Mit sechs Punkten (drei Tore, drei Assists) aus den ersten zehn Spielen war Bärtschi so produktiv wie selten zuvor und maßgeblich am Sensationsstart der Canucks beteiligt. Mit seinen Leistungen eroberte er sich auch das Vertrauen seines Trainers.
"Ich finde es gut, dass er einige Tore geschossen hat", sagte Canucks-Coach Travis Green im Oktober nach Bärtschis Drei-Punkte-Auftritt. "Mir gefällt es, wie er spielt. Er zeigt großen Kampfgeist und setzt exakt das um, was ich von meiner Mannschaft erwarte. Genau darüber haben wir gesprochen."
Leider erwischte die Verletzung Bärtschi zu einem denkbar unglücklichen Zeitpunkt. Beim 3:2-Sieg nach Penaltyschießen gegen die Vegas Golden Knights in der T-Mobile Arena am 24. Oktober zog sich der Linksaußen im zweiten Spielabschnitt eine Gehirnerschütterung zu, die ihn für 30 Spiele außer Gefecht setzen sollte.
Pünktlich zum Jahresende hat er sich vollständig von dieser erholt. Am Freitag trainierte er zum ersten Mal seit über zwei Monaten wieder voll mit der Mannschaft mit.
"Ich fühle mich ziemlich gut", sagte der Linkschütze nach der Übungseinheit. "Jetzt liegt es an ihm, mich wieder in die Aufstellung zu nehmen. Das Training war gut. Es war für mich das erste Mal, dass ich so richtig in alle Übungen involviert wurde. Nach so einer langen Zeit kommt es schon mal vor, dass man nicht genau weiß, wo man stehen soll und wo der Puck hinsoll, aber es wurde immer besser. Ich bin bereit."
Ähnliches: [Bärtschi wird im April Vater\]
Und wie er am Samstag bereit war. Er sollte nicht zu viel versprechen. Schon den Beobachtern der Trainingseinheit wurde klar, dass Bärtschi gegen die Flames eine ganz wichtige Rolle einnehmen könnte. Er trainierte im Zentrum der ersten Powerplay-Formation und fühlte sich in dieser sichtlich wohl.
"Sie haben mich genau da hingesteckt, wo ich aufgehört habe", erklärte Bärtschi. "In dieser Saison habe ich zum ersten Mal auf dieser Position im Slot gespielt. Bevor ich mich verletzt habe, habe ich mich dort sehr wohl gefühlt. Mir gefällt es dort. Man bekommt sehr viele Puck-Kontakte. Mal abwarten, was mich erwartet."
Die neuesten Nachrichten aus der NHL auf Twitter bekommst Du bei [@NHLde]
Bei seinem Comeback gegen die Flames hat ihn exakt diese Position im Slot erwartet und er hat sie mustergültig ausgefüllt. Green integrierte Bärtschi in seinen Erfolgskader der vergangenen Wochen. Er brachte ihn in der ersten Überzahlreihe und wurde hierfür belohnt.
Bei der ersten Powerplay-Situation nahm Bärtschi die Scheibe auf und leitete sie zu Alexander Edler weiter. Dieser bediente Brock Boeser an der blauen Linie. Boeser zog einige Schritte in Richtung des rechten Bullykreises und schlenzte den Puck nach 5:08 gespielten Minuten über die Fanghand von David Rittich zum 1:0 in die kurze Ecke des Flames-Tores.
Bärtschi kehrte in eine vollkommen funktionstüchtige Canucks-Mannschaft zurück. Er feierte mit ihr den achten Sieg aus den vergangenen elf Spielen und kann nicht nur persönlich zuversichtlich in das neue Jahr starten.