Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Ottawa Senators und den San Jose Sharks

Von einem emotionalen Sieg zu einer bitteren Niederlage in nur einem Tag, das erlebten die Ottawa Senators am Mittwoch und Donnerstag. Zuerst hatten sie ihren ehemaligen Kapitän Brady Tkachuk und die Florida Panthers mit 5:1 geschlagen. Dann folgte jedoch gegen die San Jose Sharks mit einem 2:6 eine herbe Enttäuschung zu Hause im Canadian Tire Centre. Der deutsche Star Tim Stützle blieb dabei weiterhin ein Musterbeispiel an Konstanz, ansonsten suchen die Senators aber noch nach beständigen Leistungen.

„Ich finde, dass wir ganz gut gespielt, uns dann aber selbst ins Bein geschossen haben“, gab es von Trainer Travis Green Lob und Kritik. „Das ist einfach so ein Spiel, in dem wir einen Weg gefunden haben zu verlieren.“

Senators können Schwung nicht mitnehmen

Im Sommer hatte Ottawas Kapitän Tkachuk trotz seines noch laufenden Vertrags erklärt, er wolle nicht mehr weiter für das Team spielen und zu seinem Bruder Matthew nach Florida wechseln. Die Senators kamen seiner Bitte um einen Transfer nach, doch bei den Fans und seinen Mitspielern hatte Tkachuk sich damit alles andere als beliebt gemacht.

Am Mittwoch kehrte er erstmals in die kanadische Hauptstadt zurück und schoss zu allem Überfluss unter lauten Buhrufen, Pfiffen und Schmähgesängen auch noch das 1:0 für die Panthers. Die Senators kämpften sich aber zurück und fuhren am Ende einen ganz klaren Sieg ein.

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Im Idealfall hätte das die Starthilfe für eine Siegesserie sein können. Doch Ottawa hatte keine leichte Aufgabe vor sich, mit einem Spiel schon am nächsten Tag, in dem man mit müden Beinen gegen die jungen, schnellen und offensivstarken Sharks antreten musste.

„Das Spiel gestern war natürlich ein wichtiges Spiel für uns, aber es war klar, dass uns heute eine Herausforderung erwarten würde, besonders mit zwei Spielen in zwei Tagen“, betonte Verteidiger Jordan Spence, der gegen San Jose das zweite Tor der Senators erzielt hatte. „Ich glaube, wir haben immer, wenn wir zwei Spiele an aufeinanderfolgenden Tagen hatten, das zweite Spiel verloren. Wir wollten heute mental und körperlich für das Spiel bereit sein. Wir haben auch viel richtig gemacht, aber Kleinigkeiten, Puckverluste und die Chancen, die sie herausgespielt haben, haben sie genutzt. Das müssen wir abhaken.“

Viel Puckbesitz, viele Gegentore

Man kann den Senators nicht vorwerfen, dass sie sich keine Mühe gegeben hätten. Mit 43:28 Torschüssen hatten sie deutlich mehr Spielanteile als die Sharks. Allerdings kam ihr Torwart Samuel Ersson mit 22 Saves nur auf eine Fangquote von 84,6 Prozent, während sein Gegenüber Yaroslav Askarov mit 41 Paraden (95,3 Prozent) kaum zu knacken war.

„Wir haben alles gegeben“, versicherte Angreifer Fabian Zetterlund. „An manchen Abenden läuft es einfach nicht gut, heute war so ein Abend.“

Eine Kombination aus einem überragenden Torhüter, mangelnder Zuordnung bei Kontern und auch schlicht und einfach Pech, führte zu der Niederlage. So wurde der Schuss zur 2:1-Führung der Sharks von Senators Verteidiger Artem Zub abgefälscht und Carter Yakemchuk feierte einen vermeintlichen Treffer, der im Videobeweis aber aberkannt wurde, da der Puck vom Lattenkreuz wieder aus dem Tor sprang und die Linie nicht überquerte. Das Ergebnis wirkt zudem klarer, als es tatsächlich war, da die letzten beiden Tore der Sharks Empty-Netter waren.

„Ich denke, dass wir über weite Strecken ein ziemlich gutes Spiel geliefert haben“, bemühte Ersson sich um Optimismus. „Besonders nach ihrem vierten Tor. Da haben wir das Spiel übernommen und für das ganze dritte Drittel dominiert. Es ist natürlich ein bitteres Ergebnis, aber ich denke, als Team können wir daraus auch einige gute Dinge mitnehmen.“

Achterbahnfahrt geht weiter

Für Ottawa setzt sich damit ein Trend fort. Seit sechs Spielen wechseln sich für sie Siege und Niederlagen ständig ab. Sie verloren keine zwei Spiele in Folge, gewannen aber auch keine zwei Partien hintereinander. Die Ergebnisse gehen dabei weit auseinander. Vom 5:1-Sieg gegen die Panthers war über einen 2:1-Erfolg nach Penaltyschießen gegen die New York Islanders bis zu einer 2:7-Niederlage gegen die St. Louis Blues alles dabei.

Konstanz ist für die Senators aktuell ein Problem. Dabei hilft sicherlich nicht, dass Linus Ullmark, ihr erster Torhüter, für voraussichtlich ein bis zwei Wochen ausfallen wird. Er zog sich am Mittwoch bei einem Save gegen die Panthers eine Zerrung zu. Das ist ein schwerer Schlag für Ottawa, denn der Schwede spielt mit 94,5 Prozent Fangquote und 1,33 Gegentoren pro Spiel bisher eine überragende Saison.

Stützle bleibt Stabil

Ein Spieler, dem man sicherlich keinen Mangel an konstanten Leistungen vorwerfen kann, ist Stützle. Der 24-jährige Starstürmer war vom ersten Saisonspiel an in Form und macht keine Anstalten nachzulassen. Gegen die Sharks erzielte er in der siebten Minute das 1:0 mit einem starken Handgelenkschuss aus dem linken Bullykreis.

SJS@OTT: Stützle verwandelt den Schuss aus dem Slot

Stützle ist nach Ullmarks Ausfall die eine verbleibende konstante Größe im Spiel der Senators. In elf Spielen blieb er nur zwei Mal ohne Punkt. Insgesamt kommt er auf 15 Punkte (sieben Tore, acht Assists) und ist mit sieben Zählern Vorsprung der Topscorer und mit drei Toren Vorsprung der beste Torjäger der Mannschaft. Ligaweit liegt er in der Scorerliste auf Rang 15 und ist der neuntbeste Torschütze.

Die Möglichkeit für die nächsten Punkte steht für Stützle am Samstag an, wenn die Senators die New York Rangers empfangen (7 p.m. ET; So. 1 Uhr MESZ). Sollte Ottawa dem Muster der vergangenen Spiele treu bleiben, sollte in dieser Partie ein Sieg warten.

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