BOS@NYI, Sp4: Barzal haut Puck zur Isles Führung rein

"Zu dieser Zeit des Jahres geht es nur darum Siege einzufahren", sagte Mathew Barzal nach dem 4:1-Erfolg der New York Islanders gegen die Boston Bruins. Im Nassau Coliseum stellten die Islanders die Zweitrundenserie damit auf 2:2. Barzal selbst erzielte den Siegtreffer und unterstich, dass er nach einer Punkteflaute wieder häufiger auf dem Spielberichtsbogen auftauchen wird.

"Das war das wichtigste Spiel für uns bisher", unterstrich Barzal nach dem Match die Bedeutung. "Wenn wir gegen diese Mannschaft 1:3 in Rückstand geraten und die Serie wieder in den TD Garden zurückgeht, dann ist das unser Todesurteil."
Dank dem Angreifer konnten die Islanders den entscheidenden Erfolg einfahren. Nachdem David Krejci die Bruins in Führung gebracht hatte, glich Kyle Palmieri im Mittelabschnitt aus, ehe Barzal zum 2:1 einnetzte.
Der Islanders-Topscorer der regulären Saison nahm, mit noch etwas sieben Minuten auf der Uhr, eine abgefälschte Scheibe aus dem linken Bullypunkt aus der Luft und schlug sie an Tuuka Rask im Bruins-Tor vorbei. Nach dem Match beschrieb er sein Tor als "ein bisschen Glück und ein bisschen Hand-Augen-Koordination", freute sich aber sichtlich über seinen zweiten Playoff-Treffer.
Nach 45 Punkten in 55 Spielen der Hauptrunde lagen große Hoffnungen der Islanders auf Barzal. Seine 17 Treffer und 28 Vorlagen waren ein wichtiger Baustein des Islanders-Erfolgs. In den Stanley Cup Playoffs gelangen ihm bis vor der Partie nur fünf Punkte (1 Tor, 4 Vorlagen) in neun Partien. Dennoch war Barzal mit seiner Leistung grundsätzlich zufrieden. Er sei nicht hart zu sich selbst, das wäre mehr etwas für die reguläre Saison. "Wenn wir in den Playoffs drei Spiele verlieren, ich nicht gepunktet habe und unsere Leistung schlecht war, dann gehe ich hart mit mir ins Gericht", unterstrich er den Teamgedanken.

BOS@NYI,Sp4: Barzal, Palmieri gemeinsam zum Ausgleich

Nachdem die Islanders aber noch in der Serie gegen Boston sind, gegen die Pittsburgh Penguins gewonnen haben sieht Barzal keinen Grund mit sich selbst zu hadern. Er fokussiert sich, wenn es beim Punktesammeln nicht wie gewünscht klappt auf andere Wege der Mannschaft zu helfen. "Wenn es in den Playoffs offensiv nicht läuft, dann geht es nur darum für die Mannschaft zu kämpfen."
Wie diese Hilfe aussehen kann, auch das beschrieb Barzal nach Spiel 4. "Es sind die Playoffs. Jeden Abend ist es da draußen so eng und die Punkte kommen nicht so einfach. So sehr ich es liebe zu punkten, aber wenn es nicht läuft, dann versuche ich wenigstens bei Gegentoren nicht auf dem Eis zu sein oder einen Schuss zu blocken oder die Scheibe aus der Verteidigungszone zu bekommen. Ich spiele dann einfach ordentliches Eishockey." Nebenbei erklärte er auch noch wie wichtig die Mannschaftleistung für den Erfolg war. In einem bedeutenden Match habe jeder Akteur seine Leistung gebracht und alles gegeben, unabhängig davon, ob es um Punkte, Checks oder eine starke Defensivleistung gehe.
Mit dem über den Islanders schwebenden Todesurteil, wie Barzal eine weitere Niederlage beschrieben hatte, war klar, dass die Partie von entscheidender Bedeutung ist. Auch Spiel 3 war für Barzal schon wichtig, so dass er von sich selbst eine gewisse Steigerung erwartete. "In den beiden zurückliegenden Spielen war mir klar, dass ich da sein muss. Es ist eine harte Serie. Ich tue was ich kann, um dem Team zu helfen zu gewinnen."
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Nach einer Punkteflaute ist die Hilfe von Barzal auch wieder auf der Punktetafel erkennbar. In Spiel 3 erzielte er seinen ersten Treffer der Playoffs und in Spiel 4 war er mit dem Siegtor und einer weiteren Vorlage der entscheidende Akteur. "Natürlich ist es immer schön auf dem Spielbericht aufzutauchen", freute er sich nach dem vierten Duell mit den Bruins. Häufig werde bei Akteuren, die weniger Zähler sammeln als sonst, von mangelndem Selbstvertrauen oder so gesprochen. Das sei für ihn kein Faktor, solange er mit der eigenen Leistung zufrieden sei unterstrich Barzal. In den Playoffs sei das bislang so.
Auch wenn es in der Schlussrunde bisher nicht notwendig gewesen war, die fehlende Produktion von Barzal in den Vordergrund zu rücken, so ist der Top-Scorer dennoch ein wichtiger Faktor in der Islanders-Offensive. Ohne seine Punkte wird sich New York schwer tun die Partien für sich zu entscheiden und dennoch ist es am Ende tatsächlich egal, wer punktet.
Das sieht auch Barzal so. "Solange wir gewinnen ist das für mich in Ordnung. Es sind die Playoffs, da hängt es nicht jeden Abend am gleichen Spieler."