Nino Niederreiter 102526

An jedem Sonntag der regulären Saison 2026/27 wirft NHL.com/de einen Blick auf anstehende und erreichte Meilensteine von Spielern, Trainern und Funktionären in der Liga.

In dieser Ausgabe: Niederreiter vor historischem Jubiläum

Die NHL blickt an diesem Sonntag (7 p.m. ET; Mo. 0 Uhr MEZ) auf ein besonderes Freiluftspiel: Beim Tim Hortons NHL Heritage Classic 2026 treffen die Winnipeg Jets und die Montreal Canadiens unter freiem Himmel aufeinander. Dabei stehen nicht nur die ungewöhnlichen Bedingungen und die Atmosphäre im Mittelpunkt. Vor allem für den Schweizer Nino Niederreiter bietet sich die Chance auf einen persönlichen Meilenstein. Auch weitere Spieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz könnten in den kommenden Tagen wichtige Marken erreichen. Während Moritz Seider, Tim Stützle und Leon Draisaitl ihre persönlichen Statistiken weiter ausbauen wollen, stehen in der Liga auch international beachtete Rekordjagden an.

Niederreiter vor seinem 500. NHL-Punkt

Für Nino Niederreiter könnte das Heritage Classic zu einem Höhepunkt seiner bisherigen NHL-Karriere werden. Der Schweizer Angreifer der Jets steht schon seit Februar bei 499 Scorerpunkten aus inzwischen 1037 NHL-Spielen. Mit einem weiteren Tor oder einer Vorlage würde der 34-Jährige als erst dritter Schweizer die Marke von 500 Punkten in der besten Eishockeyliga der Welt erreichen. „Das wäre unglaublich. Ich werde alles versuchen, damit es morgen passiert. Ich durchlebe momentan eine kleine Durststrecke. Gleichzeitig möchte ich dieses gesamte Erlebnis genießen. Es spielt keine entscheidende Rolle, ob der 500. Punkt morgen fällt oder nicht. Natürlich beschäftigt mich diese Marke, und ich möchte sie unbedingt erreichen. Sollte es morgen Abend passieren, wäre das fantastisch“, erklärte er dazu am Samstag gegenüber NHL.com/de. 

Bislang haben lediglich zwei Landsleute diese Schwelle überschritten. Niederreiter könnte damit seine Position unter den erfolgreichsten Schweizer NHL-Spielern weiter festigen. Das Freiluftspiel gegen Montreal bietet dafür eine sehr reizvolle Bühne.

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Die Geschichte der NHL-Outdoor-Spiele spricht für einen möglichen besonderen Auftritt des Stürmers. Niederreiter erzielte bei seinem bislang einzigen NHL-Freiluftspiel im Jahr 2016 für Minnesota zwei Scorerpunkte. Mit einem weiteren Punkt könnte er Roman Josi überholen und mit Nico Hischier gleichziehen, der in Outdoor-Spielen bislang drei Punkte gesammelt hat. Niederreiter könnte damit gemeinsam mit Hischier zum erfolgreichsten Schweizer in dieser NHL-Kategorie aufsteigen.

Zudem könnte er sich erneut als Spieler erweisen, der unter freiem Himmel hervorragend zurechtkommt. Gemeinsam mit Alexandre Texier gehört er zu den wenigen europäischen Akteuren der beiden Mannschaften, die bereits Erfahrung mit einem NHL-Outdoor-Spiel gesammelt haben.

Seider und Stützle vor deutschen Bestmarken

Aus deutscher Sicht stehen ebenso interessante Meilensteine bevor. Moritz Seider von den Detroit Red Wings benötigt lediglich eine Vorlage, um mit Dennis Seidenberg (207 Assists) auf Rang drei der deutschen NHL-Verteidiger gleichzuziehen.

