Ganz ausblenden können die Akteure die Situation aber nicht, gab Ryan McDonough zu. "Das große Bild ist immer im Hinterkopf und am Ende des großen Bildes steht das ultimative Ziel, auf das man immer hinarbeitet. Man weiß, dass es ein Prozess ist. Der einzige Weg, der dorthin führt, ist der, das Spiel zu gewinnen, das vor einem liegt."
Schon in den vorherigen Runden bewiesen die Lightning, dass sie Hindernisse auf dem Weg zum großen Ziel überwinden können. Gegen die New York Rangers lagen sie im Conference Finale mit 0:2 zurück und siegten am Ende mit 4:2 im Gesamtergebnis. Gegen die Toronto Maple Leafs lagen sie in der ersten Runde mit 2:3 hinten und fanden sich ebenfalls bereits am Abgrund wieder, an dem sie nun erneut balancieren. "1:3 oder 2:3 gegen Toronto, was ist der Unterschied? Wir müssen genauso auswärts ein Spiel gewinnen. Warum nicht morgen", beschwor Cooper genau diese Situation wieder herauf. Damals gelang den Lightning in Spiel 6 ein 4:3-Overtime-Sieg, ehe sie Spiel 7 mit 2:1 für sich entscheiden konnten. Wie so oft in den Playoffs waren es die Kleinigkeiten, die in diesen Begegnungen den Ausschlag gaben. In Spiel 4 gegen die Avalanche war das nicht anders.
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"Es ist ein Spiel der Momente", versuchte Cooper die vielen kleinen Sequenzen eines Matches zu beschreiben. "Manchmal gehören sie einem selbst und manchmal der anderen Mannschaft."
Cooper hatte das Gefühl, dass die Lightning die vierte Partie gegen Colorado auch hätten für sich entscheiden können. Ob das eher befreiend für die bevorstehende Begegnung sein wird, oder doch hemmend, wird sich zeigen.
Auf der anderen Seite könnte der Druck für die Avalanche groß sein, denn im Grunde erwarten alle, dass der Titel gewonnen wird. Davon wollen sich die Lightning aber nicht beirren lassen. "Sie sind nur einen Sieg davon entfernt, das Ziel zu erreichen. Das könnte etwas Druck verursachen", analysierte Maroon die Situation in Colorado. "Für uns liegt der Fokus auf uns und darauf, dass wir kontrollieren, was wir kontrollieren können."