Sturm meldete sich gestärkt zurück und erzielte sieben seiner elf Saisontore nach dieser kurzen Pause. Er wies nach, ein kompletter Zwei-Wege-Stürmer in der NHL zu sein. Wie hoch sein Stellenwert im State of Hockey inzwischen ist, wurde beim Expansion Draft noch einmal eindrucksvoll bestätigt, als ihn die Wild sogar vor dem Zugriff der Seattle Kraken schützten.
Der nächste Schritt in einer neuen Rolle
Nun will der Angreifer noch mehr Verantwortung übernehmen und auch eine neue Rolle bekleiden.
"Ich sehe mich nicht als reinen Arbeiter, sondern als jemand, der gute Hände hat, das Spiel eröffnen und Pässe geben kann. Das würde ich gerne in mein Spiel in dieser Saison mehr einbauen", so Sturm. "Ich möchte einfach den nächsten Schritt in die richtige Richtung machen, ein vollwertiger Spieler in der dritten Reihe werden, meine Eiszeit konstant ausbauen und meine Center-Position festigen. Ich habe davor ja auch viel als Linksaußen gespielt, sehe mich aber doch eher als Center. Mit meiner Größe und meinen Skating-Fähigkeiten bin ich genau dafür gemacht. Ich will jetzt gerne Verantwortung übernehmen, das habe ich auch dem Management und dem Trainer so signalisiert."
Management und Trainer haben in Minnesota längst einen Verjüngungsprozess eingeleitet. Von Routiniers, wie Verteidiger Ryan Suter (36, jetzt Dallas Stars) oder Stürmer Zach Parise (37, jetzt New York Islanders), hatten sich die Wild im Sommer via Buyout getrennt. Ihre Arbeit sollen jetzt die vielen jungen Spieler, wie die Verteidiger Mathew Dumba (28) und Jonas Brodin (27) oder die Stürmer Kaprizov (24), Joel Eriksson-Ek (24), Jordan Greenway (24), der Schweizer Kevin Fiala (25), womöglich auch das österreichische Top-Talent Marco Rossi (20) und eben der 26-jährige Sturm schultern.