Der Abwehrspieler hat sich in Detroit längst als zentraler Leistungsträger etabliert. Seine Bedeutung für das Spiel der Red Wings zeigt sich nicht allein in seiner Defensivleistung, sondern auch in seiner Fähigkeit, Angriffe einzuleiten und offensiv Akzente zu setzen. Ein weiterer Assist wäre ein zusätzlicher Beleg für seine kontinuierliche Entwicklung.

Tim Stützle von den Ottawa Senators steht ebenfalls vor einer besonderen Marke. Der Angreifer benötigt nur noch ein Powerplay-Tor, um Jochen Hecht zu überholen und allein den dritten Platz unter den deutschen NHL-Spielern in dieser Kategorie einzunehmen. Beide rangieren hierbei aktuell bei 38 Powerplay-Toren. Stützle hat in der laufenden Saison bereits acht Tore und acht Assists gesammelt und damit einen überzeugenden Start hingelegt.

NYR@OTT: Stützle schließt schönen Spielzug zum 2:0 ab

Leon Draisaitl hat unterdessen einen weiteren Schritt in der Geschichte der Edmonton Oilers gemacht. Der deutsche Stürmer hat in dieser Woche durch ein weiteres Zwei-Tore-Spiel gegen die Toronto Maple Leafs am Samstag inzwischen Glenn Anderson (77 zu 76) überholt und belegt allein Rang drei in dieser Kategorie in der Oilers-Geschichte hinter Wayne Gretzky (137) und Jari Kurri (104).

McDavid und Kucherov schreiben NHL-Geschichte

Während die DACH-Spieler ihre nächsten Meilensteine anvisieren, sorgt Connor McDavid weiter für außergewöhnliche Zahlen. Der Kapitän der Edmonton Oilers kam in den ersten elf Saisonspielen auf acht Tore und 25 Vorlagen. Mit insgesamt 33 Punkten führt er die Scorerliste der Liga an. Bemerkenswert ist, dass er die Marke von 20 Assists bereits nach neun Begegnungen erreichte – schneller als jeder Spieler vor ihm in der NHL-Geschichte.

Nikita Kucherov von den Tampa Bay Lightning hat ebenfalls Geschichte geschrieben. Mit seinem 1138. Karrierepunkt überholte er am Samstag Steven Stamkos und ist nun alleiniger Rekordhalter der Lightning.

TBL@UTA: Kucherov bricht mit seinem 1138. Punkt den Franchise-Rekord der Lightning

Bei den Washington Capitals steht Alex Ovechkin derweil vor einer weiteren Bestmarke. Nach seiner jüngsten Vorlage beim 4:2-Erfolg gegen die New Jersey Devils am vergangenen Samstag (17. Oktober) kommt der Routinier auf 761 Assists für Washington. Ein weiterer Assist würde ihn mit Nicklas Backstrom gleichziehen lassen, der bislang mit 762 Vorlagen den Franchise-Rekord hält.

Weitere Europäer vor besonderen Marken

Auch andere europäische NHL-Stars könnten in den kommenden Tagen Geschichte schreiben. Dem Schweizer Nico Hischier fehlen mit 495 Zählern nur noch fünf Punkte bis zur Marke von 500 NHL-Scorerpunkten.

Torhüter Sergei Bobrovsky steht ebenfalls vor einem bedeutenden Erfolg. Mit seinem nächsten Sieg könnte der Schlussmann der Maple Leafs Henrik Lundqvist überholen. Beide stehen aktuell bei 459 NHL-Siegen – der Bestwert für einen außerhalb Nordamerikas geborenen Torhüter.

Die kommenden Tage versprechen damit erneut zahlreiche Geschichten, die weit über einzelne Spiele hinausreichen. Beim Heritage Classic könnte Niederreiter den nächsten großen Meilenstein für das Schweizer Eishockey setzen. Gleichzeitig haben Seider, Stützle und Draisaitl die Chance, ihre Position in den NHL-Geschichtsbüchern weiter zu verbessern.

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