WSH@PIT: Orlov sichert Overtime-Sieg

Es war das Duell der Superstars: Washington Capitals gegen Pittsburgh Penguins ist das Aufeinandertreffen zwischen Alex Ovechkin und Sidney Crosby. Die beiden Mega-Stars der NHL trafen bereits zum 61. Mal aufeinander. Doch zum Helden des Spiels wurde ein Verteidiger. Dimitry Orlov gelang gleich zwei Treffer und erzielte in der Overtime den Siegtreffer für Washington. Bemerkenswert: Die letzten drei Spiele der Capitals, die erst in der Verlängerung entschieden wurden, konnte Washington gewinnen.

"Es gab viele gute Dinge in unserem Spiel", sagte Washingtons Trainer Peter Laviolette und lobte, wie sich die Mannschaft nach zweimaligem Rückstand zurück in die Partie gekämpft hatte: "Wir haben uns den ganzen Abend über gewehrt. Es gab viele Dinge, die gegen uns gelaufen sind. Ich muss den Jungs Anerkennung dafür zollen, dass sie immer drangeblieben sind."
Das erste Drittel war der Spielabschnitt der Special Teams. Washington ging zunächst in Unterzahl in der 6. Spielminute durch Nic Dowd in Führung. Nur 36 Sekunden später gelang Malkin im Powerplay allerdings der Ausgleich. Auch Bryan Rust wusste das Überzahlspiel zu nutzen und brachte Pittsburgh in der 12. Spielminute in Führung. Fünf Minuten später, als Washington einen Spieler mehr auf dem Eis hatte, sorgte Orlov für den erneuten Ausgleich. Washington musste früh einen Torwartwechsel vornehmen, weil Vitek Vanecek im ersten Drittel eine Oberkörperverletzung erlitt und aus dem Spiel genommen werden musste.

WSH 4, PIT 3 -- F/OT

Der in das Spiel gekommene Ilya Samsonov erwies sich mit 43 Saves als sicherer Rückhalt.
"In der ersten Hälfte des Spiels war unser Gegner ein bisschen besser, würde ich sagen", lautete das Fazit von Orlov. "Aber dann haben wir irgendwie einen Weg gefunden. Samsonov war auch richtig gut, als er in das Spiel kam. Das ist nicht leicht. Er hat großartige Saves gemacht, um uns im Spiel zu halten. Sie sind uns überlegen, aber im zweiten Spielabschnitt lief es besser, viel besser."
Pittsburgh hatte mit 47 zu 32 Torschüssen insgesamt mehr Spielanteile und blieb zumindest im Powerplay effektiv. Im zweiten Drittel, genauer gesagt in der 24. Minute, brachte Rust Pittsburgh erneut in Führung.
Erneut war Crosby mit seinem zweiten Assist der Vorlagengeber. Die Effektivität in Überzahl ist beachtlich: Die Penguins haben in den letzten 16 Spielen 17 Powerplay-Tore erzielt. 42 Sekunden vor der zweiten Drittelpause gelang Daniel Sprong, dem Flügelstürmer von Washington, allerdings das 3:3. Es war das einzige Tor, welches im Fünf-gegen-Fünf erzielt wurde. Dadurch ging es in die Overtime.
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Der Siegtreffer erfolgte 43 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung.
Orlov führte den Puck durch das gegnerische Drittel und suchte sich die optimale Position zum Abschluss, um aus mittlerer Distanz zum 4:3 zu treffen. Während dies für Washington der zweite Sieg in Folge gewesen ist, durchleiden die Penguins eine kleine Durststrecke. Sie haben die letzten vier Spiele verloren, drei davon allerdings erst nach der regulären Spielzeit. "Ich finde eigentlich, dass dies heute das beste Spiel gewesen ist, das wir seit längerer Zeit gespielt haben", sagte Pittsburghs Trainer Mike Sullivan. "Ich fand unser Energieniveau enorm.
Für mich hatte das Spiel heute alle Zutaten, die die Identität der Penguins ausmacht."
Malkin bewies einmal mehr, dass er trotz seiner langen Verletzungspause konstant auf Top-Niveau agiert. Seitdem er am 11. Januar nach seiner Knieoperation wieder auf das Eis zurückkehrte, gelangen ihm fünf Tore und acht Assists innerhalb von zwölf Spielen. In den vergangenen neun Partien hat der Center stets gepunktet. "Ich versuche einfach, mein Bestes zu geben", sagt Malkin. "Wir hatten in der letzten Woche einen engen Spielplan. Wir haben so viele Spiele gespielt. Aber die Jungs spielen gut, unglaublich. Sie spielen hart und probieren alles. Aber ich weiß, dass ich noch besser spielen kann. Und das werde ich auch tun."
Washington ist durch den Triumph mit 62 Zählern bis auf drei Punkte an die auf Position 3 rangierenden Penguins herangerückt und belegt Platz 4 in der Metropolitan Division. Die Capitals sind bereits am heutigen Mittwoch in der heimischen Arena gegen die Edmonton Oilers gefordert (7:00 p.m. ET; NHL.tv; Do. 1 Uhr MEZ). Die Penguins haben eine Woche spielfrei, ehe am 8. Februar das Auswärtsspiel bei den Boston Bruins stattfindet.