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Islanders scheitern an Hurricanes-Backup

New York kann nach der Verletzung von Carolina Schlussmann Mrazek nicht gegen Backup McElhinney treffen

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Das zweite Duell der zweiten Runde der Eastern Conference in den Stanley Cup Playoffs zwischen den New York Islanders und den Carolina Hurricanes endete 2:1 für die Gäste aus Carolina. Die Hurricanes gewannen damit mit einer weiteren starken Defensivleistung auch das zweite Spiel der Serie und konnten beide Auswärtspartien für sich entscheiden. Wermutstropfen beim Sieg der Hurricanes war die Verletzung von Torhüter Petr Mrazek.

Mrazek war der Matchwinner in der ersten Partie der Serie, als er alle 31 auf ihn abgegebenen Schüsse parierte. Auch in der zweiten Begegnung musste er bis zu seinem verletzungsbedingten Ausscheiden nur einmal hinter sich greifen. Mathew Barzal passte im Powerplay von der Grundlinie und traf dabei die Kelle von Carolina-Verteidiger Jaccob Slavin, von wo der Puck ins Tor abgefälscht wurde. Mrazek war ohne Chance. Einen weiteren Treffer konnten die Islanders nicht verbuchen und der tschechische Schlussmann parierte alle weiteren Abschlüsse.

 

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Nach 6:27 gespielten Minuten im zweiten Abschnitt kam der Schock für die Hurricanes. Mrazek musste mit einer Unterkörperverletzung sein Gehäuse räumen. Es schien so, als ob er sich bei einer Parade gegen Leo Komerov, 4:20 Minuten zuvor, verletzt hatte. Ersetzt wurde Mrazek durch Curtis McElhinney, der in den vergangenen 22 Tagen nicht aktiv war. Hurricanes-Trainer Rod Brind'Amour war nicht besorgt darüber seinen Backup einsetzen zu müssen: "Er war das gesamte Jahr klasse, also gab es kein 'Oh nein, jetzt müssen wir den reinbringen'. Es war mehr ein 'wir fallen hier wie die Fliegen und jetzt ist auch noch unser Torwart verletzt'. Ich war natürlich begeistert, dass (McElhinney) da war und ablieferte."

Der Ersatzkeeper wurde von den Islanders ordentlich unter Beschuss genommen. Auf die zehn Abschlüsse gegen Mrazek folgten 17 gegen McElhinney. Der 35-jährige Goalie parierte alle Schüsse, die auf ihn. McElhinney wusste beim Blick auf Mrazek, dass nun die Zeit für ihn gekommen war: "Ich sah ihn und mir war klar, dass etwas nicht stimmte, also wusste ich, dass ich zu diesem Zeitpunkt da rein musste. Du nimmst einfach deinen Helm und los geht's. Ohne viel Training einzuspringen hat seine Herausforderungen, aber es hat sich ziemlich gut angefühlt reinzukommen."

Mit zehn Paraden noch im zweiten Drittel bewies McElhinney schnell, dass er ein ebenbürtiger Ersatz für Mrazek sein kann. Seine Vorderleute gewannen mit jedem Save weiter an Vertrauen und konnten so auch den Blick weiter in Richtung Angriff legen. Zu Beginn des Schlussabschnitts trafen Warren Foegele und Nino Niederreiter binnen 48 Sekunden und drehten die Partie.

Die Hurricanes und McElhinney waren sich bewusst, dass sie diesen Vorsprung über die Zeit bringen konnten und so war Foegele auch nicht überrascht, dass die Verletzung von Mrazek keinen Bruch in der Mannschaft verursachte: "Ich bin über unser Spiel nicht wirklich überrascht, denn wir haben die gesamte zweite Hälfte der Saison Playoff-Eishockey gespielt. Das ist eine sehr widerstandsfähige Gruppe und wir haben jedes Spiel Verletzte, aber es springt immer jemand ein, egal ob mit geblockten Schüssen oder anders." Neben Mrazek verloren die Hurricanes auch Trevor van Riemsdyk und Saku Maenalanen (beide Oberkörper) durch Verletzungen. Niederreiter wusste jedoch, wie auch das restliche Team, dass "wir den Gameplan weiter verfolgen und Pucks auf Tor bringen müssen".

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Die Hurricanes vertrauten auf ihre Mannschaftsleistung und wurden durch McElhinney, in seinem erst dritten Karriere-Playoff-Match, getragen. Das Vertrauen seiner Teamkollegen in ihn und zuvor Mrazek ist der Schlüssel Carolinas zum Erfolg. Das sieht auch Slavin so: "Wir haben viel Vertrauen. Wir wissen alle, dass unser Nebenmann alles geben wird und weiterkämpfen wird. Das waren wir das gesamte Jahr, ein hart arbeitendes Team. Hoffentlich können wir das aufrechterhalten." Entscheidend wird hierbei auch die Torhüterleistung sein, doch mit McElhinney als Ersatz müssen sich die Hurricanes auf dieser Position scheinbar nicht sorgen.

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