Der Moment rückt immer näher.
Es ist nun schon zwölf Jahre her, dass NHL-Spieler zuletzt an den Olympischen Spielen teilgenommen haben, nämlich 2014 in Sotschi, und nun sind es weniger als einen Monat bis zu den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026.
Für viele Trainer und Spieler wird dies ihre erste Olympia-Erfahrung sein, auf die sie ihr ganzes Leben lang gewartet haben. Nachdem die Kader nun bekannt gegeben wurden, könnte man meinen, dass hinter den Kulissen der NHL-Saison viel kommuniziert wird, da so viel auf dem Spiel steht und so wenig Zeit zur Vorbereitung bleibt.
Aber Kanada und die Vereinigten Staaten – die beiden Teams, die von NHL-Trainern mit vollständigen NHL-Kadern angeführt werden – reden nicht viel miteinander, zumindest noch nicht.
Und in gewisser Weise sagt das viel aus.
Das zeigt, wie wichtig das 4 Nations Face-Off der letzten Saison war, wie hart umkämpft die NHL-Saison ist, wie wichtig es ist, in Mailand sofort voll durchzustarten, und wie wertvoll eine gute Chemie ist.
„Ich glaube nicht, dass wir viel Zeit haben, darüber zu reden“, sagte Jaccob Slavin, Verteidiger bei den Carolina Hurricanes, der für das Team USA spielen wird. „Wahrscheinlich wird es in den paar Wochen vor unserer Abreise etwas lebhafter werden. Aber im Moment geht es nur um logistische Dinge. Ich denke, es wird noch lebhafter werden. Aber im Moment sind die Jungs so auf ihre [NHL]-Mannschaft und ihre laufende Saison konzentriert.“
Vor dem 4 Nations Face-Off in der letzten Saison hatten NHL-Spieler seit der Eishockey-Weltmeisterschaft 2016 in Toronto nicht mehr an einem Best-of-Best-Turnier teilgenommen. Die Trainer und die Kernspieler der einzelnen Teams hatten zuvor noch nie zusammengearbeitet.
Der kanadische Trainer Jon Cooper und der US-Trainer Mike Sullivan baten die gegnerischen NHL-Trainer oft um Erlaubnis, mit den Spielern sprechen zu dürfen, wenn sie sich im Vorfeld des Turniers begegneten. Meistens wollten sie sich gegenseitig kennenlernen.
Nun, dieses Turnier ist vorbei. Kanada besiegte die Vereinigten Staaten am 20. Februar im Finale in Boston mit 3:2 nach Verlängerung.
Beide Teams hielten vor der Saison ein olympisches Orientierungscamp ab – Kanada in Calgary, die Vereinigten Staaten in der Gegend von Detroit. Von den 25 Spielern im olympischen Kader Kanadas waren 19 beim 4 Nations-Turnier dabei. Bei den USA sind es 21.
„Vor dem 4 Nations-Turnier habe ich alle Trainer im Voraus kontaktiert und gefragt: ‚Hey, stört es euch, wenn ich mit euren Jungs spreche?‘“, sagte Cooper. „Und alle waren super nett. Aber jetzt ist es anders. Jetzt kenne ich diese Jungs, ich habe sie trainiert, also schreibe ich ihnen einfach eine Textnachricht oder rufe sie an.“
























