 Tore, 16 Assists) aus.
Äußerst regelmäßig trägt sich ebenso McDavid als Scorer auf die Spielberichtsbögen ein. Er punktete in allen 14 Spielen seit Saisonbeginn.
Am Dienstag gastieren die Oilers bei den Winnipeg Jets im Canada Life Centre von Winnipeg (8 p.m. ET; TSN3, SNW, NHL.tv [3]; Mi 2 Uhr MEZ).