NJD@TOR: Matthews holt seinen 5. Hattrick, 400. Punkt

Der Januar endete für die Toronto Maple mit einem erfreulichen 6:4-Heimerfolg gegen die New Jersey Devils. In der Scotiabank Arena schien es jedoch lange so, als ob die Gäste am Ende des Spiels zwei Zähler einsammeln würden, doch ein neuerliches Comeback der Maple Leafs unterstrich deren Klasse.

Nach nur 47 Sekunden zeigten die Devils, dass sie mit viel Energie in die Partie starten wollten. Pavel Zacha netzte nach Zuspiel von Jack Hughes und Jesper Bratt ein und brachte die Gäste in Front. Jesper Boqvist erhöhte auf 2:0 (7.) und stellte Toronto damit schon vor die erste Herausforderung des Abends.
Es war an Auston Matthews seine Farben auf die Anzeigetafel zu bringen. Der Kapitän im Dress der Maple Leafs sorgte nur 13 Sekunden nach Boqvists Treffer für den Anschluss (7.) und konterte auch die erneute Zwei-Tore-Führung durch Andreas Johnsson (10.) mit seinem zweiten Treffer des Abends (16.).
Nach dem torreichen Eröffnungsabschnitt, in dem die Gäste beim Blick auf die Torschussstatistik (13:9) die Nase vorne hatten, gestaltete sich das Mitteldrittel deutlich torärmer. Lediglich Nathan Bastian konnte für die Devils einnetzen (28.) und Toronto so ein Zwei-Tore-Defizit mit in das Schlussdrittel geben.

TOR 6, NJD 4

In der Liga dürfte mittlerweile bekannt sein, dass Toronto auch bei Rückständen vor den finalen 20 Minuten ein ernstzunehmender Gegner ist. Vor der Partie konnten sie bereits dreimal einen Rückstand in einen Sieg verwandeln. Und auch die Devils mussten sich nach Toren von Jason Spezza (45.), Mitch Marner (54.), Ilya Mikheyev (57.) und erneut Matthews (60.) noch geschlagen geben. Das Siegtor durch Mikheyev fiel dabei in Unterzahl. Akira Schmid, der für New Jersey das Tor hütete kam am Ende bei 32 Torschüssen auf 27 Paraden.
"Ich denke, dass das, was wir am besten können, forechecken, nachsetzen, in Tornähe sein und den Puck verfolgen, uns im dritten Drittel geholfen hat das Momentum zu drehen", analysierte Marner die Gründe für das Comeback. "Wir wissen aber natürlich auch, dass wir in den ersten 40 Minuten besser sein müssen."
Schon am Samstag gelang es den Maple Leafs einen Rückstand von zwei Treffern im finalen Abschnitt zu drehen. Die Detroit Red Wings unterlagen nach einer 4:2-Führung noch mit 4:7 und waren damit das erste Opfer der Comback-Leafs.
Erst zum zweiten Mal konnte Toronto zweimal hintereinander einen Rückstand von mehreren Toren vor dem Schlussabschnitt noch in einen Sieg verwandeln. Erstmals gelang es der historischen Franchise vor fast genau 22 Jahren, als sie am 29. Januar 2000 die Partie gegen die Los Angeles Kings drehten und auch gegen die Tampa Bay Lightning, drei Tage später, noch siegreich waren.
Mit nun vier Erfolgen nach Rückständen vor dem dritten Drittel stehen die Maple Leafs bei einer Quote von 30,8 Prozent an Siegen, nachdem sie nach 40 Minuten zurück lagen. Nur eine Mannschaft, die Florida Panthers (40 %) sind hier noch gefährlicher.
Einen entscheidenden Anteil am Comeback hatte Auston Matthews, der mit drei Treffern und einer Vorlage verdient zum besten Spieler des Abends gewählt wurde. Der US-Amerikaner erzielte den zweiten Hattrick der Saison und den fünften seiner Karriere. Seit er in der NHL aktiv ist (2016/17) konnten nur sechs Akteure mehr Drei-Tore-Spiele sammeln als er. Alex Ovechkin (13), David Pastrnak (11), Connor McDavid (10), Patrik Laine (8), Mika Zibanejad (7) und Patrice Bergeron (6) übertreffen Matthews hier noch.
Nebenbei war es auch das 46. Match in der Karriere von Matthews, in dem er mehrfach einnetzen konnte. Nur zwei andere US-Amerikaner konnten vor ihrem 25. Geburtstag mehr solcher Partien sammeln (Pat LaFontaine (51) und Jimmy Carson (48)).
In seinen 372 NHL-Begegnungen sammelte Matthews 227 Tore und 173 Vorlagen. Damit steht der Angreifer bei 400 Zählern und erreichte diese Marke so schnell wie kein anderer Akteur, der sein Liga-Debut im Trikot des Traditionsclubs gab. Den Bestwert hielt bislang Syl Apps, der in 387 Duellen auf 400 Tore und Vorlagen kam und 1936 für Toronto debütierte.
Bereits am Dienstag (7 p.m. ET; NHL.tv; Mi. 1 Uhr MEZ) kommt es zum Rückspiel der Maple Leafs und der Devils. In New Jersey wird Toronto alles daran setzen die Partie nicht erst im Schlussabschnitt drehen zu müssen, wohingegen die Gastgeber nun noch stärker vor Matthews und den Comeback-Qualitäten der Maple Leafs gewarnt sein dürften.