Bedrohliche Situation für Panthers
Florida gewann in den vergangenen beiden Jahren den Stanley Cup und gehörte daher auch diese Saison wieder zu den Favoriten. Es lief von Beginn an nicht wie erhofft und die Panthers hinkten der Konkurrenz in der Eastern Conference die gesamte Zeit über hinterher.
Vor dem Spiel gegen die Sabres stand Buffalo mit 72 Punkten auf dem ersten Wildcard-Platz, die Boston Bruins mit 71 Punkten auf dem zweiten Wildcard-Platz. Die Panthers hatten 63 Punkte. Ein Sieg hätte den Rückstand auf die Playoff-Ränge auf sechs Zähler verringern können.
Dank der Niederlage überholten die Sabres die Montreal Canadiens, die nun mit 73 Punkten das erste Wildcard-Team sind. Die Bruins und Canadiens haben nicht nur acht und zehn Punkte Vorsprung auf die Panthers, sie haben auch noch ein Spiel mehr vor sich. Während der erhofften Aufholjagd müsste Florida außerdem noch die Philadelphia Flyers, Ottawa Senators, Columbus Blue Jackets und Washington Capitals überholen, die alle noch zwischen den Panthers und den Bruins liegen.
Die Qual in der Atlantic Division
Die Saison begann für die Panthers schon unter schlechten Vorzeichen. Sie mussten ohne Kapitän Aleksander Barkov und Starstürmer Tkachuk starten, die beide verletzt waren. Barkov bestritt diese Saison noch kein Spiel. Aktuell fehlen außerdem die Verteidiger Seth Jones und Dmitry Kulikov und die Angreifer Tomas Nosek, Jonah Gadjovich und Cole Schwindt.
Die Verletzungssorgen sind aber nicht allein der Grund dafür, dass sich die Panthers so schwer tun. Die Atlantic Division ist die am härtesten umkämpfte Division der Liga. Die besten fünf Teams der Division sind alle unter den besten zehn Mannschaften der NHL. Die Panthers und die Toronto Maple Leafs stehen punktgleich am Ende der Division, belegen aber ligaweit die Plätze 21 und 22 von 32.
Die Mannschaften, die in den vergangenen Jahren die besseren Teams der Atlantic Division waren, leiden darunter, dass ihre Konkurrenten einen Entwicklungssprung machten. Die Sabres, Detroit Red Wings und Montreal Canadiens waren alle drei im Neuaufbau, der nun offenbar Früchte trägt. Sie belegen die Plätze zwei bis vier der Atlantic Division, während die Red Wings und Sabres vergangene Saison noch die Playoffs verpassten.
„Letzte Saison hatten wir Momente, als wir in Führung lagen, aber das Spiel einfach nicht nach Hause fahren konnten“, erklärte Malenstyn die Entwicklung der Sabres. „Da hat man etwas Panik gesehen. Wir haben unser Spiel dann vom Training Camp über den ersten Teil der Saison langsam aufgebaut. Wir sind jetzt selbstbewusst und entspannt, wenn wir führen. Das kommt mit der Erfahrung.“
In dieser Division Boden gutzumachen, ist alles andere als einfach. Das macht den ohnehin ersatzgeschwächten Panthers das Leben schwer und könnte sie ihre Chance auf den Titel-Hattrick kosten. Wenn der Weg noch in die Playoffs führen soll, müssen die Panthers bald anfangen, Spiele zu gewinnen. Im nächsten Spiel wartet aber erneut ein Team im Aufschwung, wenn Florida am Sonntag bei den New York Islanders zu Gast ist. Es wird das erste von vier Auswärtsspielen hintereinander sein.
„Wenn man vier Auswärtsspiele in Folge hat, ist das erste Spiel so wichtig“, betonte Tkachuk. „Wenn du das verlierst, fühlt sich die Auswärtsserie sehr viel länger an. Auswärts will man nicht aufholen müssen. Leider brauchen wir nicht nur die Hälfte oder fünf von acht Punkten, sondern fast alle. Da sollten wir das erste Spiel besser gewinnen.“