020726 - oly best positions

Am 11. Februar beginnt das Eishockeyturnier bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026. Zwölf Nationalteams nehmen daran teil. Erstmals seit Sotchi 2014 sind wieder NHL-Spieler am Start. Nachfolgend eine Einschätzung von NHL.com/de, welches Team in einzelnen Kategorien die besten Vertreter stellt.

Beste Offensive: Kanada

Die Abteilung Attacke von Team Kanada hat das Potenzial, jeden Gegner bei Olympia schwindlig zu spielen. In der Offensive tummelt sich das Beste, was die NHL zu bieten hat. Als da wären: Connor McDavid von den Edmonton Oilers, Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins, Nathan MacKinnon von den Colorado Avalanche, Sam Reinhart, Sam Bennett und Brad Marchand von den Florida Panthers, Mitch Marner von den Vegas Golden Knights oder der aufstrebende Macklin Celebrini von den San Jose Sharks. Nicht zuletzt wegen der vielen Stars im Sturm ist Kanada der große Favorit auf die Goldmedaille.

Beste Defensive: Schweden

Mit Victor Hedman von den Tampa Bay Lightning und Erik Karlsson von den Pittsburgh Penguins hat Team Schweden zwei Norris-Trophy-Gewinner aus der NHL in seinen Reihen. Hinzu kommen mit Rasmus Dahlin von den Buffalo Sabres und Gustav Forsling von den Florida Panthers zwei der aktuell besten Zwei-Wege-Verteidiger der Liga. Forsling hat bei den letzten beiden Finalserien im Stanley Cup gezeigt, wie man einem Superstar wie McDavid in Schach hält. Das schwedische Defensivcorps ist nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Tiefe hervorragend besetzt. Akteure wie Hampus Lindholm von den Boston Bruins, Rasmus Andersson von den Vegas Golden Knights, Oliver Ekman-Larsson von den Toronto Maple Leafs und Philip Broberg von den St. Louis Blues sind defensiv äußerst zuverlässig und können jederzeit das Spiel nach vorne ankurbeln.

Bestes Torhütertrio: USA

Jeder der drei Torhüter im Kader von Team USA wäre bei einer anderen Nationalmannschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit die unumstrittene Nummer 1. Connor Hellebuyck von den Winnipeg Jets holte vorige Saison die Vezina Trophy als bester Schlussmann und die Hart Trophy als wertvollster

Spieler. Er gilt zwar als Favorit für den Startplatz, doch in Stein gemeißelt ist das aufgrund der Konkurrenzsituation keineswegs. Jake Oettinger von den Dallas Stars und Jeremy Swayman von den Bruins sind ebenfalls ausgewiesene Meister ihres Fachs und werden dementsprechend um Einsatzzeit zwischen den Pfosten kämpfen.

Bestes Powerplay: Kanada

Die Kanadier verfügen gleich über mehrere Varianten, mit denen sie der Konkurrenz in Überzahl das Fürchten lehren können. Eine denkbare Powerplay-Einheit wäre mit Colorados Cale Makar als Quarterback an der blauen Linie und davor mit den Stürmern McDavid, Crosby, MacKinnon und Reinhart. Als Alternative böte sich eine Formation mit Verteidiger Josh Morrissey von den Jets als Taktgeber sowie den Angreifern Mark Stone von den Golden Knights, Celebrini, Marner und Marchand an. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Beide Aufstellungen würden jedem Gegner enorme Schwierigkeiten bereiten.

COL@DET: MacKinnon erzielt sein zweites Tor in diesem Spiel

Bestes Penalty-Killing: Finnland

Ein starkes Penalty Killing bildete die Grundlage für die Erfolge von Team Finnland in jüngster Vergangenheit bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Das war auch bei ihrem Triumph 2022 in Peking der Fall. In Mailand haben sie wieder eine ganz Armada von Spielern im Kader, die den Kontrahenten in Unterzahl das Leben schwer machen dürften. Dazu zählen die Stürmer Anton Lundell und Eetu Luostarinen von den Panthers, Erik Haula von den Nashville Predators, oder Joel Armia von den Montreal Canadiens. Hinzu kommen körperlich präsente Verteidiger, wie Miro Heiskanen und Esa Lindell von den Dallas Stars oder Niko Mikkola von den Panthers. Die Vielzahl all dieser Rollenspieler machen deutlich, dass die Finnen trotz des verletzungsbedingten Fehlens von Floridas Angreifer Aleksander Barkov beim Penalty Killing aus dem Vollen schöpfen können. Zumal mit Juuse Saros von den Predators als letzter Mann noch ein exzellenter Goalie wartet.

Bester Trainerstab: Kanada

Was sich auf der Trainerbank der Kanadier versammelt, ist schlicht und ergreifend imposant. Das Kommando führt mit Chefcoach Jon Cooper ein zweifacher Stanley Cup Champion mit den Lightning. Ihm zur Seite stehen die Assistenten Bruce Cassidy, Peter DeBoer und Rick Tocchet. Cassidy gewann 2023 die Meisterschaft mit den Knights, bei denen er nach wie vor das Zepter schwingt. DeBoer vebrachte zuletzt drei erfolgreiche Saisons bei den Stars, die er im Juni 2025 trotz des dreifachen Einzugs ins Western Conference Finale verlassen musste. Tocchet wiederum sicherte sich 2024 nach einer herausragenden Saison mit den Vancouver Canucks als Coach des Jahres den Jack Adams Award. Mittlerweile hat er bei den Philadelphia Flyers das Sagen. Dieses Trainer-Quartett führte Kanada bereits beim 4 Nations Face-Off 2025 zum Sieg.

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