Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Boston Bruins und den Nashville Predators

Die Boston Bruins haben einen Lauf. Durch den 6:0-Heimsieg am Donnerstag gegen die Nashville Predators bauten sie ihre Punktserie auf sieben Spiele aus. Davon gewann die Mannschaft sechs Partien, einmal zog sie in Overtime den Kürzeren. Insgesamt beläuft sich ihre Matchbilanz seit Saisonbeginn auf 8-2-1 und 17 Zähler. Mit dieser Ausbeute stehen sie in der Atlantic Division an erster Stelle und ligaweit an zweiter Position.

Zu den Torschützen gegen die Predators im TD Garden zählte auch JJ Peterka. Der deutsche Angreifer zeichnete für das 4:0 verantwortlich. Es war sein vierter Treffer in dieser Spielzeit. Nach elf Einsätzen sind für ihn sieben Scorerpunkte registriert. Damit stellte er erneut unter Beweis, dass er keine lange Anlaufphase benötigt, um bei einem neuen Team voll durchzustarten. In der Vorsaison gelang ihm das bei den Utah Mammoth, wo er es in den ersten elf Partien im Oktober auf zehn Punkte (vier Tore, sechs Assists) gebracht hatte.

NSH@BOS: Peterka erhöht für die Bruins im Nachfassen

„Wir fühlen uns gut, die Pucks gehen rein. Wir versuchen viel zu schießen und Spieler vors gegnerische Gehäuse zu bringen. Das klappt ausgezeichnet. Jeder von uns hat im Moment eine Menge Selbstvertrauen“, beschrieb Peterka das Erfolgsgeheimnis der Bruins. Der Flügelstürmer nimmt eine wichtige Rolle in Boston ein. Er ist in der Offensive in den Top 6 gesetzt und verbrachte im Saisonverlauf schon viel Zeit in der ersten Sturmformation zusammen mit David Pastrnak und Pavel Zacha.

Sein Tor gegen Nashville fiel auf kuriose Weise. Zunächst lenkte er eine scharfe Eingabe von Pastrnak an den Pfosten. Im Anschluss reagierte er gedankenschnell und bugsierte den Puck per Rebound über die Linie. „Eigentlich hätte ich ihn schon im ersten Anlauf reinmachen müssen. Aber am Ende ist es nicht so wichtig, wie das Tor zustande gekommen ist. Ich freue mich so oder so darüber“, gab Peterka mit Blick auf seinen „Kniefall“ vor dem Treffer schmunzelnd zu Protokoll.

Die Bruins stürmten energiegeladen aufs Eis und machten von Anfang an deutlich, wer Herr im Haus ist. „Wir haben am Vormittag darüber gesprochen, dass es wichtig sein wird, das erste Heimspiel nach einem langen Roadtrip mit voller Konzentration anzugehen“, erläuterte Trainer Marco Sturm. „Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde, aber es hat funktioniert. Unser Abschlusstraining war eines der besten in dieser Saison. Alles, was wir dort gemacht haben, hat die Mannschaft ins Spiel übertragen. Darüber bin ich sehr froh, weil es mir gezeigt hat, dass wir nächstes Mal wieder dazu in der Lage sind. Das ist alles eine Kopfsache. Heute ist das der Hauptgrund gewesen, dass wir gewonnen haben.“

Die Bruins beeindruckten in der Partie gegen die Predators nicht nur durch ihre spielerische Dominanz, sondern auch mit ihrer Scoring-Tiefe. Fünf Spieler zeichneten für die sechs Treffer verantwortlich. Neben Peterka trugen sich noch Pastrnak mit einem Doppelpack, Casey Mittelstadt, Elias Lindholm im Powerplay und Mark Kastelic in die Torschützenliste ein.

„Es hilft enorm, wenn jede Reihe punktet. Man fragt sich fast: Wer ist heute Abend wohl an der Reihe? Das ist schön zu sehen. Einfach klasse. Alle Formationen haben zusammengefunden und harmonieren prächtig“, sagte Doppelpacker Pastrnak über die Variabilität im Angriff. Der Rechtsaußen verbuchte neben seinen zwei Toren noch zwei Assists. Aus den zurückliegenden sieben Begegnungen hat er 14 Punkte (sechs Tore, acht Assists) vorzuweisen.

Zu den herausragenden Akteuren der Bruins beim Triumph gegen Nashville gehörte außerdem Offensivverteidiger Charlie McAvoy. Er war an vier Treffern mit einem Assist beteiligt. In den fünf Spielen seit Ablauf seiner Sperre zu Saisonbeginn hat er nun sechs Punkte (ein Tor, fünf Assists) gesammelt.

„Wir hatten einen klaren Plan und wollten – schon beim Aufwärmen – präzise und fokussiert auftreten. Wir wollten sicherstellen, dass wir voll da und bereit sind. Wir waren dann tatsächlich von Beginn an hellwach und haben die Herausforderung angenommen. Alles in allem war das wirklich eine starke Mannschaftsleistung“, erklärte McAvoy.

Eine herausragende Vorstellung bot Bostons Schlussmann Michael DiPietro. Er parierte alle 28 Schüsse auf sein Gehäuse und verdiente sich dadurch seinen ersten NHL-Shutout. Folgerichtig avancierte er zum First Star des Spiels.

Das 6:0 von Boston gegen Nashville war der zweithöchste Shutout in der laufenden Saison. Lediglich die Pittsburgh Penguins schnitten am 30. September mit ihrem 7:0 gegen die Philadelphia Flyers einen Tick besser ab.

Die Bruins sind in dieser Woche noch ein weiteres Mal zu Hause gefordert. Am Sonntag (7 p.m. ET) haben sie die San Jose Sharks zu Gast.

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