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International Ice ist die wöchentliche Serie von NHL.com/de mit Themen, die über das aktuelle Geschehen in der NHL hinausgehen und den Blick schwerpunktmäßig auf Spieler, Klubs und Nationalteams in Europa richten.
In dieser Ausgabe: Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Rieder und Kühnhackl in der SHL

Tobias Rieder von den Växjö Lakers und Tom Kühnhackl vom Skellefteå AIK liefern sich mit ihren Teams in der Svenska Hockeyligan (SHL) ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins. Am Dienstag setzte sich der AIK im direkten Duell bei den Lakers mit 2:1 nach Penaltyschießen durch. Trotz der knappen Niederlage behauptete Växjö die Tabellenspitze mit einem Punkt vor Skellefteå. Die beiden Landshuter haben bisher über weite Strecken der Saison gute Leistungen geboten. Zwischendurch hatten sie allerdings mit Verletzungsproblemen zu kämpfen.
Rieder erwischte es gleich zu Saisonbeginn. Nachdem er bei der 4:5-Auftaktniederlage im Shootout beim IK Oskarshamn einen Treffer erzielt hatte, musste er wegen einer Blessur im unteren Körperbereich eine Zwangspause von zwölf Spielen einlegen. Ende Oktober kehrte der 29 Jahre alte Flügelstürmer aufs Eis zurück.

FLA@NYI, Sp2: Kühnhackl legt für Martin zum Tor auf

In den drei Partien nach dem Comeback gelangen ihm drei Tore, darunter ein Doppelpack beim 4:2-Auswärtstriumph gegen den Frölunda HC aus Göteborg. Seit Januar 2018 hatten die Lakers dort nicht mehr gewonnen. "Wir haben uns sehr über den Sieg gefreut, weil das ein schwieriges Pflaster für uns ist. Es war eines dieser Spiele, bei denen mir der Puck regelrecht gefolgt ist. Ich habe einfach versucht, viele Scheiben aufs Tor zu bringen. Das hat geklappt", sagte Rieder nach dem Erfolg im Scandinavium. Im vorangegangenen Heimspiel gegen Färjestad BK zeichnete er in der Verlängerung für den 3:2-Siegtreffer verantwortlich.
Wegen seiner langwierigen Verletzung konnte Rieder lediglich in zehn der ersten 22 Saisonspiele mitwirken. Dabei brachte er es auf sechs Scorerpunkte (vier Tore, zwei Assist). Seine durchschnittliche Eiszeit betrug 16:42 Minuten.
Der Niederbayer trägt seit Oktober 2021 das Trikot der Lakers. Im April verlängerte er seinen Vertrag um zwei weitere Jahre bis Ende 2023/24. "Växjö ist eine großartige Organisation. Ich mag sowohl die Stadt als auch die Menschen. Daher fiel mir die Entscheidung leicht", betonte er im Anschluss an die Unterzeichnung des neuen Kontrakts.
Die Lakers-Verantwortlichen waren ebenfalls froh. "Tobi hat gezeigt, dass er ein sehr stabiler Spieler ist, der in vielerlei Hinsicht einen Beitrag leisten kann. Wir freuen uns sehr über die weitere Zusammenarbeit", ließ Sportdirektor Henrik Evertsson verlauten.

BUF@NJD: Rieder schießt ins Tordreieck ein

Kühnhackl spielt ebenfalls seit 2021/22 in Schweden. Der Skellefteå AIK gehört zu den Traditionsklubs in der SHL. Dreimal sicherte sich die Vertretung aus dem Nordosten des Landes die Meisterschaft, zuletzt 2014. In dieser Saison zählt die Mannschaft erneut zu den heißen Anwärtern auf den Titel.
Kühnhackl läuft beim AIK meistens in der dritten Angriffsformation auf, mit der er vornehmlich defensive Aufgaben zu erfüllen hat. Für ihn sind 16 Einsätze und vier Punkte (zwei Tore, zwei Assists) in der aktuellen Spielzeit registriert. Sechsmal fehlte er verletzungsbedingt. Im Schnitt stand er 13:28 Minuten auf dem Eis.
Bei seinen Auftritten mit Skellefteå in der Champions Hockey League (CHL) stellte Kühnhackl vermehrt seine Scorerqualitäten unter Beweis. In fünf Partien sammelte er drei Punkte (ein Tor, zwei Assists). Der AIK hat sich in der CHL fürs Viertelfinale qualifiziert und bekommt es dort am 6. und 13. Dezember in zwei Duellen mit seinem Erzrivalen Frölunda zu tun.

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Beim 5:4-Erfolg im Achtelfinalhinspiel Mitte November gegen die ZSC Lions gab es eine gehörige Schrecksekunde für Kühnhackl. Nach einem Check gegen den Kopf musste er das Match vorzeitig beenden. Zwar ging das Ganze glimpflicher aus als zunächst befürchtet, trotzdem war Kühnhackl in der Folge gezwungen, zum zweiten Mal in dieser Saison ein paar Spiele auszusetzen. "Bei dieser Sache darf man nicht zu früh zurückkehren. Es musste erst sichergestellt werden, dass ich vollständig genesen bin", erläuterte Kühnhackl. Inzwischen ist der 30 Jahre alte Angreifer wieder fit.
Die sportliche Leitung der deutschen Nationalmannschaft wird die Vorstellungen der beiden ehemaligen NHL-Profis in Schwedens oberster Spielklasse mit Interesse verfolgen. Aufgrund ihrer internationalen Erfahrung zählen sie zu den Kandidaten für einen Platz im Kader der DEB-Auswahl bei der IIHF-Weltmeisterschaft 2023. Das Turnier findet in Finnland und Lettland statt.