Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Colorado Avalanche und den Tampa Bay Lightning

Nach nur einem Sieg aus ihren vergangenen vier Partien und zwei Niederlagen am Stück befinden sich die Colorado Avalanche wieder in der Spur. Am Freitag fuhren sie in der heimischen Ball Arena einen 6:3-Sieg gegen die Tampa Bay Lightning ein, die mit der Empfehlung von drei Siegen in Folge als Tabellenzweiter der Atlantic Division nach Denver angereist waren. 

Verlassen konnten sich die Avalanche zum wiederholten Mal auf Nathan MacKinnon, der an vier ihrer sechs Treffer beteiligt war. Der 31-jährige Center bereitete die Tore zum 1:0 und 2:0 von Devon Toews und von Nazem Kadri zur frühen Führung im ersten Drittel mit vor und hatte im Mittelabschnitt von hinter dem Tor ein Auge für Artturi Lehkonen, der per Onetimer zum 4:1 einnetzte.

Seinen 4-Punkte-Abend komplett machte MacKinnon, indem er den Treffer zum 5:2-Zwischenstand in der Anfangsphase des dritten Drittels selbst erzielte. Diesmal war es Lehkonen, der in der neutralen Zone MacKinnon auf die Reise schickte. Er nutzte seine Schnelligkeit aus, um sich Raum zu verschaffen und überwand mit einem Handgelenkschuss von knapp innerhalb des linken Kreises Tampa Bays Schlussmann Andrei Vasilevskiy.

MacKinnon gelangen zum 45. Mal in seiner NHL-Karriere drei Vorlagen in einer Partie, und er teilt sich nun in dieser Kategorie der ewigen Bestenliste des Klubs den dritten Platz mit Joe Sakic hinter Peter Stastny (47) und Peter Forsberg (46).

Trainer Jared Bednar hatte angedeutet, dass MacKinnon in letzter Zeit etwas erschöpft gewirkt habe. Bei diesem Sieg bezeichnete er den aufdrehenden MacKinnon, der vor seinem Durchbruch in zwei aufeinanderfolgenden Spielen ohne Punkt geblieben war, als „phänomenal“.

TBL@COL: MacKinnon lässt es einfach aussehen

„Er ist voller Energie, findet den Mitspieler hervorragend und bewegt sich zur rechten Zeit in die richtige Position. Das ist rundum gut“, fand der Übungsleiter lobende Worte für MacKinnon.

MacKinnon durchbrach die 1300-Punkte-Marke und schraubte sein Konto auf 1302 Scorerpunkte (489 Tore, 813 Assists) in 961 Spielen der regulären Saison und 108 Partien der Stanley Cup Playoffs. Die einzigen aktiven Spieler, die in weniger Spielen 1300 Punkte erreicht haben, sind Edmonton Oilers Kapitän Connor McDavid (in 847 Spielen), Pittsburgh Penguins Kapitän Sidney Crosby (in 1023 Spielen) und Nikita Kucherov von den Lightning (in 1035 Spielen).

Bednar war nicht nur mit MacKinnons Leistung äußerst zufrieden, sondern auch mit der Vorstellung des gesamten Teams, obwohl eine Serie von sechs Penalty-Killing-Situationen in Folge den Spielfluss unterbrochen hatte und die Erholungsphase der Spieler reduzierte. Ihm gefiel, wie sie damit umgingen.

„Wir haben uns im zweiten Drittel einige Strafen eingeheimst, nachdem wir zuvor bei Fünf-gegen-Fünf eine richtig gute Leistung gezeigt haben, doch wir haben auch die Unterzahlspiele im Zweiten wirklich gut gemeistert. Klar summiert sich irgendwann die Unterzahl im Spiel, sodass man nur die Hälfte der Zeit nutzt, doch das war von uns wahrscheinlich die kompletteste Leistung des Jahres.“

Trotz der hohen Belastung der Special Teams schlossen die Avalanche die Partie mit einem starken dritten Drittel ab.

„Ich finde, unsere Bilanz sollte ein bisschen besser sein, da wir auswärts ein paar Spiele verloren haben. Sie zählen ja offensichtlich zu den Top-Teams der Liga, also lasst uns da weitermachen, wo wir heute aufgehört haben“, blickt Colorados 4-Punkte-Mann nach vorne, und er hob hervor, wie wichtig es sei, einen Sieg gegen eine der Spitzenmannschaften der Liga einzufahren: „Das ist ein starkes Ergebnis für die Mannschaft.“

Einen souveränen Auftritt legte ebenso Colorados Torwart Mackenzie Blackwood hin. Er konnte sich von hinten zusehend über den Auftritt seiner Vorderleute freuen.

TBL@COL: Necas bedient Toews im Slot

„Ich meine, mir ist klar, dass man weiß, wie kreativ sie sein können und wie sie einen Ort schaffen, den man nicht erwartet hätte. Ich sehe das ja täglich im Training, aber wenn man es dann im Spiel sieht und sie das auf höchstem Niveau umsetzen, dann weiß man, dass das schon etwas ganz Besonderes ist“, so der 29-Jährige, dem 31 Saves gelangen.

Die Avalanche haben in dieser Saison 47 Tore erzielt und führen damit gemeinsam mit den Carolina Hurricanes die Liga an. 

Als nächstes statten sie am Sonntag den Nashville Predators einen Besuch ab (8 p.m. ET; Mo. 1 Uhr MEZ). Darauffolgende erwarten sie auf heimischen Eis am Mittwoch die New Jersey Devils (9 p.m. ET; Do. 2 Uhr MEZ) und am Samstag die Calgary Flames (10 p.m. ET; So. 3 Uhr MEZ). 

Die Lightning setzen ihre Reise bei den Utah Mammoth fort (9 p.m. ET; So. 3 Uhr MESZ), ehe sie zuhause auf die Winnipeg Jets treffen (7 p.m. ET; Fr. 0 Uhr MEZ).

Verwandte Inhalte