Alexander Blank

NHL.com/de präsentiert in der Serie Draft Watch 2022 die neuesten Nachrichten über den nächsten Draft-Jahrgang. In dieser Ausgabe: Wachsende Begeisterung für Krefelds Traumpaar.

Passend zum Valentinstag lohnt sich ein Blick auf ein Paar von Draft-Kandidaten aus der Organisation der Krefeld Pinguine, in das sich die Scouts der NHL im Laufe der Saison offenbar "verliebten". Die Rede ist von den beiden Stürmern Alexander Blank und Luca Hauf.
Praktisch aus dem Nichts, stürmten die beiden in die Herzen des Central Scouting Service. Während sie zu Beginn der Saison noch nicht mal auf dem Radar der Talentsucher waren, tauchten sie in den Mid-Term Rankings plötzlich überraschend weit oben auf. Blank landete in der Rangliste der internationalen Skater auf Platz 95, Hauf sogar auf dem 49. Platz. Kein Spieler aus dem deutschsprachigen Raum machte im Ansehen der Scouts einen größeren Sprung.
Dieses wachsende Ansehen verdiente sich der Sohn des langjährigen DEL- und Nationalspielers Boris Blank durch seine Leistungen im Verein und in der U20-Nationalmannschaft. Der 20-jährige Center bestritt bereits vor zwei Saisons seine ersten neun DEL-Spiele für die Iserlohn Roosters, ehe er zu seinem Heimatverein nach Krefeld zurückkam. Dort ist er bereits im zweiten Jahr Stammspieler. In seiner ersten Saison verbuchte er in 36 Spielen 13 Punkte (6 Tore, 7 Assists). Diese Saison kommt er in 32 Partien auf elf Punkte (4 Tore, 7 Assists).

blank roosters

Ein weiterer Grund für die verbesserte Ausgangsposition Blanks vor dem kommenden Draft ist sicherlich sein Auftritt bei der Juniorenweltmeisterschaft. Die deutsche Mannschaft bestritt bei dem Turnier im Dezember nur zwei Spiele, ehe es aufgrund der COVID-Situation abgebrochen wurde. Dort setzte es zum Auftakt eine knappe 1:3-Niederlage gegen Finnland, im zweiten Spiel gewann Deutschland nach Verlängerung mit 2:1 gegen Tschechien. Blank bereitete das einzige Tor gegen Finnland vor und erzielte beide Treffer gegen Tschechien. Dadurch war er der unbestrittene Star seiner Mannschaft in diesem Turnier und sorgte für Staunen unter den Scouts.
Mit gutem Überblick und hoher Spielintelligenz gesegnet, kann Blank als Vorbereiter agieren und den Angriff aufbauen, doch sein Torinstinkt lässt sich nicht leugnen. Ob im Konter, durch schöne Kombinationen, oder durch harte Arbeit vor dem Tor, er weiß, wie man den Puck über die Linie bringt.
Noch größer und vielleicht auch überraschender, ist der Schritt, den Hauf im Rennen um einen Platz im Draft machte. Er kann noch nicht die DEL-Statistiken seines Kollegen Blank vorweisen, ist allerdings auch noch zwei Jahre jünger. Am 11. Januar feierte er seinen 18. Geburtstag. Trotzdem durfte er bereits vergangene Saison zwei Mal DEL-Luft schnuppern und verbrachte die restliche Saison in Krefelds U23-Mannschaft, die in der Oberliga Nord aktiv ist. Dort überzeugte er mit 31 Punkten (14 Tore, 17 Assists) in 37 Spielen.
Diese Saison bestritt Hauf bereits zwölf Partien in der DEL, wo er allerdings weiterhin auf seinen ersten Punkt wartet. In der Oberliga ist er auf bestem Weg seine Statistik aus dem Vorjahr zu pulverisieren. In nur 23 Begegnungen punktete er schon 28 Mal (9 Tore, 19 Assists) und ist damit der drittbeste Scorer der Mannschaft. International vertrat er Deutschland in der U18-Mannschaft und kam dort auf einen Assist in sieben Spielen.
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Aufgrund von Haufs guter Bewertung im Mid-Term Ranking, verirrte sich Anfang des Monats sogar Teal Fowler, der ehemalige Trainer der Pinguine, in seiner jetzigen Funktion als Scout der Arizona Coyotes in die Oberliga. Er konnte jedoch nicht wie erhofft aus erster Hand Zeuge des Offensivtalents werden, da Hauf aufgrund einer Gehirnerschütterung ausfiel.
Trotz der ausbleibenden Punkte in der DEL darf Hauf sich berechtigte Hoffnungen auf den Draft machen, denn er bringt einige Qualitäten mit, die begehrt sind. Er ist vielseitig als Center und Außenstürmer einsetzbar und kann auf beiden Positionen unterschiedliche Rollen übernehmen, gilt wie Blank als intelligenter und überlegter Spieler mit Torinstinkt und begeistert seine Trainer mit seiner Arbeitshaltung und dem unbedingten Willen sich immer in allen Bereichen zu verbessern.
Das Paar aus Krefeld könnte sich als die Überraschung für das deutsche Eishockey im Draft erweisen und glänzt bereits jetzt als Aushängeschild für die Krefelder Nachwuchsarbeit.