Die New York Islanders und ihr junger Offensivverteidiger Matthew Schaefer bleiben heiß. Am Sonntag rangen sie zu Hause in der UBS Arena die Florida Panthers nach einem anfänglichen 0:2-Rückstand noch mit 5:4 nieder. Schaefer steuerte einen Doppelpack und einen Assist zum Erfolg bei. Für die Vertretung aus Long Island war es der fünfte Triumph in Serie und der dritte Comeback-Sieg nacheinander. Vor dem amtierenden Stanley Cup Champion aus Sunrise hatten die Islanders bereits die Montreal Canadiens und die Columbus Blue Jackets mit 4:3 n.V. bezwungen, nachdem sie zuvor hinten lagen.
Schaefer zeichnete in der Endphase des ersten Drittels für den 1:2-Anschlusstreffer verantwortlich. Seine Direktabnahme aus dem rechten Bullykreis wurde mehrfach abgefälscht. Der Puck sprang schließlich an die Latte und vom Rücken von Floridas Torwart Sergei Bobrovsky über die Linie. „Ich versuche so oft wie möglich zwischen den Beinen der Spieler hindurchzuschießen“, beschrieb Schaefer die fragliche Szene. „Es klappt es nicht immer, aber ab und zu findet man eine Lücke. Manche Tore sind eben etwas wackelig und nicht so schön, wie mein dieses heute Abend. Aber ich nehme jeden Treffer mit.“
Im letzten Drittel sorgte der Islanders-Blueliner für die 4:3-Führung der Hausherren. Diesmal setzte er die Scheibe durch die Schoner von Bobrovsky in die Maschen. Damit machte er die 20 Tore in seiner Premierensaison voll. Schaefer ist erst der vierte Rookie-Verteidiger in der Geschichte der NHL, dem dieses Kunststück gelang. Er steht nun in einer Reihe mit Brian Leetch (23 Tore für die New York Rangers 1988/89), Barry Beck (22 für die Colorado Rockies 1977/78) und Dion Phaneuf (20 für die Calgary Flames 2005/06).
Doch damit nicht genug: Mit 18 Jahren und 177 Tagen avancierte Schaefer zum jüngsten Verteidiger und sechstjüngsten Feldspieler in der Historie der Liga, der 20 Treffer erzielte. Er ist außerdem hinter Craig Wolanin (18 Jahre, 135 Tage) und Doug Bodger (18 Jahre, 151 Tage) der drittjüngste Defensivspieler, der drei Scorerpunkte in einem Spiel verbuchte. Mit den drei Zählern gegen die Panthers stellte Schaefer eine persönliche NHL-Bestleistung auf. Gleiches galt für seine Plus-Minus-Bilanz von +4. Nach 61 Einsätzen sind 44 Punkte (20 Tore, 24 Assists) für ihn registriert. Damit belegt er in der Rookie-Scorerwertung den dritten Platz.
Einen Großteil seines Erfolges habe er seinen Mitspielern zu verdanken, betonte Schaefer. „Ohne diese Jungs hätte ich das nicht geschafft. Sie haben mir den Einstieg in die NHL so leicht gemacht. Sie haben mich herzlich aufgenommen, und es macht riesigen Spaß, mit ihnen zu spielen, die Chemie im Team zu entwickeln und diese über die gesamte Saison beizubehalten“, sagte er.






















