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Nashville bejubelt das Ende von Fishers Ruhestand

Der 37-jährige Center beendete im August seine Karriere und verkündete nun seine Rückkehr zu den Predators

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Die Nashville Predators hatten eine großartige und erfolgreiche Phase gegen Ende der vergangenen Saison und marschierten bis zum Finale der Stanley Cup Playoffs gegen die Pittsburgh Penguins durch. Dann kam die Enttäuschung, sie unterlagen den Penguins in sechs Spielen und verpassten den Stanley Cup knapp. Dennoch wurden sie von ihren Fans, die sich mittlerweile in der gesamten Liga einen Ruf als eine der fanatischsten Fangruppen erarbeitet haben, gefeiert und bejubelt.

Doch im August kam der nächste Rückschlag für Fans, Spieler und Funktionäre der Predators. Mike Fisher, ihr Kapitän, der sie so weit geführt hatte, gab bekannt, dass er seine Schlittschuhe an den Nagel hängt und seine Karriere beendet. Umso lauter fiel der Jubel aus, als Fisher sich nun dazu aufraffte, erneut für die Predators auf das Eis zu gehen.

Er gehört damit zu einer kleinen Minderheit von Veteranen, die aus dem Ruhestand zurückkehren, um ein weiteres Mal die Mission Stanley Cup in Angriff zu nehmen. Mario Lemieux ist wohl der erste Name, an den man in diesem Zusammenhang denkt. Er führte nach seiner Rückkehr seine Penguins umgehend in das Eastern Conference Finale der Stanley Cup Playoffs, wo dann allerdings die New Jersey Devils nicht zu schlagen waren. Fisher will es noch besser machen als Lemieux und mit den Predators diese Saison den Cup holen.

Auch wenn dem ehemaligen Kapitän der Predators der Sport, für den er lebte, durchaus fehlte, bedurfte es einiger Überzeugungskraft, um ihn wieder in die NHL zu holen. Sowohl Fisher, als auch die Verantwortlichen der Predators, gaben an, es wäre einer gemeinsamen Leistung des Managements, des Trainers, des Schweizer Kapitäns Roman Josi und von Fishers Frau, der Sängerin Carrie Underwood, zu verdanken, dass Fisher erneut in das Trikot der Predators schlüpfen wird. Den letzten Schritt machte wohl Josi, als er sich mit seinem Vorgänger zum Essen traf, denn kurz nach diesem Treffen kam Fishers Zusage.

"Ich habe ihm gesagt, wie gerne wir ihn wieder als Mitspieler hätten und dass ich weiß, dass sich die Jungs wirklich freuen würden, ihn wieder in der Kabine zu haben", erzählte Josi. "Er hat so eine großartige Präsenz in der Kabine, ist ein großartiger Mensch und seine Qualitäten auf dem Eis und als Anführer sind einfach wichtig für uns. Ich habe ihm die Sicht der Spieler erklärt und habe gehofft ihn zur Rückkehr bewegen zu können."

Video: STL@NSH: Fisher erzielt eiskalt die Führung

Fisher wurde 1998 in der zweiten Runde von den Ottawa Senators gedraftet und verbrachte von 1999 bis 2011 elf Saisons bei den Kanadiern, bevor er an die Nashville Predators abgegeben wurde. Dort war er sieben Spielzeiten lang aktiv, wurde 2016 zum Kapitän ernannt und führte die Predators umgehend in das Finale der Stanley Cup Playoffs, zum größten Erfolg der Franchise-Geschichte. In 1088 Spielen für die beiden Vereine, erzielte er 276 Tore und 585 Punkte.

Fishers wohl wichtigster Beitrag in Nashville, waren aber nie seine Punkte. Er ist in der gesamten Liga dafür bekannt, einer der besten Führungspersönlichkeiten der NHL zu sein. Unzählige seiner ehemaligen Mitspieler betonen stets, wie wichtig er für die Stimmung und den Zusammenhalt im Team ist und wie sehr er sich um seine Mitspieler, besonders die jungen, unerfahrenen Teamkollegen kümmert.

"Er ist jemand, zu dem man aufblickt, aber gleichzeitig ist er einfach einer von uns", lobte auch Torwart Pekka Rinne, der selbst zu den erfahrenen Anführern des Teams zählt. "Er ist ein hervorragender Charakter, der sich nie über das Team und seine Mitspieler stellt und für mich macht ihn genau das zu einem großartigen Anführer."

 

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Fisher hat noch keinen Vertrag unterschrieben, allerdings sind sich er und die Predators schon einig. Er möchte nach der langen spielfreien Zeit noch trainieren, um wieder in Form zu kommen, bevor er zum Team stößt. Es ist noch nicht klar, wann Fisher sein erstes Spiel bestreiten wird, allerdings gilt es als sicher, dass der 37-jährige Center vor der Trade Deadline am 26. Februar einen Vertrag unterschreiben wird.

Die Predators ringen mit den Winnipeg Jets und den St. Louis Blues um die Spitzenposition der Central Division. Sie sind diese Saison eines der stärksten Teams der Liga und verstärken sich mit Fisher weiter. Auf der Position des Mittelstürmers verfügen sie mit Ryan Johansson, Kyle Turris und Nick Bonino bereits über eine der besten Kombinationen der Liga.

"Alleine dass er wieder hier in der Kabine ist, gibt mir schon einen echten Energieschub", feierte auch Verteidiger P.K. Subban die geplante Rückkehr Fishers. "Das gibt uns einfach mehr Sicherheit und seine Qualitäten werden uns noch besser machen."

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