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Die letzten Handgriffe wurden noch bis kurz vor der offiziellen Präsentation erledigt, doch nun ist es geschafft: Die Peterka-Arena in Buchbach steht kurz vor ihrer öffentlichen Eröffnung. Am Freitag stellte NHL-Profi JJ Peterka gemeinsam mit seinen Eltern Nathalie und Dennis Peterka sowie NHL-Kollege Josh Samanski die neue Trainingsstätte den Medien vor. Einen Tag später, am 13. Juni 2026, öffnet die Anlage erstmals ihre Türen für die Öffentlichkeit. Was als Idee eines jungen Eishockeyspielers begann, ist nach Jahren der Planung, des Umbaus und zahlreicher Herausforderungen zu einem der modernsten Zentren für individuelles Eishockeytraining in Deutschland geworden.

Vom Kindheitstraum zur eigenen Eishalle

Die Geschichte der Peterka-Arena beginnt lange vor JJ Peterkas NHL-Karriere. Schon als Jugendlicher träumte der heutige Nationalspieler davon, eine eigene Eisfläche zu besitzen. Der Grund war einfach: In Deutschland fehlte es vielerorts an ganzjährig verfügbaren Trainingsmöglichkeiten. Regelmäßig musste die Familie stundenlange Fahrten nach Tschechien auf sich nehmen, damit der junge Peterka auch in den Sommermonaten aufs Eis konnte.

„Die Idee stammt schon aus meiner Kindheit: Ich wollte eine eigene Eisfläche haben“, erklärte Peterka bei der Eröffnung. Aus der anfänglichen Wunschvorstellung wurde schließlich ein konkretes Projekt, nachdem der Münchner den Sprung in die NHL geschafft hatte. Als seine Eltern 2023 ein Anwesen in Buchbach fanden, bot sich die perfekte Gelegenheit. Direkt neben dem Wohnhaus befand sich ein ehemaliges Zimmereigebäude, das sich für den Umbau zu einer Eishalle eignete.

Der Weg bis zur Fertigstellung war allerdings alles andere als einfach. Das Dach des Gebäudes erwies sich als instabil und musste komplett erneuert werden. Zeitweise stand die Halle offen der Witterung ausgesetzt. Dennoch hielt die Familie an ihrer Vision fest. Nach rund drei Jahren Bauzeit entstand Schritt für Schritt eine Anlage, die sich an den höchsten Standards orientiert. Besonders JJ selbst brachte zahlreiche Ideen aus seiner Zeit in Nordamerika ein. Helles Licht, hartes Eis, moderne Flex-Banden und professionelle Trainingsbedingungen waren für den NHL-Stürmer unverzichtbar.

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Modernste Trainingsmöglichkeiten unter einem Dach

Wer die Peterka-Arena betritt, erkennt sofort, dass hier weit mehr als nur eine gewöhnliche Eishalle entstanden ist. Herzstück der Anlage ist die 21 mal 12 Meter große Eisfläche, die ganzjährig genutzt werden kann. Damit steht Spielern aus der Region zwischen München, Landshut und Rosenheim auch im Sommer hochwertiges Trainingseis zur Verfügung.

Doch die Eisfläche ist nur ein Teil des Gesamtkonzepts. Die Arena verfügt über den weltweit ersten Skillcourt direkt auf dem Eis sowie einen weiteren für das Off-Ice-Training. Hinzu kommen ein Kraft- und Physioraum, eine Laufspur, Cycling-Stationen, ein VR-basierter Icaros-Trainer, Reformer-Pilates, ein Golfsimulator und ein Café. Ziel ist es, alle Aspekte moderner Athletik- und Eishockeyausbildung an einem Standort zu vereinen.

JJ Peterka zeigte sich bei der Vorstellung sichtlich stolz auf das Ergebnis: „Ich bin schon ein wenig stolz auf das, was wir hier geschaffen haben. Wir bieten hier individuelle und professionelle Trainingsmöglichkeiten an, wie es sie vielleicht sonst nirgendwo in Deutschland gibt.“ Gleichzeitig formulierte er einen klaren Anspruch für die Zukunft: „Wir wollen in Zukunft die führende Anlaufstelle für individuelles Eishockeytraining in Süddeutschland sein.“

Auch energetisch wurde die Halle zukunftsorientiert geplant. Photovoltaikanlagen auf dem Dach, Wärmerückgewinnung bei den Kälteaggregaten und Ladestationen für Elektrofahrzeuge sollen dafür sorgen, dass die Anlage möglichst nachhaltig betrieben werden kann.

