Natürlich war Alex Tuch das Top-Thema beim 4:3-Sieg n.V. der Washington Capitals gegen die Buffalo Sabres am Samstagabend in der Capital One Arena. Der Power Forward war in der Sommerpause von Buffalo nach Washington gewechselt und spielte im ersten Wiedersehen seit dem „Sign-and-Trade“ direkt die Hauptrolle: In einem für ihn hochemotionalen Spiel schnürte ausgerechnet der 30-jährige US-Amerikaner einen Doppelpack, darunter der Siegtreffer in der Overtime.
Kein Spiel wie jedes andere
„Es war verrückt: Ich war nervöser, als ich es gedacht habe“, räumte Tuch ein. „Diese Jungs liegen mir sehr am Herzen.“
Gemeint waren die Sabres, für die Tuch zwischen 2021 und 2026 fünf Jahre die Schlittschuhe geschnürt hatte. Zweifelsohne ist dort eine Verbindung entstanden, die auch nach dem Wechsel Bestand hat. Immerhin hatte Tuch in Buffalo eine Playoff-Durststrecke von 14 Jahren beendet und war mit den Sabres bis in die Zweite Runde vorgedrungen (3:4 gegen die Montreal Canadiens).
„Ich habe es geliebt, für die Sabres zu spielen, und das weiß auch jeder“, so Tuch. „Alle Jungs wiederzusehen war wirklich cool. Beim Warm-up habe ich nicht allzu häufig rübergeschaut, denn ich wollte gut reinkommen. Wenn du ihnen dann im Spiel auf dem Eis begegnest, dann ist es schwer, denn du musst in die Zweikämpfe gehen und stehst auch mal neben ihnen, da musst du dann schon ein paar Worte sagen. Es hat viel Spaß gemacht.“
Tuch wurde im NHL Draft 2014 in der 1. Runde an 18. Stelle von den Minnesota Wild gedraftet, für die er in der Saison 2016/17 debütierte. Es folgten vier Jahre bei den Vegas Golden Knights (2017-2021), ehe er buchstäblich nach Hause kam: Tuchs Geburtsort Syracuse im Bundesstaat New York liegt gerade einmal 222 Kilometer Luftlinie von Buffalo entfernt.
„Die Jungs wussten, wie sehr er gegen sein altes Team gut spielen wollte. Und auch für die Medien und das Fernsehen, denn natürlich wird dieses Spiel in der Heimat gezeigt“, sagte Capitals-Trainer Spencer Carbery. „Es gibt viele Emotionen in so einem Spiel, denn du spielst gegen Jungs, mit denen du vor sechs Monaten noch gemeinsam Schulter an Schulter wie Brüder in den Playoffs gekämpft hast. Ich bin stolz auf ihn - genauso wie alle anderen Spieler bei uns auch.“
Ausgerechnet Tuch gelingt der Siegtreffer
Unter diesen Voraussetzungen hätte man einem Hollywood-Autor Übertreibung und Kitsch unterstellt, würde dieser dem Hauptdarsteller in diesem Plot auch noch einen Siegtreffer zuschreiben. Doch genau das passierte an jenem Samstagabend in Washington.






















