"Nein, ich bin nicht nur auf die Defensivarbeit fokussiert. Ich versuche mein Spiel zu spielen", widerspricht er der These. "Mein Defensivspiel war so weit schon konstruktiv, doch ich denke nicht so viel darüber nach. Ich hatte auch einige Chancen. Es wäre natürlich gut gewesen, wenn mir auch ein Tor geglückt wäre, denn ich möchte selbstverständlich zeigen, zu was ich fähig bin, andererseits mache ich mir auch keine Sorgen darüber [dass mir das nicht gelingen wird]."
Es stand auch schon im Raum, dass er in die AHL zurückgeschickt wird, Rossi ist der Meinung, dass es seiner Entwicklung förderlich wäre, wenn er weiterhin im NHL-Kader der Wild bleiben dürfte.
"Ich weiß, wie es hier ist, das ganze Umfeld kenne ich. Hier kann ich Erfahrung sammeln. Speziell als junger Spieler kann man hier eine Menge lernen und ich fühle mich hier sehr wohl. Mein Teamkollegen sind um mich rum. Sie waren teilweise auch schon in dieser Situation wie ich jetzt und sie wissen, wie man damit umgehen sollte. Im Laufe einer Eishockeykarriere gibt es immer Ups und Downs. Ich komme hier jeden Tag in die Eishalle und ich bin noch jung genug, um dazuzulernen. Manchmal sind es Kleinigkeiten, manchmal geht es darum Positionen zu verstehen. Ich versuche also mein Spiel durchzuziehen und meine Persönlichkeit in Diensten der Mannschaft zu stellen. Wenn man das schafft, dann kommt man größer zurück. Das Wichtigste ist einfach, Geduld und Beharrlichkeit. Und die habe ich", so Rossi.
Evason erklärte am Mittwoch ausführlich die Vorgehensweise der Wild.
"Es ist ein Verfahren, ob ein junger Spieler in der Aufstellung steht oder nicht. Es haftet dem Spieler nichts Negatives an, wenn er einmal nicht spielt. Das bedeutet ja nicht, dass er die ganze Saison über nicht mehr berücksichtigt wird. Manchmal gibt es ganz viele verschiedene Gründe hierfür. Wenn ein Spieler in einem solchen Szenario etwas Positives finden kann, dann wird es auch eine positive Wirkung auf ihn haben. Wenn er dann wieder reinkommt und das korrigiert, warum er außen gesessen ist, warum nicht? Wir erhoffen uns, dass junge Spieler hungrig zurückkommen und nicht wieder die gleichen Fehler begehen. Wir arbeiten individuell mit jedem Spieler, dem das passiert ist und wünschen uns, dass er bereit ist, sobald der Puck fällt", so der Coach.