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Österreich ist die Mannschaft der Stunde bei der IIHF Weltmeisterschaft 2026 in der Schweiz. Am Dienstag gelang dem Team in der Gruppe A der dritte Sieg vom Start weg. Im Anschluss feierte Ungarn einen eminent wichtigen Erfolg im Kellerduell gegen Großbritannien. In der Gruppe B sicherte sich Norwegen den zweiten Shutout in Folge und Außenseiter Slowenien bot eine beherzte Vorstellung gegen die Slowakei.

Das sind die Erkenntnisse des WM-Geschehens vom Dienstag, 19. Mai:

Österreich nicht zu stoppen

Drei Spiele, drei Siege. So lautet die Erfolgsbilanz von Österreich in der Gruppe A. Nach den zwei Erfolgen gegen Großbritannien (5:2) und Ungarn (4:2) ließ Team Austria ein 3:1 gegen Lettland folgen. Zuletzt hatten die Österreicher vor 27 Jahren bei einem WM-Turnier in drei Begegnungen in der regulären Spielzeit die Oberhand behalten.

Für die Tore von Österreich in der Swiss Life Arena in Zürich zeichneten Tim Harnisch (28.), Benjamin Nissner (45) im Powerplay und Vinzenz Rohrer (60.) aus der Organisation der Montreal Canadiens verantwortlich. Den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich markierte Rudolf Balcers. Für ihn war es bereits das vierte Turniertor, womit er das Ranking der Goalgetter derzeit anführt.

Mit den neun Punkten aus drei Spielen haben sich die Österreicher eine glänzende Ausgangsposition verschafft, um nach 2025 zum zweiten Mal in Folge ins Viertelfinale einzuziehen.

Viertelfinaltür für DEB-Auswahl öffnet sich einen Spalt

Durch den überraschenden Sieg von Österreich gegen Lettland hat sich für Deutschland die Tür zur Runde der letzten Acht wieder einen Spalt weiter geöffnet. Mit einem Erfolg nach regulärer Spielzeit wären die Balten von der DEB-Auswahl wohl nicht mehr einzuholen gewesen. Doch nun sind sie und die Österreicher für die deutsche Mannschaft noch in Schlagdistanz. Allerdings helfen Deutschland nur drei Siege gegen Ungarn, Österreich und Großbritannien und idealerweise ein wie auch immer gearteten Punktgewinn gegen die USA, um den Sprung ins Viertelfinale zu schaffen.

Bei Norwegen steht hinten weiter die Null

Norwegen hat zum zweiten Mal hintereinander einen Sieg ohne Gegentor eingefahren. Die Skandinavier gewannen in Gruppe B mit 4:0 gegen Italien. Zwei Tage zuvor hatten sie in der BFC Arena in Fribourg mit dem gleichen Ergebnis gegen Slowenien die Oberhand behalten. Bei beiden Shutouts stand Henrik Haukeland zwischen den Pfosten. Er parierte insgesamt 41 Schüsse in den zwei Partien.

Die Tore gegen die Italiener schossen Eskild Bakke Olsen (12.), Noah Steen (32.), Christian Kaasastul (39.) und Tinus Koblar (56.). Für Kaasastul war es bei seiner sechsten WM-Teilnahme der erste Treffer.

Nach zwei Siegen aus drei Spielen hat Norwegen beste Aussichten auf den Verbleib in der WM-Topgruppe. Wenn die Mannschaft sich weiter so stabil präsentiert, winkt unter Umständen sogar der erste Viertelfinaleinzug seit 2012. Allerdings warten jetzt mit Kanada, Schweden und Tschechien drei harte Brocken. Letzter Gruppengegner ist Dänemark.

Ungarn macht großen Schritt in Richtung Klassenerhalt

Ungarn hat mit einem 5:0 über Großbritannien in der Gruppe A in Zürich einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Die Partie gegen den Aufsteiger galt dafür als Schlüsselspiel. Die Briten erspielten sich in den ersten zwei Dritteln ein klares Chancenplus. 24:13 lautete das Torschussverhältnis zu ihren Gunsten. Doch die Tore fielen auf der anderen Seite.

Krisztian Nagy (3.), Doman Szongoth (19.) und Istvan Terbocs (24.) stellten den Zwischenstand für die äußerst effektiv auftretenden Ungarn auf 3:0. Im letzten Drittel machten Terbocs (54) und Nagy (55.) jeweils ihren Doppelpack perfekt. Torhüter Bence Balizs parierte 26 Schüsse und sicherte sich damit einen Shutout.

Durch den Sieg belegt Ungarn mit drei Zählern den sechsten Platz in der Gruppentabelle, vor Großbritannien und Deutschland sowie punktgleich mit Lettland und den USA.

Slowenien erweist sich als schwerer Gegner

Die Slowenen haben sich im Match gegen die Slowakei in der Gruppe B als zäher Gegner erwiesen. Sie holten mehrfach einen Rückstand auf und zogen am Ende nur knapp mit 4:5 n.P. den Kürzeren. Als Trost konnten sie zumindest einen Punkt mitnehmen. Dieser Zähler könnte sich in der Endabrechnung durchaus noch als wertvoll erweisen. Die Tore in der regulären Spielzeit für Slowenien markierten Ken Ograjensek (16.), Rok Ticar (22./60.) und Jan Drozag (38.). Für die Slowakei trafen Adam Liska (2.), Martin Chromiak (19.), Filip Mesar (26.) und Martin Fasko-Rudas (31.) ins Schwarze. Im Shootout behielten alle drei Schützen der Slowaken die Nerven, während die Slowenen zwei Sololäufe vergaben.

Die Ergebnisse vom Dienstag in der Übersicht:

Gruppe A

Lettland – Österreich 1:3

Ungarn – Großbritannien 5:0

Gruppe B

Italien – Norwegen 0:4

Slowenien – Slowakei 4:5 n.P.

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