Doch nicht immer ist es für ein Team der richtige Zeitpunkt für eine Unterbrechung. Im Spiel spricht man beim Eishockey oft von der Bedeutung des Momentums. Diese Energie die im Spiel ist, die ein Team über sich hinauswachsen lässt, scheinbar von Zauberhand für glückliche Abpraller, kuriose Tore und rundum erfolgreiche Aktionen sorgt, ist von unschätzbarem Wert. Das kann man auch auf einen größeren Maßstab übertragen, auf die aktuelle Form eines Teams, wenn die Mannschaft eine Siegesserie hinlegt und kaum zu schlagen scheint.
Diese Teams müssen aufpassen, dass sie sich durch so eine Pause nicht auf dem Rhythmus bringen lassen. Zwei dieser Teams sind derzeit die Washington Capitals und die San Jose Sharks. Die Sharks stehen ein Spiel vor der Pause mit sechs Siegen in Folge und acht Siegen aus den letzten zehn Spielen auf Platz eins der Pacific Division. Die Capitals verloren zwar ihr letztes Spiel, holten in den letzten zehn Spielen mit acht Siegen und einer Niederlage nach Verlängerung aber 17 von 20 möglichen Punkten und überholten damit die Columbus Blue Jackets an der Spitze der Metropolitan Division, trotz derer Rekordserie von 16 Siegen zwischen 29. November und 3. Januar. Damit stehen sie nicht nur auf Platz eins ihrer Division, sondern führen mit 70 Punkten die gesamte Liga an. Beide Teams, vor allem die Sharks, können aber auf viel Erfahrung in ihren Reihen zurückgreifen. Mit dieser Routine ihrer Führungsspieler, wie Joe Thornton und Patrik Marleau für die Sharks und Alex Ovechkin und T.J. Oshie bei den Capitals, stehen die Chancen aber gut, dass sie die Stimmung und den Schwung in der Mannschaft auch über die Pause halten können.
Andere Teams sind sicherlich froh um die Unterbrechung und werden die vier Tage nutzen, um durchzuatmen, sich zu erholen und ab 31. Januar einen Neustart zu versuchen. Die Carolina Hurricanes beispielsweise, hoffen eine Serie von derzeit vier Niederlagen beenden und erfolgreich in den Schlussspurt starten zu können, um im Kampf um die Wild Card noch ein Wort mitreden zu können. Dafür fehlen ihnen noch fünf Punkte auf die Philadelphia Flyers, die derzeit die zweite Wild Card halten. Ähnlich sieht es bei den Calgary Flames aus, die zuletzt ebenfalls vier Niederlagen einstecken mussten und damit aus den Playoffrängen gerutscht sind.