Die Saison der Vegas Golden Knights steht vor Spiel 6 des Stanley Cup Finales 2026 gegen die Carolina Hurricanes auf Messers Schneide. Sie verloren die vorherigen beiden Partien und liegen in der Serie nun mit 2:3 Spielen zurück. Eine weitere Niederlage würde für Vegas das Aus bedeuten und den Hurricanes den Stanley Cup einbringen. Vor dem entscheidenden Spiel steht vor allem Torwart Carter Hart in der Kritik. Im Vorfeld des Heimspiels am Sonntag (8 p.m. ET; Mo. 2 Uhr MESZ) hält Trainer John Tortorella aber an seinem Torwart fest und spricht ihm, genau wie seine Mitspieler, vollstes Vertrauen aus.
„Torts und ich kennen uns noch aus unserer Zeit in Philadelphia“, erklärte Hart. „Wir haben eine gute Beziehung. Ich war in dieser Serie aber nicht auf meinem besten Niveau und ich werde im nächsten Spiel besser und bereit sein.“
Durchwachsene Saison, erstklassige Playoffs
Hart stieß erst im Dezember zu den Golden Knights und kam in der regulären Saison nur zu 18 Einsätzen. Seine Bilanz von 11-3-3 konnte sich sehen lassen, doch seine 89,1 Prozent Fangquote war leicht unter dem Durchschnitt der NHL.
In den Playoffs zeigte sich Hart von einer ganz anderen Seite. In den ersten Spielen strauchelte er noch etwas, doch ab Spiel 6 der ersten Runde gegen die Utah Mammoth, war er überragend. Am Ende der Conference Finals war er mit einer Fangquote von 92,4 Prozent der zweitbeste Torwart der gesamten Playoffs. Allerdings sind die Playoffs eine besondere Belastung. Immerhin kommt er mittlerweile auf 21 Partien in acht Wochen, drei Spiele mehr als in der gesamten regulären Saison. Die körperliche Belastung hat laut Hart aber nicht mit seinen Leistungen im Finale zu tun, für die er viel Kritik einstecken muss.
„Ich fühle mich gut“, sagte Hart. „Ich habe eine ziemlich durchstrukturierte Routine. Man muss sich um seinen Körper kümmern, das mache ich immer gleich. Man will jedes Spiel spielen. Man will immer bereit sein. Ich folge schon meine ganze Karriere der gleichen Routine und damit fühle ich mich gut.“
Torwart-Tortur im Finale
Das diesjährige Finale ist definitiv nicht die Serie der Torhüter. Carolinas Frederik Andersen wurde in Spiel 3 nach zwei Dritteln ausgewechselt und wird seitdem durch Brandon Bussi ersetzt. Andersen kam auf 81,5 Prozent Fangquote, nachdem er in den ersten drei Runden mit 93,1 Prozent als einziger Torwart Hart überboten hatte.
Dem Vegas-Torhüter ergeht es nicht viel besser. Er hält nur 85,6 Prozent aller Schüsse und wurde zum ersten Torwart in der NHL-Geschichte, der in jedem der ersten fünf Spiele einer Finalserie mindestens vier Tore kassierte.
„Sie hatten ein paar glückliche Tore. In ein paar Situationen hätte ich besser halten müssen“, gab Hart zu. „Aber ich bereite mich weiter wie auf jedes andere Spiel vor.“






















