swiss split

Roman Josi von den Nashville Predators, Nico Hischier von den New Jersey Devils und Timo Meier von den San Jose Sharks sind vorab ins Aufgebot der Schweiz für das olympische Eishockey-Turnier 2022 in Bejing berufen worden. Der Eishockey-Weltverband IIHF und die NHL/NHLPA hatten die Teilnehmerländer darum gebeten, bereits im Vorfeld drei NHL-Spieler zu benennen. Die kompletten Kader aller Teams werden im Januar bekanntgegeben. Während Josi bereits 2014 im Schweizer Olympia-Aufgebot stand, feiern Hischier und Meier in China ihr Debüt bei den Olympischen Spielen.

Mit Josi hat die Schweiz einen profilierten Führungsspieler und einen der offensivstärksten Verteidiger der NHL im Team stehen. Seit September 2017 führt er Nashville als Kapitän an. Die großen Stärken des 31 Jahre alten Berners sind seine Cleverness, Übersicht und Dynamik. Der exzellente Schlittschuhläufer schaltet sich immer wieder in den Angriff ein und entfacht dabei große Torgefahr. Körperkontakt sucht er dagegen eher selten, er löst seine Defensivaufgaben vielmehr durch gutes Stellungsspiel.
In den zurückliegenden zwei Spielzeiten war Josi mit 65 und 33 Punkten der teaminterne Topscorer der Predators. 2020 gewann er die Norris Trophy für den besten Verteidiger der NHL.
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Der Blueliner verfügt über eine Menge Erfahrung bei großen Turnieren im Bereich der Nationalmannschaft. Bei Olympia 2014 in Sotschi kam er in vier Spielen zum Einsatz. Darüber hinaus nahm er an acht Weltmeisterschaften im Seniorenbereich für die Schweiz teil. Alles in allem absolvierte er 54 Einsätze und sammelte 33 Punkte.
Dass die NHL die Zustimmung für die Teilnahme an den Olympischen Spielen erteilt hat, freut Josi ungemein. "Ich hatte ja das Privileg, in Sotschi zu spielen, was eine wirklich coole Erfahrung war. Wenn man für sein Heimatland spielen kann, macht das eine Olympiade noch spezieller. Es ist eine große Ehre, und ich bin wirklich froh, dass die NHL beschlossen hat, mitzumachen", sagte er bei der NHL/NHLPA Player Media Tour.

Top 5 Tore von Predators-Kapitän Roman Josi

Wie Josi ist auch Hischier bei seinem Team als Anführer gesetzt. Die Devils machten ihn im Februar 2021 zum Kapitän. Der 22 Jahre alte Center ist ein hervorragender Passgeber und Vorbereiter und ein Mann für entscheidende Tore. Darüber hinaus besitzt er herausragende Fähigkeiten im Powerplay.
Die NHL-Saison 2020/21 verlief für den Walliser allerdings wegen Krankheiten und Verletzungen alles andere als wunschgemäß. Er brachte es am Ende nur auf 21 Einsätze und elf Punkte (sechs Tore, fünf Assists).
Weil New Jersey die Stanley Cup Playoffs verpasste, konnte Hischier bei der IIHF WM 2021 in Lettland das Trikot der "Nati" überstreifen. In acht Auftritten gelangen ihm zwei Tore und vier Assists. Es war seine zweite WM-Teilnahme nach 2019 in der Slowakei. Bei diesem Turnier hatte er vier Tore und fünf Assists verbucht.
Devils-Trainer Lindy Ruff schätzt Hischier ganz besonders für sein Auftreten und seinen Einsatzwillen. "Für mich ist er ein echter Teamleader. Er versucht alles zu geben, damit die Mannschaft die Spiele gewinnt", sagte der Coach in der Vorbereitung auf die neue Saison über den Teamkapitän.
Meier, der Dritte im Bunde, zählt zu den besten Power Forwards der NHL. Der 25 Jahre alte Herisauer besticht durch seine Physis, seinen Instinkt und seinen Zug zum Tor. In jeden seiner vier vollen NHL-Saisons befand er sich unter den Top-4-Torjägern der Sharks. Seine bislang beste Spielzeit legte er 2018/19 hin, als er mit 66 Punkten (30 Tore, 36 Assists) sogar zum Topscorer in San Jose avancierte.
Zweimal war Meier bei einer Weltmeisterschaft für die Schweiz am Puck. In insgesamt 15 Partien kam er auf sechs Tore und sieben Assists.

5 für 5: Tolle 5 Tore aus Meiers 5. NHL-Saison

Lars Weibel, Director National Teams bei der Swiss Ice Hockey Federation (SIHF), äußerte sich wie folgt zur Nominierung des NHL-Trios: "Roman Josi, Nico Hischier und Timo Meier repräsentieren das Schweizer Eishockey auf internationaler Bühne durch ihre beeindruckenden Leistungen in der besten Liga der Welt auf hervorragende Art und Weise und verschaffen der Schweiz als Eishockey-Nation seit Jahren viel positive Aufmerksamkeit. Wir sind stolz und freuen uns, dass diese drei Spieler mit ihrem großen Commitment unser Land an den olympischen Spielen vertreten und zu den Leadern der Schweizer Nationalmannschaft gehören werden." Alle drei bereicherten das Team mit ihren spielerischen Qualitäten und starken Persönlichkeiten auf wie neben dem Eis enorm.