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Nachwuchsförderung als zentrale Mission

So beeindruckend die technische Ausstattung auch ist – im Mittelpunkt des Projekts steht die Förderung junger Spieler. Genau jene Schwierigkeiten, die die Familie Peterka in den frühen Jahren von JJs Karriere selbst erlebt hat, sollen künftigen Generationen erspart bleiben.

„Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, gerade für junge Spieler Trainingseis insbesondere auch in den Sommermonaten zu finden“, sagte Dennis Peterka. Die Erinnerungen an die langen Fahrten nach Tschechien seien bis heute präsent. Deshalb soll die Peterka-Arena ein Ort werden, an dem Talente optimale Bedingungen vorfinden, ohne dafür stundenlange Reisen auf sich nehmen zu müssen.

Die Vision reicht dabei weit über die reine Bereitstellung von Eiszeiten hinaus. „Unsere Vision ist, dass wir junge Spieler über Jahre fördern und die es dann mit Hilfe der Peterka-Arena hoffentlich bis in die NHL schaffen“, erklärte Dennis Peterka. Gleichzeitig betonte er, dass sich das Angebot keineswegs nur an Leistungssportler richte. Kinder, Freizeitsportler und Erwachsene sollen gleichermaßen von individuellen Trainingsangeboten profitieren können.

JJ Peterka sieht die Arena deshalb auch als Möglichkeit, dem deutschen Eishockey etwas zurückzugeben. Während seiner eigenen Entwicklung profitierte er von vielen Trainern, Vereinen und Förderern. Nun möchte er dazu beitragen, die Infrastruktur für kommende Generationen zu verbessern. Gerade in einem Land, in dem Eishockey im Vergleich zum Fußball weiterhin um Aufmerksamkeit und Ressourcen kämpfen muss, kann eine solche Einrichtung wichtige Impulse setzen.

Große Erwartungen und viel Zuspruch

Dass die Peterka-Arena auf großes Interesse stößt, zeigte sich bereits vor der offiziellen Eröffnung. Die Familie befand sich in den vergangenen Wochen im Probebetrieb – mit bemerkenswertem Ergebnis. „Wir haben gesehen, wie schnell sich der tägliche Buchungskalender gefüllt hat. Selbst JJ musste sich für seine Einheiten schon Zeiten blockieren“, berichtete Dennis Peterka.

Auch aus dem Profibereich erhält das Projekt viel Zuspruch. NHL-Stürmer Josh Samanski, der bei der Vorstellung vor Ort war, zeigte sich begeistert: „Das Projekt hier ist super. Sowas fehlt uns im deutschen Eishockey vielerorts. Da werden viele Leute von profitieren, denke ich.“

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Für JJ Peterka selbst schließt sich mit der Eröffnung ein besonderer Kreis. Der 24-Jährige, der 2020 von den Buffalo Sabres gedraftet wurde und mittlerweile bei den Utah Mammoth unter Vertrag steht, hat sich in der NHL längst etabliert. In bislang 320 NHL-Partien sammelte er bereits 197 Scorerpunkte und gehört zu den wichtigsten Gesichtern des deutschen Eishockeys.

Nun hat er gemeinsam mit seiner Familie ein Projekt verwirklicht, das weit über die eigene Karriere hinausreichen soll. Die Peterka-Arena ist nicht nur eine hochmoderne Trainingsstätte, sondern auch ein Symbol dafür, wie aus einer Kindheitsidee und jahrelanger Leidenschaft etwas entstehen kann, das einer ganzen Sportart zugutekommt. Wenn ab Samstag die ersten Kinder, Nachwuchsspieler und Profis die Eisfläche betreten, beginnt in Buchbach ein neues Kapitel – für die Familie Peterka und vielleicht auch für das deutsche Eishockey.