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*Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.

In dieser Ausgabe: Die Analyse der Winnipeg Jets*

Die Winnipeg Jets hoffen auf eine Rückkehr zu alter Größe, nach einer gewaltigen Enttäuschung in der abgelaufenen Saison. 2024/25 hatten sie mit 116 Punkten (56-22-4) noch die Presidents' Trophy gewonnen. Nur ein Jahr später verpassten sie die Playoffs mit 82 Zählern (35-35-12) recht deutlich um acht Punkte.

Die Jets wollen nun beweisen, dass sie immer noch zur Elite der NHL gehören, doch es plagt sie eine gewaltige Sorge, die viel Einfluss auf den Verlauf der anstehenden Spielzeit haben wird. Connor Hellebuyck, einer der besten Torhüter seiner Generation und zweimaliger Gewinner der Vezina Trophy, bat im Sommer um einen Transfer.

Die wichtigsten Kaderveränderungen

Der wohl wichtigste Abgang war in diesem Sommer Eric Comrie. Er war hinter Hellebuyck der zweite Torhüter der Jets und unterschrieb als Free Agent bei den San Jose Sharks. Center Jonathan Toews beendete seine Karriere und Stürmer Gustav Nyquist und Verteidiger Colin Miller werden ebenfalls nicht zurückkehren.

General Manager Kevin Cheveldayoff sorgte aber für Ersatz. Im Tor holte er Stuart Skinner, der mit den Edmonton Oilers 2025 und 2024 immerhin das Stanley Cup Finale erreicht hatte. In der Abwehr kamen Mario Ferraro und Henry Thrun dazu, im Angriff Noah Gregor.

Stuart-Skinner

Ferraro war in den vergangenen Jahren einer der Führungsspieler in der Abwehr der Sharks. Er bringt 490 Spiele NHL-Erfahrung mit sich, in denen er 114 Punkte (24 Tore, 90 Assists) erzielte. Seine Stärke liegt allerdings in der Defensive.

Schlüsselspieler

Ob Hellebuyck weiterhin zu den Schlüsselspielern zählen wird, ist noch ungewiss. Ohne allzu namhafte Zu- und Abgänge werden die üblichen Verdächtigen viel Verantwortung übernehmen müssen. Im Angriff sind Mark Scheifele, Kyle Connor und Gabriel Vilardi die Schlüsselspieler. Scheifele war mit 103 Punkten (36 Tore, 67 Assists) der Topscorer der Jets, gefolgt von Connor mit 92 Punkten (39 Tore, 53 Assists) und Vilardi mit 69 Punkten (30 Tore, 39 Assists).

STL@WPG: Scheifele markiert per Rückhand das 2:0 der Jets

In der Abwehr ist Josh Morrissey der große Star der Mannschaft. Er erzielte vergangene Saison 55 Punkte (14 Tore, 41 Assists) und gehört seit 2022 zu den besten Offensivverteidigern der Liga.

Wichtig wird auch die Entwicklung der jungen Spieler sein. Winnipeg hofft auf einen weiteren Schritt der Stürmer Cole Perfetti, Brad Lambert und Isak Rosen, sowie von Verteidiger Elias Salomonsson.

Spieler aus dem DACH-Raum

Auch der Schweizer Angreifer Nino Niederreiter erlebte bei den Jets nicht seine beste Saison. Das lag aber zumindest teilweise daran, dass er 21 Spiele lang verletzungsbedingt ausfiel. In den restlichen 61 Partien sammelte er 19 Punkte (acht Tore, elf Assists). Der 33-Jährige geht in das letzte Jahr seines dreijährigen Vertrags für vier Millionen US-Dollar pro Jahr. Wenn er gesund ist, kann er sich mit einer guten Leistung für ein neues Arbeitspapier empfehlen.

Schau dir die besten Tore von Nino Niederreiter aus dieser Saison an

Stärken

Vergangene Saison suchte man vergeblich nach großen Stärken der Jets als Team. Offensive, Defensive und Special Teams waren alle deutlich in der unteren Hälfte der Liga. In der Spitze war aber weiterhin Qualität vorhanden. Scheifele und Connor hatten starke Saisons. Morrissey hatte nicht seine beste Saison, ist aber zweifellos ein hochkarätiger Offensivverteidiger. Die Abwehr scheint für die kommende Saison mit Morrissey, Ferraro, Neal Pionk, Dylan Demelo und Dylan Samberg gut besetzt und sollte sich besser schlagen als vergangene Saison.

Verbesserungspotenziale

Winnipeg hat mehrere Lücken im Kader. Sie sind in der Offensive dünn besetzt und sollte Hellebuyck das Team verlassen, muss auch ein neuer Torwart kommen. Skinner kann zwar als Nummer eins einspringen, wäre aber sicherlich keine Verbesserung im Vergleich zu Hellebuyck und dann würde den Jets eine Nummer zwei im Tor fehlen.

Vielversprechende Talente

Große Hoffnungen ruhen auf Viggo Bjorck, den Cheveldayoff im NHL Draft 2026 mit dem achten Pick in der ersten Runde wählte. Der kleingewachsene, aber kräftige Center (1,75 Meter, 82 Kilogramm) überzeugte vergangene Saison als technisch versierter Spielmacher für Djurgardens IF in Schwedens höchster Spielklasse SHL. Dort erzielte er in 42 Spielen 15 Punkte (sechs Tore, neun Assists). In den Playoffs legte er in drei Spielen noch ein Tor und zwei Assists nach. Er hat realistische Chancen, einen Platz im Kader zu ergattern.

Top-5-Tore der Jets in der Saison 2025/2026

Playoff-Chancen

Bleibt Hellebuyck, könnte er die Jets zusammen mit einer stabilen Abwehr zurück in die Playoffs bringen. Kommt der von ihm gewünschte Transfer aber, werden die Jets wohl in der schon fortgeschrittenen Offseason kaum einen gleichwertigen Ersatz finden. In diesem Fall scheint ihr Kader in der Offensive etwas zu lückenhaft, um in der starken Central Division weit vorne mitzuspielen.

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