Vancouver Canucks v San Jose Sharks

In den kommenden Wochen werden in der NHL die individuellen Auszeichnungen für Spitzenleistungen in der zu Ende gegangenen regulären Saison 2025/26 an Spieler, Trainer und Funktionäre verliehen. Nachfolgend die von NHL.com/de prognostizierten Gewinner und Finalisten in den einzelnen Kategorien.

Hart Trophy – Wertvollster Spieler

Gewinner: Macklin Celebrini (San Jose Sharks)

Der erst 19 Jahre alte Celebrini legte eine herausragende Saison bei den Sharks hin. Mit 115 Punkten löste er Klublegende Joe Thornton als Rekordhalter für die meisten Scorerpunkte in einer Spielzeit ab. Dank Celebrini durfte sich San Jose bis kurz vor Schluss berechtigte Hoffnungen auf eine Wildcard für die Stanley Cup Playoffs in der Western Conference machen. Ein Blick auf die Scorerwertung zeigt, wie wertvoll Celebrini für die Sharks war. Sein Vorsprung auf den zweitplatzieren Will Smith (59) betrug sage und schreibe 56 Punkte.

Finalisten: Nathan MacKinnon (Colorado Avalanche), Connor McDavid (Edmonton Oilers)

SJS@WPG: Celebrini feiert Punkterekord

Norris Trophy – Bester Verteidiger

Gewinner: Zach Werenski (Columbus Blue Jackets)

Der Blueliner der Blue Jackets gehört seit Jahren zu den Besten seiner Branche. Diesmal könnte er für seine starken Darbietungen endlich mit dem Preis für den besten Verteidiger belohnt werden. Werenski verfehlte seine persönliche NHL-Bestleistung mit 81 Punkten in 75 Spielen nur um einen Zähler. Er gewann mit den USA die Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2026 und hielt seine Mannschaft bis zur letzten Saisonwoche im Rennen um einen Spot für die Playoffs.

Finalisten: Cale Makar (Colorado Avalanche), Quinn Hughes (Minnesota Wild)

Vezina Trophy – Bester Torhüter

Gewinner: Andrei Vasilevskiy (Tampa Bay Lightning)

Der 31-jährige Schlussmann zählte einmal mehr zu den Konstanten der Lightning. Mit 39 Siegen in 58 Spielen stand Vasilevskiy an der Spitze des ligaweiten Goalie-Rankings. Sein Gegentorschnitt von 2,31 unter allen Torleuten mit mindestens 30 Einsätzen bedeutete den zweiten Platz und seine Fangquote von 91,2 Prozent den geteilten dritten Rang. Bei 35 seiner 58 Starts erreichte er eine Save-Quote von mindestens 90 Prozent.

Finalisten: Ilya Sorokin (New York Islanders), Jeremy Swayman (Boston Bruins)

Selke Trophy – Defensivstärkster Stürmer

Gewinner: Nick Suzuki (Montreal Canadiens)

Als Zwei-Wege-Center war er die treibende Kraft bei den Canadiens. Suzuki brachte es in der Plus-Minus-Bilanz auf ein hervorragendes Rating von +37. Wenn er auf dem Eis ist, lässt Montreal deutlich weniger Schüsse und Torchancen zu. Er ist fester Bestandteil im Penalty Killing und spult viele Einsatzminuten gegen die gegnerischen Topreihen ab. Trotzdem gelingt es ihm, wesentliche Akzente in der Offensive zu setzten. Er schloss die Saison mit 101 Punkten (29 Tore, 72 Assists) in 82 Begegnungen ab.

Finalisten: Nico Hischier (New Jersey Devils), Sebastian Aho (Carolina Hurricanes)

MTL@CAR: Suzuki verwertet Caufields Vorarbeit

Calder Trophy – Bester Rookie

Gewinner: Matthew Schaefer (New York Islanders)

Die Entscheidung der Islanders, den hochtalentierten Defensivspieler als First-Overall-Pick beim NHL Draft 2025 auszuwählen, erwies sich als goldrichtig. Schaefer egalisierte mit 23 Toren den NHL-Rekord von Brian Leetch für Verteidiger-Neulinge und übertraf mit 59 Zählern die bisherige Topmarke von Phil Housley (57 in 1982/83) als punktbesten 18-jährigen Blueliner. Die 59 Punkte sind zudem die höchste Zahl aller Rookie-Verteidiger in der Historie der Islanders.

Finalisten: Ivan Demidov (Montreal Canadiens), Beckett Sennecke (Anaheim Ducks)

Lady Byng Trophy – Spielerisches Können und faires Verhalten

Gewinner: Anze Kopitar (Los Angeles Kings)

Seit vielen Jahren macht der Angreifer der Kings als tadelloser und erfolgreicher Sportsmann von sich reden. In der abgelaufenen Saison kassierte er in 67 Einsätzen lediglich zehn Strafminuten. Obwohl er von Verletzungspech geplagt war und seine Scoring-Ausbeute deshalb mit 38 Punkten geringer ausfiel als in den Jahren davor, gehörte er vor allem in der Endphase zu den treibenden Kräften der Kings. Er trug sein Scherflein dazu bei, dass sie doch noch das Ticket für die Playoffs lösten.

Finalisten: Sam Reinhart (Florida Panthers), Jack Eichel (Vegas Golden Knights)

LAK@NJD: Kopitar überholt Marcel Dionne mit seinem 1308. Punkt

Jack Adams Award – Bester Trainer

Gewinner: Lindy Ruff (Buffalo Sabres)

Der 64 Jahre alte Coach sorgte in Buffalo für das Ende einer langen Durststrecke. Erstmals seit 2011 nehmen die Sabres in diesem Jahr wieder an den Playoffs teil. Die 14 vergeblichen Anläufe davor bedeuteten ligaweit die längste bestehende Negativserie. Für Ruff schloss sich mit dem Erfolg auch persönlich der Kreis. Denn bei der letzten Postseason-Teilnahme der Sabres gab er ebenfalls als verantwortlicher Mann auf der Trainerbank die Kommandos.
Finalisten: Joel Quenneville (Anaheim Ducks), Marco Sturm (Boston Bruins)

Jim Gregory General Manager of the Year Award – Bester GM

Gewinner: Eric Tulsky (Carolina Hurricanes)

Die Hurricanes mögen nicht den Glamour verbreiten wie andere Franchises, dennoch wird dort hervorragende Arbeit geleistet. Daran wiederum hat der seit zwei Jahren amtierende General Manager Tulsky großen Anteil. Durch seine kluge Personalpolitik sorgte er dafür, dass die Hurricanes in der Eastern Conference mit 113 Punkten als Erste über die Ziellinie gingen und deshalb als einer der heißen Favoriten für den Stanley Cup gehandelt werden.
Finalisten: Don Waddell (Columbus Blue Jackets), Bill Armstrong (Utah Mammoth)

Trade Deadline Media Availability: Eric Tulsky

Zwei Trophäen bereits vergeben

Zwei Trophäen sind bereits vergeben. Connor McDavid (Edmonton Oilers) sicherte sich mit 138 Punkten die Art Ross Trophy als erfolgreichster Scorer der Saison 2025/26 und Nathan MacKinnon (Colorado Avalanche) gewann mit 53 Treffen die Maurice „Rocket“ Richard Trophy als bester Torschütze.

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