Mit einer 2:7-Heimniederlage gegen die Toronto Maple Leafs hatten die Pittsburgh Penguins den Monat November beendet. Doch so negativ dieses Erlebnis gewesen sein mag, so positiv war für die Mannschaft von Trainer Dan Muse der Start in den Dezember. Hinter dem ersten Türchen verbarg sich ein 5:1-Auswärtssieg. Und das ausgerechnet in einer weiteren Auflage der Battle of Pennsylvania am Montag (Ortszeit) in der Xfinity Mobile Arena gegen die Philadelphia Flyers. Entscheidend dafür waren die Special Teams bei den Gästen und wieder einmal – Sidney Crosby.
Der Superstar der Penguins ist schon ein Phänomen. In dieser Spielzeit zeigt er, dass der alte Spruch von Fußballtrainer Otto Rehhagel immer noch Gültigkeit hat, wonach es keine alten oder jungen Spieler, sondern nur gute und schlechte gibt. Crosby gehört zweifellos zu der Kategorie sehr gute Spieler. Und das im für Eishockeyspieler schon fortgeschrittenen Alter von 38 Jahren. Nach der Partie in Philadelphia hat Crosby 18 Tore auf dem Konto, steht damit im Rennen um die Rocket Richard Trophäe des besten Torschützen auf Platz drei hinter Nathan MacKinnon (Colorado) und Morgan Geekie (Boston), die beide jeweils 20-mal trafen. „Ich glaube nicht, dass er jemals aufhören wird, uns ins Staunen zu versetzen. Er macht einfach weiter, arbeitet hart, will besser werden, will gewinnen. Dass er in der Lage war, solche Erfolge und trotzdem auch weiter diesen Antrieb zu haben, das sagt eigentlich alles über ihn als Mensch aus“, meinte Bryan Rust zur Leistung des Teamkollegen.
Jagd auf Lemieuxs Rekord
Dazu kam in diesem Fall noch, dass es mit Philadelphia gegen den absoluten Lieblingsgegner von Crosby ging. Denn immer, wenn die Duelle gegen den Lokalrivalen aus dem gleichen US-Bundesstaat anstehen, packt der Kanadier noch eine Schippe drauf. In seiner Karriere hat er mittlerweile 92-mal gegen Philadelphia gespielt. Seine Bilanz: 59 Tore, 78 Assists, 137 Scorerpunkte. In Sachen Tore und Punkte hat er die meisten in der NHL gegen die Flyers. „Er hat Spaß, wenn es gegen den Erzrivalen geht. Ich glaube, er genießt das“, sagte Rust weiter. „Ich weiß allerdings nicht, ob er das so offen sagen wird.“
Diesmal kamen für Crosby zwei Tore dazu. Im ersten Drittel brachte er die Gäste zunächst 1:0 in Führung (10.), als er einen Rebound verwertete. Im zweiten Drittel gelang ihm in Überzahl mit dem zwischenzeitlichen 2:1 (29.) auch noch das siegbringende Tor. Es war außerdem das 300. Auswärtstor in seiner Karriere. Crosby ist erst der 14. Spieler in der Geschichte der NHL, der diese Marke erreicht. Philadelphias Keeper Dan Vladar (22 Saves) ist der 167. Torwart, gegen den Crosby in seiner langen Karriere getroffen hat. In der Historie der NHL haben nur drei Spieler gegen mehr Goalies getroffen: Alex Ovechkin (186), Jaromir Jagr (178) und Patrick Marleau (177). Gleichzeitig geht für Crosby die Jagd nach den meisten Scorerpunkten im Trikot der Penguins weiter. 1716 hat er mittlerweile, noch sieben fehlen ihm, um Mario Lemieux einzuholen. Crosby hat nun in drei Spielen in Folge getroffen und hat sechs Scorerpunkte (5-1-6) während einer Serie von drei Partien, in denen er mindestens jeweils zwei Punkte gesammelt hat.





















