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NHL.com/de wirft in der Rubrik Draft Watch jeden zweiten Dienstag einen Blick auf die Kandidaten für den NHL Draft 2027. In dieser Ausgabe: Blitzstart für Draft-Kandidaten.

Die jungen Spieler, die sich Hoffnungen auf den NHL Draft 2027 machen, befinden sich in der wichtigsten Saison ihres Lebens. Schwache Leistungen können zu einem Absturz im Ansehen der Scouts und NHL-Teams führen, eine überzeugende Spielzeit hingegen kann einen Spieler an die Spitze der Draft-Klasse katapultieren. In der frühen Phase der Saison setzten einige Kandidaten bereits ein deutliches Ausrufezeichen.

Calce und Neuenschwander starten durch

Die großen Draft-Hoffnungen aus Deutschland und der Schweiz pulverisieren bereits ihre persönlichen Leistungen aus der vergangenen Saison. Max Calce wurde vor der Spielzeit als Kandidat für die späte erste bis zweite Runde gesehen. Vergangene Saison bestritt der Stürmer in seiner Heimat für die Adler Mannheim 14 Spiele und erzielte zwei Tore. Nun steht er nach elf Saisonspielen schon bei fünf Punkten (drei Tore, zwei Assists). Hält er dieses Tempo aufrecht, würde er zum Ende der Runde hochgerechnet auf 23 Punkte und 14 Tore kommen. Zum Vergleich: Tim Stützle sammelte in der Spielzeit vor seinem Draft für die Adler zwar 34 Punkte, aber nur sieben Tore.

In der Schweiz bestätigt Jonah Neuenschwander die hohen Erwartungen. Er gehört zu den Spitzenkandidaten und wird unter den ersten zehn, vielleicht sogar den ersten fünf Picks erwartet. Der vielseitige Angreifer tritt in der National League für den EHC Biel-Bienne an und kann mit seinem Start in die Saison durchaus zufrieden sein. In 14 Partien verbuchte er sieben Punkte (drei Spiele, vier Assists). Im Vorjahr erzielte er in 32 Begegnungen zwölf Punkte (fünf Tore, sieben Assists).

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Keine Aufwärmrunde für DuPont

Landon DuPont, der unbestrittene Favorit auf den ersten Pick, hat sich zu einem riskanten Schritt entschieden. Er wechselte von der kanadischen Nachwuchsliga WHL in die US-Universitätsliga NCAA. Dort spielt er plötzlich gegen deutlich ältere, reifere und erfahrenere Konkurrenz. Den gleichen Schritt machte der erste Pick des vergangenen Drafts, Gavin McKenna. Er hatte in der Liga Startschwierigkeiten und geriet in die Kritik. Zwischenzeitlich wurde sogar spekuliert, ob er seinen Platz an der Spitze an Ivar Stenberg verlieren könnte.

Daher war spannend, ob DuPont das gleiche Schicksal ereilen würde und eine gewisse Eingewöhnungsphase ihn bremsen könnte. Diese Sorgen sind aber offenbar unbegründet, denn der Verteidiger ist mit der University of Michigan ungeschlagen und steuerte zu den sechs Siegen sechs Assists bei.

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Tschechen und Schwede spielen sich ins Rampenlicht

In den ersten Ligen in Tschechien und der Schweiz buhlen drei Spieler um die Aufmerksamkeit der Scouts. Der Schwede Bosse Meijer macht in der SHL für Frölunda eine gute Figur und hat nach zwölf Spielen fünf Punkte (drei Tore, zwei Assists) auf dem Konto. Damit ist er auf Kurs zu 22 Punkten, was ihm einen Platz weit oben in der Draft-Rangliste einbringen könnte. Viggo Bjorck, der achte Pick im NHL Draft 2026, erzielte in seinem letzten Jahr in Schweden nur 15 Punkte, Stenberg, der zweite Pick 2026, erzielte 33 Zähler.

In Tschechien haben die Talentsucher Stürmer Petr Tomek und Verteidiger Lukas Kachlir im Auge. Tomek wurde vor der Saison ähnlich wie Calce als Kandidat für die erste bis zweite Runde eingeordnet. Kachlir wurde weniger stark eingeschätzt, vermutlich auch wegen seiner Statur (1,73 Meter, 68 Kilogramm). Beide überzeugen aber in der Tipsport Extraliga. Tomek verzeichnete in 13 Spielen sieben Punkte (drei Tore, vier Assists). Noch beeindruckender ist aber Kachlir, der als Abwehrspieler sechs Zähler (vier Tore, zwei Assists) sammelte.

Zhilkin an der Spitze der kanadischen Nachwuchsligen

In den kanadischen Nachwuchsligen sind Spitzenleistungen in der Offensive zu sehen, aber auch ein scheinbar unschlagbarer Torhüter. Der russische Stürmer Dima Zhilkin, einer der Spitzenkandidaten hinter DuPont, glänzt als zweitbester Scorer der drei großen kanadischen Nachwuchsligen mit 23 Punkten (zwölf Tore, elf Assists) in zwölf Spielen.

Neben Zhilkin fallen mit James Scantlebury, Easton Walos und Chase Surkan zudem drei Spieler auf, die nicht annähernd so stark eingeschätzt wurden. Walos steht nach 14 Spielen bei 22 Punkten (zehn Tore, zwölf Assists), Scantlebury hat nach elf Partien 20 Zähler (zehn Tore, zehn Assists) und Surkan verbuchte in zwölf Partien 15 Punkte (fünf Tore, zehn Assists). Mit diesen Leistungen könnten sie in die erste Draft-Runde klettern.

Besondere Beachtung verdient Torwart Carter Esler. Torhüter haben es in den offensiv geprägten Nachwuchsligen nicht leicht, doch er bringt die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung. In der WHL ist er mit den Spokane Chiefs in acht Spielen ungeschlagen, hat eine Fangquote von 94,2 Prozent und einen Gegentorschnitt von 1,47 Toren pro Spiel. Damit kristallisiert er sich früh als bester Torwart des Jahrgangs heraus.

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