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Die NHL-Saison 2025/26 war voller Highlights, Action und spannender Spiele. NHL.com/de blickt auf die Spielzeit der besten Akteure aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zurück.

In dieser Ausgabe: Kevin Fiala von den Los Angeles Kings

Es hätte der Höhepunkt des Jahres werden sollen, doch es endete in Schmerz und Trauer: Ausgerechnet bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 zog sich Kevin Fiala einen Beinbruch zu, der das vorzeitige Saisonaus für den Schweizer Stürmer der Los Angeles Kings bedeutete.

In der zweiten Partie der Nati beim Olympischen Eishockeyturnier gegen Kanada (1:5) war bereits die Schlussphase angebrochen, als sich Fiala nach einem Check von Tom Wilson an der Bande mit seinem Gegenspieler verhakte, so dass beide aufs Eis fielen. Dabei brach sich der St. Galler den linken Unterschenkel. „So habe ich mir das Ende der Olympischen Spiele nicht vorgestellt“, bekannte der Stürmer zwei Tage nach dem Unglück in einem Instagram-Beitrag. Er bedankte sich für die vielen aufmunternden Nachrichten und die Unterstützung, die er bekam. Ein inniger Wunsch, den er in dem Post ebenfalls äußerte, ging nicht in Erfüllung. Die Mannschaft der Schweiz verpasste die angepeilte Olympia-Medaille durch eine 2:3-Niederlage gegen Finnland im Viertelfinale.

Schaut Euch Fialas schönste Tore der regulären Saison 2025/26 an

Fiala kam in glänzender Form nach Italien. Im Januar hatte er in seine beste Saisonphase in der Liga absolviert und es auf 13 Punkte (fünf Tore, acht Assists) aus 13 Einsätzen gebracht. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, mit denen er zur Nati stieß. Dort war für den Linksaußen eine wichtige Rolle vorgesehen. Er gehörte zu den vier Assistenzkapitänen, die zusammen mit Kapitän Roman Josi von den Nashville Predators die Führungsriege bilden sollten. Überraschend kam das nicht, schließlich gehörte Fiala mit 707 Spielen zu den erfahrensten NHL-Akteuren der Schweiz.

Für Fiala ging mit der Ernennung ein Traum in Erfüllung. „Darauf bin ich sehr stolz. Es ist für mich das erste Mal. Da fühle ich mich natürlich besonders geehrt“, ließ er über seine Nominierung als stellvertretender Spielführer des Nationalteams wissen. Umso bitterer, dass er bei Olympia nur zweimal das Trikot mit dem A auf der Brust überstreifen konnte.

Recht behalten sollte Fiala mit einer Prognose in Sachen Stanley Cup Playoffs, die er vor der Verletzungspause abgegeben hatte. „Ich erwarte, dass wir den Einzug schaffen, auch wenn es gerade in der Western Conference und der Pacific Division eng zugeht“, erklärte er. Zum Schluss standen die Kings tatsächlich über dem Strich. Mit einer Matchbilanz von 35-27-20 und 90 Punkten aus 82 Spielen sicherten sie sich die zweite Wildcard im Westen. In der Postseason schieden sie jedoch nach einem Sweep gegen die Colorado Avalanche gleich in der Auftaktrunde aus. Fünf Tore in den vier Duellen waren schlichtweg zu wenig, um den Favoriten aus Denver ein Bein zu stellen. Im Nachhinein ist es müßig, darüber zu sinnieren, ob die Kings mit Fiala mehr Torgefahr heraufbeschwört hätten.

Unmittelbar nach dessen Beinbruch hatte der Klub mitgeteilt, die Situation nach Ablauf der regulären Saison neu zu bewerten. Aber letztlich reichte Fiala die Zeit zur Rekonvaleszenz nicht, um noch mit den Kings ins Playoff-Geschehen eingreifen zu können. Gleiches galt für die Heim-WM mit der Schweiz.

NYR@LAK: Fiala klaut den Puck und trifft in seinem 700. NHL-Spiel

So blieb es bei den 56 Saisonbegegnungen, die der 30-Jährige bis zur Unterbrechung des Spielbetriebs in der NHL im Februar wegen der Olympiateilnahme bestritten hatte. Dabei gelangen ihm 40 Punkte (18 Tore, 22 Assists). In 33 Partien trat er als Scorer in Erscheinung, davon bei sieben Gelegenheiten doppelt. Zweimal im Saisonverlauf hatte der Linksschütze eine Torserie von drei Spielen zu verzeichnen. Ebenfalls zweimal gelang ihm der Siegtreffer. Im Powerplay verbuchte er 17 Zähler (vier Tore, 13 Assists).

Obwohl Fiala in der Endabrechnung etwas mehr als ein Viertel der möglichen Einsätze fehlte, belegte er in den teaminternen Rankings dennoch den ein oder anderen vorderen Platz. Seine 40 Punkte bedeuteten die vierte Position unter den Kings-Punktejägern. Die gleiche Stelle belegte er unter allen Stürmern des Teams bei der durchschnittlichen Eiszeit (19:07 Minuten). Sein Punkteschnitt von 0,71 reichte sogar für Rang drei in der Mannschaftswertung bezogen auf die Stammkräfte. Vor ihm lagen nur Artemi Panarin (1,04) und Adrian Kempe (0,90).

Fiala weiß, was es braucht, sich von einer schweren Verletzung zurückzukämpfen. Im April 2017 hatte er sich in einem Playoff-Spiel mit den Nashville Predators den linken Oberschenkel gebrochen. Zu Saisonbeginn im Oktober mischte er wieder voll mit. Darauf setzten jetzt auch die Kings.

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