Die Washington Capitals halten sich mit einem wichtigen 6:4-Heimsieg gegen die Philadelphia Flyers am Dienstagabend in der Capital One Arena im Playoff-Rennen in der Eastern Conference. Beim Zehn-Tore-Spektakel durfte selbstredend Alex Ovechkin nicht fehlen. Washingtons Kapitän ging mit zwei Toren, drei Checks und einem Block mit gutem Beispiel voran und durchbrach damit zum 20. Mal in seiner NHL-Karriere die Schallmauer von 30 Saisontoren.
Ovechkin überschreitet die Marke von 30 Saisontoren
„Es war ein wichtiges Spiel. Jeder hat heute am selben Strang gezogen, früh den Ton mit harten Checks und wichtigen Spielzügen gesetzt“, freute sich Ovechkin allen voran über den Team-Erfolg - und sagte dann kurz und knackig über seine Saisontreffer Nummer 30 und 31: „Es ist eine große Zahl, die nehme ich gerne mit.“
Der 40-jährige Flügelstürmer zog instinktiv zum Tor, als Matt Roy Flyers-Goalie Dan Vladar mit einer Bewegung aus seinem Gehäuse zog, um dann einen Rückhand-Querpass auf Ovechkin zu spielen, der sich aus der Nahdistanz nicht lange bitten ließ und per Tip-in auf 2:0 stellte (19.).
Mit diesem Treffer wurde der Russe der vierte Spieler in der NHL-Geschichte, der 30 Tore in einer einzelnen Saison im Alter von mindestens 40 Jahren erzielte. Das gelang sonst nur Gordie Howe (44 Tore in 1968/69, 31 Tore in 1969/70), Johnny Bucyk (36 Tore in 1975/76) und Teemu Selanne (31 Tore in 2010/11).
„Ich jage immer noch meiner ersten (30-Tore-Saison) hinterher. Ich müsste wohl 50 Jahre spielen, um das zu schaffen“, lacht Center Pierre-Luc Dubois. „Es fühlt sich so an, als würde er in jedem Spiel einen neuen Rekord aufstellen. Er ist ein Vorbild, was die Konstanz beim Toreschießen angeht. Du schießt nicht über 1000 Tore, wenn du mal eine schlechte Saison spielst. Es ist immer noch beeindruckend, ihn jeden Tag im Training, in der Kabine und hier auf dem Eis zu sehen.“
„Es ist unglaublich“, schüttelte auch sein langjähriger Reihenkollege und Power Forward Tom Wilson ungläubig den Kopf. „Ich lerne immer mehr von ihm. Als Teamkollege lasse ich mich von ihm inspirieren. Jeder hier sieht, was er leistet. Er reißt jeden mit und führt uns auf so viele verschiedene Weisen an. Ich glaube, ich habe in den letzten Jahren schon alles über den Typen gesagt, was es zu sagen gibt. Es macht einfach Spaß, ihm zuzuschauen, wie er Checks fährt und Tore schießt. Das ist es, was ihn zu einem guten Anführer macht: Mit über 40 Jahren rennt er da draußen in Spieler rein und trifft einfach weiter.“




















