In dieser Ausgabe geht es um die Los Angeles Kings.
Der Saisonverlauf bei den Los Angeles Kings in der Vorsaison war, gemessen an den hohen Ansprüchen an das Team zum Saisonstart, eine sportliche Katastrophe. Lediglich die Ottawa Senators schnitten von allen 31 NHL-Teams noch schlechter ab als die Kalifornier.
Die am Ende gesammelten 71 Zähler waren für die Organisation der Kings das schwächste Ergebnis seit der Spielzeit 2006/07.
Logisch, dass sich etwas ändern musste, wenn die Verantwortlichen dem Team und den Fans wieder den Glauben an eine erfolgreichere Zukunft verleihen wollen. Entschieden haben sie sich für einen Trainerwechsel. Willie Desjardins, der das Amt erst im vergangenen November von John Stevens übernommen hatte, musste weichen. Am 16. April präsentierten die Kings Todd McLellan als neuen Verantwortlichen hinter der Bande. Auf ihm ruht nun ein Großteil der Hoffnungen auf eine erfolgreichere Zukunft in der Saison 2019/20.
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Der Kader blieb weitgehend zusammen und das Vertrauen wird den zahlreich noch immer vorhandenen namhaften Akteuren gezollt.
Es wird an McLellan sein, dem Team mit den zweitwenigsten Treffern in der vergangenen Saison (199) und einem schwachen Powerplay (15,8 Prozent, 27. Platz) wieder mehr offensive Durchschlagskraft zu verleihen.
Die Schlüsselspieler
Das Potenzial zu mehr Treffern ist bei den Kings zweifelsohne vorhanden. Durchaus hochkarätige Spieler vom Schlage eines Anze Kopitar oder Ilya Kovalchuk müssten nach einer schwachen Saison nur an ihre alten, erfolgreicheren Zeiten anknüpfen. So reichte es für Kopitar in der Saison 2018/19 lediglich zu 60 Punkten (22 Tore, 38 Assists), nachdem er im Jahr zuvor mit 92 Punkten (35 Tore, 57 Assists) noch einer der Kandidaten auf den Gewinn der Hart Trophy war. Kovalchuk, der für große Schlagzeilen sorgte, als er nach Jahren in Russland im vergangenen Herbst auf die große NHL-Bühne zurückkam, konnte vergleichsweise bescheidene 16 Saisontreffer vorweisen. Auch in ihm steckt durchaus mehr, als das, was er in der vergangenen Runde abgeliefert hatte.
Die Abwehr der Kings hat personell bedingt ebenfalls Steigerungspotenzial. Mit durchschnittlich 3,16 Gegentoren pro Spiel reichte es lediglich zu Rang 22 im Ligavergleich. Das Unterzahlspiel stellte mit einer Erfolgsquote von 76,5 Prozent sogar das drittschlechteste der Liga dar. Drew Doughty und seine Kollegen sind ab Oktober gefordert, es besser zu machen. Gleiches gilt für Torhüter Jonathan Quick, der mit einer Ausbeute von 16-23-7, einer Fangquote von 88,8 Prozent und einem Gegentorschnitt von 3,38 pro Spiel, die schwächste komplette Spielzeit seiner Karriere hinlegte. Dass er es viel besser kann, hat er mehrfach bewiesen.