Es war kein gewöhnliches Spiel für Timo Meier. Der Schweizer kehrte am Dienstag mit den New Jersey Devils an seine alte Wirkungsstätte zurück. Er wurde 2015 an Gesamtposition 9 von den San Jose Sharks gedraftet, verbrachte dort knapp sieben NHL-Spielzeiten und absolvierte 451 Spiele, ehe im Februar 2023 der Trade nach New Jersey erfolgte. Kein Wunder also, dass der rechte Flügelstürmer im Fokus stand.
Meier an alter Wirkungsstätte: „Emotionen waren dabei“
Mit den Devils feierte der Schweizer Angreifer am Dienstag einen 7:2-Sieg bei den Sharks

Der Trade vor einem Jahr: „Ein Teil unseres Geschäfts“
Bereits vor dem Spiel wurde Meier beim morgendlichen Training nach seinen Erinnerungen an den Trade gefragt. „In der Zeit vor der Trade Deadline bekommt man alles gar nicht so mit, weil man sich aufs Eishockey konzentriert. Man möchte gewinnen und gute Leistungen abliefern“, erinnerte er sich. „Klar ist der Wechsel eine große Veränderung für mich nach meiner Zeit in San Jose gewesen. Aber so ein Vorgang ist Teil unseres Geschäfts.“
Meier erreichte in der vergangenen Saison mit den Devils die zweite Runde der Stanley Cup Playoffs. In der laufenden Spielzeit kämpft New Jersey um eine erneute Teilnahme an der K.o.-Phase. „Es gab einige Widrigkeiten. Aber es ist toll, in diesem Team zu sein und zu versuchen, als Spieler zu wachsen. Wir sind jetzt bereits im Playoff-Modus und jede Partie ist wirklich wichtig“, sagte der 27-Jährige.
Meier hat „hohe Erwartungen“ an sich selbst
Meier ist bewusst, dass er zu den Spielern zählt, die in der heißen Saisonphase besonders im Fokus stehen. Dies bereitet ihm allerdings keine Probleme, wie er verriet: „Ich war schon immer jemand, der hohe Erwartungen an sich selbst hat. Ich möchte mich als Spieler weiterentwickeln und gewinnen. Das ist das Wichtigste. Ich versuche einfach, jeden Tag besser zu werden. Es wird immer Höhen und Tiefen geben. Aber ich lerne davon und bleibe positiv.“
In San Jose hielten die Devils dem Druck stand. Nachdem sie zuvor drei von vier Spiele verloren hatten, besiegten sie die Sharks souverän mit 7:2. New Jersey beendete zwar das erste Drittel mit einem 0:1-Rückstand, weil der Deutsche Nico Sturm für die Sharks traf, drehten danach allerdings die Partie. Die Schweizer im Team hatten großen Anteil daran: Jonas Siegenthaler verbuchte einen Assist, Meier bereitete zwei Treffer vor und Kapitän Nico Hischer kam sogar auf ein Tor und drei Assists.
Hischer erreicht Marke von 200 Assists
Hischer erlebte das zweite Vier-Punkte-Spiel seiner Karriere und erreichte in der dritten Spielzeit hintereinander die 20-Tore-Marke. Durch seine drei Vorlagen hat der 25-Jährige nun insgesamt 200 Assists auf dem Konto. Dafür benötigte er lediglich 429 Spiele. In der Franchise-Geschichte der Devils gibt es nur fünf Spieler, die diese Marke schneller erlangten: Scott Gomez (351 Spiele), Kirk Muller (355 Spiele), Brian Rafalski (421 Spiele), Jesper Bratt (423 Spiele) und Bruce Driver (426 Spiele).
„Wir sind mit dem Resultat sehr happy. Wir brauchten wieder mal einen Sieg“, sagte Hischier nach dem Spiel. „Wir müssen wieder einfach spielen und dürfen zu viel nachzudenken. Man darf nicht zu schnell frustriert sein. Auch wenn man sich das heutige Spiel anguckt. Wir lagen wieder mit 0:1 zurück, aber sind drangeblieben und haben unseren Matchplan über die 60 Minuten durchgezogen.“ Jedem ist laut Hischier bewusst, wo man steht. „Wir müssen Punkte holen. Jetzt haben wir einen Sieg eingefahren, nehmen ein gutes Gefühl aus dem Spiel mit und müssen umgehend nachlegen.“
In dieser Saisonphase ist jeder Punkt wichtig
Meier glaubt, dass der souveräne Sieg der Mannschaft einen Push geben könnte. „Am Ende ist es ein 7:2. Aber vor allem der mentale Teil ist wichtig, weil wir es geschafft haben, konzentriert zu bleiben. Das ist in dieser Phase der Saison, in der jeder Punkt so wichtig ist, von großer Bedeutung. Ich denke, das haben wir gut hinbekommen.“
Rückkehr fühlte sich „komisch an“
Doch wie hat es sich für Meier überhaupt angefühlt, als Spieler der gegnerischen Mannschaft in San Jose aufzulaufen? „Es fühlte sich auf jeden Fall komisch an“, antwortete er. „Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Das ist das Entscheidende. Natürlich waren vor dem Spiel ein paar Emotionen dabei. Aber wenn man dann rausgeht, geht es nur noch um das Spiel. Und es ist schön, zwei Punkte mitzunehmen.“
Die Devils haben mit 64 Punkten aus 59 Spielen fünf Punkte Rückstand auf die Tampa Bay Lightning, die den zweiten Wildcard-Platz in der Eastern Conference belegen. Allerdings haben die Devils zwei Spiele weniger bestritten. Deren Roadtrip wird mit den Auswärtsspielen bei den Anaheim Ducks am Freitag und den Los Angeles Kings am Sonntag fortgesetzt.

















