Unglaubliches Traumtor von Fiala
Den Anfang machte Joel Eriksson-Ek im Powerplay, der mit der Präzision eines Chirurgen den Puck vom linken Bullykreis zum 1:0 in den rechten Winkel jagte (5.). Kurz darauf parkte Marcus Foligno seinen großen Körper vor dem gegnerischen Tor und fälschte einen Schuss von Merrill gekonnt zum 2:0 ab (10.). Durch einen Puckverlust aber kamen die Coyotes noch im ersten Durchgang zum Anschlusstreffer: Andrew Ladd vollendete seinen Alleingang zum 1:2 (15.).
In einem dominanten zweiten Abschnitt (11:5 Schüsse) ließ Minnesota keinen Zweifel mehr an seiner teils drückenden Überlegenheit aufkommen. Ein regelrechtes Kunststück führte Fiala beim 3:1 vor: Der 25-jährige Stürmer nahm die Scheibe im Fahren aus der Luft mit der Rückhand ab und lenkte diese mit herausragender Hand-Augen-Koordination artistisch in den kurzen Knick (23.). "Das war Glück", sagte Fiala, in dessen Gesicht beim Torjubel sich die Überraschung über dieses Traumtor sichtbar abzeichnete. "Es war einfach eine schnelle Reaktion. Instinkt! Ich habe gesehen, dass der Puck beim Pass nach oben abgefälscht wurde und habe einfach nur versucht, ihn aufs Tor zu bringen. Zum Glück ist er reingegangen. Das war kein normaler Treffer. Ich war selbst ein bisschen beindruckt. Das war vielleicht eines der schönsten Tore, die ich je erzielt habe."
Für Fiala war es der zweite Saisontreffer - zuletzt traf der Stürmer im allerersten Saisonspiel. "Das ist schon eine Weile her", lachte Fiala. "Es fühlt sich gut an, aber ich hätte auch heute mehr Tore schießen können."
Kaprizov: 30. NHL-Tor bedeutet Franchise-Rekord
36 Sekunden später schaltete sich Verteidiger Dmitry Kulikov mit nach vorne ein, wurde zwischen den Bullypunkten angespielt, guckte sich Torwart Karel Vejmelka in Ruhe aus und vollendete zum 4:1 (24.). Dann passten sich im Powerplay Zuccarello und Kaprizov hinter dem Tor den Puck zu. Kaprizov erkannte, dass Vejmelka nicht schnell genug von Pfosten zu Pfosten kam und drückte die Scheibe zum 5:1 ins Torwarteck (39.). Der Russe ist damit der erste Spieler in der Franchise-Geschichte der Wild, der die Marke von 30 Treffern in gerade einmal 67 Spielen erreichen konnte. Minnesota war mit diesem Tor außerdem 2/3 in Überzahl und sorgte für einen vorzeitigen Feierabend von Vejmelka (17 Saves, 77,3 Prozent Fangquote), der für Scott Wedgewood (acht Saves) ausgewechselt wurde.
Im Schlussdrittel betrieb Shayne Gostisbehere noch ein wenig Ergebniskosmetik und traf zum 2:5 für Arizona (48.). Minnesotas Goalie Kaapo Kahkonen stoppte 24 von 26 Schüssen (92,3 Prozent Fangquote) - darunter auch ein toller Save in Unterzahl, als er einen Breakaway von Coyotes-Stürmer Lawson Crouse mit der Fanghand entschärfte (39.).