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Alte Hasen haben Probleme Tore zu erzielen

Während Etablierte wie Benn, Toews und Thornton kaum treffen, sind die Jungen torhungrig

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Es gibt diese Phasen in jeder Saison, in denen eigentliche Torjäger eine Flaute haben und einfach nicht mehr treffen. Manche schaffen die Wende, andere nicht oder sehr spät. In dieser Saison fällt aber auf, dass außergewöhnlich viele der Etablierten Probleme haben, ihre übliche Toranzahl zu markieren.

Jamie Benn von den Dallas Stars wurde in der Saison 2014-15 bester Scorer der NHL und erzielte in der letzten Saison 41 Tore. In diesem Jahr kommt er lediglich auf zwölf Tore in 44 Spielen.

Auf gerade einmal vier Tore in 41 Spielen kommt Anze Kopitar für die Los Angeles Kings. Anaheim Ducks Corey Perry, der in der Saison 2010-11 noch 50 Mal traf, befindet sich mit neun Treffern nach 50 Spielen auch noch im einstelligen Bereich.

Chicago Blackhawks Kapitän Jonathan Toews hat in seiner Karriere im Durchschnitt pro Saison 28 Tore erzielt und kommt bisher auf acht Tore in 40 Spielen.

Joe Thornton, der für die San Jose Sharks meist um die 20 Tore in einer Saison erzielte, war sogar nur drei Mal erfolgreich, eines davon war ein Empty Netter.

Worin liegen die Gründe dafür? Liegt es an der Saisonvorbereitung, die bedingt durch den World Cup of Hockey sehr kurz war und die Spieler bereits zu dieser Zeit durch die hohe Intensität des Turniers stark beansprucht wurden?

Zahlreiche junge Spieler, die ebenfalls beim Nationenturnier in Toronto dabei waren, zeigen sich jedoch äußerst torhungrig. Edmontons Connor McDavid und Leon Draisaitl, Torontos Auston Matthews, Winnipegs Patrik Laine und Nikolaj Ehlers zum Beispiel haben alle bereits über 15 Tore erzielt.

Verwunderlich an der Torflaute der erfahrenen Stürmer ist auch, dass gerade jetzt der Schnitt der erzielten Tore pro Team und Spiel mit 2,78 so hoch ist, wie schon seit der Saison 2010-11 nicht mehr. Sieben Mannschaften liegen bei einem Schnitt über drei Tore, was in der abgelaufenen Saison mit den Stars und den Washington Capitals nur zwei schafften.

Video: VAN@CHI: Toews profitiert von einem springenden Puck

An zwölf der letzten 13 Spieltage erzielte mindestens eine Mannschaft wenigstens sechs Tore, darunter einige Partien, in denen zehn oder mehr Treffer fielen.

Warum treffen also die Spieler nicht, die in den Jahren zuvor stets so konstant waren? Zum jetzigen Zeitpunkt sollte die Tatsache nicht überbewertet werden, denn abgerechnet wird am Ende.

Bestes Beispiel dafür ist Sidney Crosby. Im vergangenen Jahr rätselten viele, warum der Pittsburgh Penguins Kapitän, der in dieser Saison mit 28 Toren mit Abstand die Torjägerliste anführt, nach 32 Spielen nur sechs Mal getroffen hatte. Am Ende der regulären Saison waren es immerhin 36 Treffer, die für ihn zu Buche standen.

"Es gibt immer ein Auf und Ab in der Saison", sagte auch Columbus Blue Jackets Verteidiger Seth Jones. "Wenn man unsere Mannschaft anschaut, wir hatten eine Siegesserie von 16 Spielen und wir trafen aus jeder Lage. Alles lief für uns. Alles ging rein. Dann gibt es wieder Phasen, in denen es nicht läuft. Das gilt für ganze Mannschaften, aber auch einzelne Spieler."

Es sind noch genügend Spiele zu absolvieren, um in die Erfolgsspur zurück zu kehren. Spieler wie Benn, Toews, Thornton, Kopitar oder Perry verfügen über genug Erfahrung, das Ruder herumzureißen, um zum richtigen Zeitpunkt in den Playoffs ihren Leistungszenit zu erreichen.

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