Eine der interessantesten und eine überraschende Meldung in der vergangenen Woche war das angekündigte Comeback von Mike Fisher bei den Nashville Predators. Eines ist klar, er ist sicher topfit und wird auch nach seinem Karriereende gut trainiert haben, auch wenn er nicht gespielt hat. Wenn er gefragt wird, dann ist es logisch, dass er das Kribbeln bekommt und es jetzt noch einmal versuchen will, den Stanley Cup zu gewinnen, nachdem er im letzten Jahr so knapp dran war.
Mich hat die Entscheidung von Seiten der Predators etwas gewundert, denn er ist schon 37 Jahre alt und hat die komplette Saison nicht gespielt. Außerdem läuft es in der Mannschaft gut. Es stellt sich also die Frage, welche Rolle er spielen soll. Ich könnte mir nur vorstellen, dass er als Center für die vierte Reihe helfen und die Tiefe verbessern soll, um für Verletzungen gewappnet zu sein. Da kann man als Außenstehender natürlich nur spekulieren. Ob er spielerisch den großen Einfluss auf die Mannschaft haben wird, ist eher fraglich.
Im Gegenteil, denn es birgt das Risiko, dass eine intakte Mannschaft in seiner Hierarchie gestört wird. Auf der anderen Seite kennen sie Fisher in Nashville sehr gut, er war Kapitän und bei den Teamkollegen sehr beliebt. Trotzdem wird es einen größeren Konkurrenzkampf geben, denn sollte er spielen, so wird er jemanden von seinem Platz verdrängen. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Geschichte entwickeln wird.
Ähnliches: [Nashville bejubelt das Ende von Fishers Ruhestand | Jagr konzentriert sich auf Genesung und Kladno]
Einer der Geschichte geschrieben hat und seinen wohl endgültigen Abschied aus der NHL genommen hat, ist Jaromir Jagr. Ich habe häufiger gegen ihn gespielt und als er letzte Saison in Florida gespielt hat, habe ich ihn als einige Male als Zuschauer erleben dürfen. Es ist natürlich phänomenal, wenn jemand wie er im Alter von Mitte 40 noch in der NHL mitspielt und auch seine Leistung bringt. Alleine dem muss man höchsten Respekt zollen und kann nur den Hut ziehen.
Auf der anderen Seite sollte man wissen, wann es Zeit ist aufzuhören und er hat in Calgary nie richtig Fuß fassen können, wenngleich ihn wohl eine Verletzung plagte, was in seinem Alter fatal ist. Doch unabhängig davon hat er seinen Platz in den Geschichtsbüchern gefunden und die Eishockeywelt verbeugt sich vor der Leistung von Jagr.
Seine bisherige Mannschaft, die Flames, sind im Rennen um die Playoffs dabei. Das war nicht unbedingt zu erwarten, genauso wenig, wie dass die Chicago Blackhawks, Edmonton Oilers, Montreal Canadiens oder Ottawa Senators Probleme haben werden. Ich denke, dass es für diese Teams langsam wirklich eng wird, obwohl sie vor der Saison zu den Topkandidaten auf den Stanley Cup zählten. Es zeigt wieder einmal eindrucksvoll, dass das Erreichen der NHL Playoffs kein Selbstläufer ist.