San Jose Sharks v Detroit Red Wings

Moritz Seider ist bei den Detroit Red Wings weit mehr als ein zuverlässiger Verteidiger. Mit seinem unermüdlichen Einsatz, seiner körperlichen Präsenz und seiner Bereitschaft, sich für die Mannschaft in jeden Schuss zu werfen, beeindruckt der deutsche Nationalspieler auch seine Mitspieler. Beim 4:3-Shootout-Sieg gegen die San Jose Sharks am Samstag in Detroit wurde einmal mehr deutlich, welchen Stellenwert der 24-Jährige im Team besitzt.

Mit einer Eiszeit von 29:46 Minuten war Seider gegen San Jose der am längsten eingesetzte Spieler auf dem Eis. Auch seine Saisonwerte unterstreichen seine Bedeutung: Im Schnitt steht der Verteidiger 25:44 Minuten pro Partie auf dem Eis. Mit 18 Checks gehört er ligaweit zu den 15 besten Spielern in dieser Kategorie, mit 26 geblockten Schüssen liegt er sogar unter den besten fünf der Liga.

SJS@DET: Red Wings vollenden ihr Comeback im Shootout

Finnie: „Unser wertvollster Spieler“

Besonders beeindruckt zeigte sich Stürmer Emmitt Finnie, der gegen die Sharks ein Tor und eine Vorlage beisteuerte. Für ihn ist Seider der wertvollste Spieler der Red Wings. Dabei verwies Finnie nicht nur auf die defensive Stabilität und die offensiven Qualitäten des Deutschen, sondern vor allem auf dessen Bereitschaft, sich für seine Mannschaft aufzuopfern.

Gerade in der Verlängerung, als Detroit in Unterzahl geriet, war Seiders Einsatz gefragt. Mit geblockten Schüssen half er dabei, die gefährliche Überzahl der Sharks zu überstehen. „Es ist inspirierend für die gesamte Mannschaft, zu sehen, wie er sich für uns aufopfert“, lautete Finnies Botschaft.

Auch Gibson schwärmt von Seiders Einsatz

Torhüter John Gibson, der gegen San Jose 31 Schüsse parierte, hob ebenfalls die Bedeutung des Verteidigers hervor. Seiders Bereitschaft, seinen Körper in den Dienst der Mannschaft zu stellen, sei ebenso bemerkenswert wie seine Führungsqualitäten. Gerade in kritischen Situationen übernehme der Deutsche Verantwortung und gehe mit gutem Beispiel voran.

Dass sich dieser Einsatz auszahlt, zeigte sich auch im Ergebnis. Detroit geriet im Schlussdrittel mit 1:3 in Rückstand, kämpfte sich jedoch zurück. Alex DeBrincat erzielte 1:33 Minuten vor dem Ende den Ausgleich, ehe Lucas Raymond im Shootout den entscheidenden Treffer markierte. Die Red Wings holten damit ihren zweiten Sieg in Folge und blieben im vierten Spiel nacheinander punktetechnisch erfolgreich.

McLellan: „Er wird einfach nicht müde“

Trainer Todd McLellan fand besonders deutliche Worte für seinen Abwehrchef. „Er ist eine Maschine“, schwärmte der Coach und verglich Seider mit einem Dieselmotor, der scheinbar niemals schlappmacht. Die hohe Belastung, die körperliche Härte, die geblockten Schüsse und seine Führungsqualitäten machten ihn zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Mannschaft.

Kurzzeitig hatte Seider nach mehreren geblockten Schüssen das Eis verlassen. Anlass zur Sorge sah McLellan allerdings nicht. Hinweise auf eine ernsthafte Verletzung habe er nicht erhalten, auch wenn der Verteidiger sicherlich einige Schmerzen verspüre.

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Für Detroit ist Seider damit einmal mehr ein entscheidender Faktor. Seine Leistung zeigt, dass er nicht nur aufgrund seiner spielerischen Fähigkeiten geschätzt wird. Vor allem seine Bereitschaft, in schwierigen Momenten Verantwortung zu übernehmen, macht ihn für die Red Wings zu einem Vorbild.

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