Auch NHL-Commissioner Gary Bettman sagte, dass "das, was wir bis zu diesem Zeitpunkt getan haben, nicht genug ist" und versprach, dass sich die Liga in der Zukunft mehr engagieren wird: "Wir müssen und werden also mehr tun und besser sein, um unseren Sport zu einem willkommenen Ort für alle zu machen", so Bettman.
Reaves und viele andere setzen Zeichen
Im weiteren Verlauf der Playoffs 2020 kam das Thema Rassismus übrigens immer wieder auf: Am 3. August knieten in der Partie zwischen den Vegas Golden Knights und den Dallas Stars vier Spieler bei den Nationalhymnen nieder: Ryan Reaves und Robin Lehner von den Golden Knights sowie Tyler Seguin und Jason Dickinson von den Stars.
Ende August, nach erneuten Vorfällen von Rassismus und Polizei-Brutalität in den USA, entschloss sich die NHL, den Spielbetrieb für zwei Tage ruhen zu lassen, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen.
Anstoß für diese Protest-Aktion hatten übrigens weiße Spieler gegeben. "Die Konversation hat angefangen, weil weiße Spieler aus den anderen Teams über dieses Thema reden wollten. Ich denke, das ist das stärkste Zeichen, das gesetzt wurde", erklärte Reaves, der selbst schwarz ist. "Das Zeichen, dass sie heute gesetzt haben, wird anhalten. Diese zwei Tagen werden zwar nichts reparieren, aber die daraus entstehenden Gespräche und die getätigten Aussagen sind sehr kraftvoll, besonders, wenn sie aus dieser Liga kommen."