In der vorherigen Saison sah es so aus, als ob Greiss endlich am Ziel einer langen Reise angekommen wäre und zum ersten Mal in seiner Karriere die klare Nummer 1 eines NHL-Teams sein würde. Halak, der noch im September 2016 im Team Europa beim World Cup of Hockey den Vorzug vor Greiss erhielt und auch dank seiner starken Leistungen die Mannschaft überraschend ins Finale führte, wurde von den Islanders auf die Waiver-Liste gesetzt und Greiss mit einem neuen Drei-Jahres-Vertrag ausgestattet.
Weil die Islanders Halak mit seinem Vertrag bis Sommer 2018 und einem Jahressalär von $4,5 Millionen jedoch nicht an den Mann brachten, entschieden sie sich in der Vorbereitung den Kampf um die Nummer 1 wieder freizugeben.
Insofern kommt der Auftritt vom Freitag für Greiss zu einer Unzeit. Weight hatte sich bereits vorher festgelegt, dass Halak am Samstag im Heimspiel gegen die Buffalo Sabres zum Einsatz kommen wird und sah keinen Grund, diesen Plan zu ändern. Zumal sich der 32-jährige Torhüter in den verbliebenen 28 Minuten bei elf Torschüssen der Blue Jackets schadlos hielt.
Halak könnte also durch eine weitere tadellose Leistung dafür sorgen, dass er die Nase im Duell mit Greiss erst einmal vorne hätte. Doch den Bayer schon abzuschreiben, wäre des Guten doch zu viel. Die Islanders wissen, was sie an ihm haben, sonst hätten sie ihn nicht mit dem Vertrag bis 2020 und einem jährlichen Verdienst von $3,3 Millionen ausgestattet.
Greiss hat in seiner Karriere schon häufiger bewiesen, dass er nach Rückschläge gestärkt zurückkommen kann. Nicht zuletzt seine ruhige Art wird ihm dabei helfen, dass er das Geschehene nicht dramatisiert und fokussiert auf eine gute Leistung in das nächste Spiel gehen wird.