mcdavid draisaitl

Die Edmonton Oilers benötigen nach ihren beiden Heimniederlagen in der Stanley Cup First Round gegen die Winnipeg Jets unbedingt einen Erfolg, um nicht aussichtslos ins Hintertreffen zu geraten. Spiel 3 der Serie geht am Sonntag (7:30 p.m. ET; NHL.TV; Mo. 1:30 Uhr MESZ) im Bell MTS Place in Winnipeg über die Bühne. Zum Siegen verdammt sind außerdem die Washington Capitals, die zu Spiel 5 in der Capital One Arena (7 p.m. ET; NHL.TV; Mo. 1 Uhr MESZ) die Boston Bruins erwarten. Die Colorado Avalanche haben die Chance, die St. Louis Blues mit einem Sweep in der Serie auszuschalten. Dafür müssen sie Spiel 4 im Enterprise Center (5 p.m. ET; NHL.TV; 23 Uhr MESZ) gewinnen. Die Nashville Predators empfangen zu Hause in der Bridgestone Arena (2:30 p.m. ET.; NHL.TV; 8:30 Uhr MESZ) die Carolina Hurricanes zu Spiel 4.

Fünf Faktoren, die es bei den Spielen am Sonntag zu beachten gilt:
Oilers stehen mächtig unter Druck
Die Oilers müssen alles versuchen, um in der Serie gegen die Jets endlich den Fuß in die Tür zu bekommen und den ersten Sieg einzufahren. Bei einer weiteren Niederlage und dem damit verbundenen 0:3 in der Gesamtwertung bräuchte Edmonton gegen den abgezockten Kontrahenten ein Wunder zum Weiterkommen. Doch negative Gedanken will man im Lager der Oilers erst gar nicht aufkommen lassen. "Wir wären nicht das erste Team, das nach einem 0:2 in der Serie zurückkommt", betonte Verteidiger Adam Larsson am Samstag vor der Abreise nach Winnipeg. "Wenn wir gewinnen, haben wir eine gute Chance. Wir glauben jedenfalls ans uns."
Mehr denn je lastet die Verantwortung auf den Top-Scorern Connor McDavid und Leon Draisaitl. Sie gingen in den ersten beiden Begegnungen gegen die Jets komplett leer aus. Den einzigen Treffer der Oilers erzielte Jesse Puljujarvi.
Jets-Trainer Paul Maurice erwartet einen Gegner, der sich heftig wehren wird. Für ihn ist Edmonton sogar leicht favorisiert. "Ein Team, das mit zwei Siegen hinten liegt, hat im Grunde nichts mehr zu verlieren. Das nimmt nicht selten die Angst und löst Blockaden. Von daher denke ich, dass die Oilers im Vorteil sind", gab er zu Protokoll.

Stastny führt Jets zum sieg gegen die Oilers

Avalanche haben Sweep gegen die Blues vor Augen
Ein Sieg fehlt Philipp Grubauer und seinen Avalanche zum Sweep in der Serie gegen die St. Louis Blues. Der Rosenheimer präsentierte sich in den Stanley Cup Playoffs als gewohnt starker Rückhalt zwischen den Pfosten. Mit einem Gegentorschnitt von 1,67 nach drei Partien liegt er auf Platz fünf in der Playoff-Wertung. Seine Fangquote von 94,4 Prozent bedeutet Rang vier.
Center Tyson Jost ist voll des Lobes über den Schlussmann. "Er ist überragend und wir können uns immer auf ihn verlassen. Wenn wir eine Rettungstat von ihm brauchen, ist Grubi zur Stelle", sagte er.
Trotz des klaren Vorsprungs in der Serie traut Colorados Trainer Jared Bednar dem Braten noch nicht so recht. Er erwartet weiter viel Arbeit für seine Mannschaft. "Die schwersten Spiele sind die, in denen man die Chance hat, ein Team aus dem Wettbewerb zu werfen. Ich denke, die Jungs stellen sich darauf ein und handeln entsprechend", so der Coach. Bis auf den gesperrten Stürmer Nazem Kadri stehen ihm alle Stammkräfte zur Verfügung.

Avalanche besiegen die Blues in Spiel 3 mit 5:1

Top-Reihe der Predators wittert Morgenluft
Lange tat sich die Offensive der Predators schwer gegen die Hurricanes. Doch in Spiel 3 der Serie (5:4 n. 2V.) zeigte sie, was in ihr steckt. Vor allem die Top-Reihe mit Filip Forsberg, Ryan Johansen und Matt Duchene lief zu großer Form auf und zeichnete für drei Tore verantwortlich. Darunter war der vielumjubelte Siegtreffer von Duchene. "Jedes Mal, wenn Fil und ich zusammengespielt haben, haben wir Punkte gemacht und Tore geschossen. Und Jo schlägt klasse Pässe und leitet viele Spielzüge ein. Wir machen einfach das, was man von uns erwartet", beschrieb der Matchwinner die besonderen Kennzeichen des Trios.
In der heimischen Arena werden die Predators um ihren Kapitän Roman Josi alles daransetzen, die Serie mit einem Erfolg in Spiel 4 auszugleichen. Der Berner war am jüngsten Erfolg mit zwei Assists beteiligt. Er lieferte auch die Vorlage zum entscheidenden Tor.

Bei den Hurricanes bahnt sich ein Torwartwechsel an
Bei den Hurricanes deutet sich für Spiel 4 gegen die Predators ein Wechsel auf der Torhüterposition an. Rookie Alex Nedeljkovic, der zuvor alle drei Partien bestritt und im letzten Match eine Menge zu tun hatte, dürfte eine Erholungspause bekommen. "Wir werden uns darüber Gedanken machen und dann unsere Entscheidung treffen. Das hat nichts mit seiner Leistung zu tun. Aber die mentale und physische Belastung war zuletzt enorm für ihn", sagte Trainer Rod Brind'Amour zu dieser Personalie. Mögliche Starter sind James Reimer und Petr Mrazek.
Capitals hilft gegen die Bruins nur ein Sieg
Die Vorzeichen für die Capitals und Michael Raffl sind klar: Entweder sie gewinnen Spiel 5 gegen die Bruins oder ihr Traum vom Stanley Cup ist früh ausgeträumt. "Natürlich ist die Lage frustrierend. Aber es ist noch nicht vorbei", äußerte sich Center Nicklas Backstrom im Vorfeld der Begegnung kämpferisch. Allerdings müsse man versuchen, die Fehler abzustellen und mehr Torschüsse abzugeben. Sein Teamkollege Lars Eller appellierte an den Zusammenhalt. "Wir brauchen fünf Jungs auf dem Eis, die den Puck wollen und sich gegenseitig unterstützen", gab er als Marschroute für das wichtige Match aus.
Mehr denn je gefragt sind die Scorerqualitäten von Alex Ovechkin. In dieser Hinsicht blieb der Capitals-Kapitän in den laufenden Playoffs nichts schuldig. Er punktete in jedem Spiel der Serie und brachte es insgesamt auf zwei Tore und vier Assists.