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NHL.com/de präsentiert in der Rubrik Rookie Watch aktuelle Themen rund um die diesjährigen Rookies. In dieser Ausgabe: Matthew Schaefer greift nach der Calder Trophy.

Die NHL startete nach der Pause für die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 am Mittwoch wieder in den Spielbetrieb und bereits am Donnerstag brach Rookie Matthew Schaefer einen weiteren Rekord. Der junge Verteidiger machte da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte und unterstrich auf beeindruckende Weise seinen Anspruch auf die Calder Trophy.

Schaefer überholt Legende

Die New York Islanders schienen in ihrer Partie gegen die Montreal Canadiens am Donnerstag etwas Zeit zu brauchen, um wieder zu ihrem Spiel zu finden. Nach 30 Minuten lagen sie mit 0:2 zurück, doch dann brachte der jüngste Spieler der NHL sie wieder ins Spiel.

Schaefer erzielte in der 38. Minute mit einem Powerplaytor den Anschluss und glich nur eine Minute später mit einem beeindruckenden Solo aus. Die Islanders gewannen das Spiel am Ende mit 4:3 nach Verlängerung.

NYI@MTL: Schaefer markiert gleich zwei Tore in unter einer Minute

Was das Spiel historisch machte, war aber nicht der Sieg der Islanders, sondern die Tatsache, dass es bereits die Saisontore Nummer 17 und 18 für Schaefer waren. Damit brach er den Rekord für die meisten Tore eines 18-jährigen Verteidigers in der NHL-Geschichte. Diesen Rekord hatte bis dahin die Legende Phil Housley gehalten. Housley ist ein Mitglied der Hockey Hall of Fame, bestritt 1495 Spiele und ist mit 1232 Punkten (338 Tore, 894 Assists) einer von nur acht Verteidigern, die jemals die Marke von 1000 Punkten knackten.

Die Jagd geht weiter

Housleys Rekord wird voraussichtlich nicht die letzte Bestmarke sein, die Schaefer in dieser Saison erreichen wird. Er erzielte bisher 18 Tore in 59 Spielen. Hält er dieses Tempo, würde er am Ende der Saison auf 25 Tore kommen. Der Bestwert für die meisten Tore eines Rookie-Verteidigers wird von Brian Leetch mit 23 Treffern gehalten. Leetch ist ebenfalls einer der Verteidiger, die in ihrer Karriere über 1000 Punkte erzielten.

Schaefer kann Housley noch einen weiteren Rekord abnehmen. Mit aktuell 41 Punkten ist er bis zum Saisonende auf Kurs zu 57 Punkten. Das ist genau Housleys Bestmarke für einen 18-jährigen Abwehrspieler.

PIT@NYI: Schaefer trifft bei nur noch 2,3 Sekunden im ersten Drittel

Bedeutung für die Islanders

Die Islanders verpassten die Stanley Cup Playoffs vergangene Saison deutlich um neun Punkte. Die Erwartungen für die neue Saison waren nicht besonders hoch und der Weg schien eher auf ein Entwicklungsjahr hinzudeuten, um sich besser für die Zukunft zu rüsten.

Dann gewannen die Islanders aber die Draft Lottery und wählten mit dem ersten Pick Schaefer. Dass er großes Talent hatte, stellte niemand in Frage. Doch die Rookie-Saison, die er nun liefert, dürften selbst die größten Optimisten der Organisation nicht erwartet haben.

Als 18-jähriger Rookie-Verteidiger ist Schaefer bereits einer der wichtigsten Spieler des Teams. Er ist der drittbeste Scorer hinter den beiden Stürmern Mathew Barzal und Bo Horvat und der zweitbeste Torjäger hinter Horvat.

Durch seine außergewöhnlichen Leistungen verhalf Schaefer den Islanders zu einem Platz in den Playoff-Rängen. Mit 71 Punkten in 59 Spielen (33-21-5) stehen sie auf dem dritten Platz der Metropolitan Division.

Nummer eins im Calder-Rennen

Im Kampf um die Auszeichnung für den besten Rookie der Saison hat Schaefer die Nase klar vorne. Das soll keine Kritik an Schaefers Konkurrenten sein, schlicht eine Anerkennung seiner außergewöhnlichen Rookie-Saison.

Die Stürmer Ivan Demidov und Beckett Sennecke spielen ebenfalls eine starke erste Saison. Demidov führt die Scorerliste der Rookies an. Er erzielte für die Montreal Canadiens 47 Punkte (zwölf Tore, 35 Assists). Sennecke gelangen bei den Anaheim Ducks 45 Punkte (19 Tore, 26 Assists), er ist der beste Rookie-Torjäger. Außerdem gibt es noch Torwart Jesper Wallstedt von den Minnesota Wild. Er ließ in den vergangenen Wochen nach, führte die Liga zwischenzeitlich aber mit der besten Fangquote an.

EDM@MTL: Demidov nutzt das Powerplay zum 1:0

Gegen Schaefers historische Leistungen kann man aber nur schwer ankommen. Wenn er sich nicht verletzt und keiner der anderen drei Kandidaten für den Rest der Saison nochmal deutlich über sich hinauswächst, scheint Schaefer die klare Wahl für die Calder Trophy 2026 zu sein.

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